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Geschichte 8

gültig ab Schuljahr 2020/21

G8 Lernbereich 1: Methoden und Arbeitstechniken
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Die Schülerinnen und Schüler wenden grundlegende Methoden und Arbeitstechniken des Faches Geschichte bei der Umsetzung der Lernbereiche G  8.2 bis G 8.9 an. Sie nutzen die Grundlegenden Daten und Begriffe zur Geschichte von der Aufklärung bis zum Deutschen Kaiserreich, um sich in der Zeit zu orientieren und um eine sinnvolle Narration zur Chronologie der Jahrgangsstufe bilden zu können.
Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reflektieren bei der Analyse von Quellen die Bedeutung von Urheber, Auftraggeber, Adressat oder Aussageabsicht für den Aussagegehalt der Quelle. Unter anderem analysieren sie Bildquellen (z. B. Historiengemälde, Karikaturen) hinsichtlich ihrer äußeren Form (z. B. Perspektive, Bildkomposition) sowie Inhalt, Urheber, Auftraggeber oder Zielgruppe und wenden die dabei entwickelten Fertigkeiten der Bilddeutung auf heutige Bilder (z. B. Fotografien von Personen des öffentlichen Lebens, Karikaturen) an.
  • bilden historische Narrationen, in denen unterschiedliche historische Perspektiven zum Ausdruck kommen, wie z. B. Perspektive der First Nations während der Besiedlung Nordamerikas, unterschiedliche Perspektiven auf Reichsgründung und Industrialisierung.
  • erstellen mithilfe von Beispielen Schaubilder, analysieren Geschichtskarten und verbalisieren die Aussagen von Statistiken und Diagrammen.
  • analysieren historische Denkmäler (z. B. Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, Walhalla bei Regensburg) vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für ihre Entstehungszeit und für heute und wenden ihre Erkenntnisse ggf. auf ein regionales Beispiel an.
  • bewerten die Qualität digitaler und gedruckter Medien mit historischen oder historisierenden Inhalten anhand vorgegebener Gütekriterien, wie z. B. der Angabe des Autors und des historischen Kontextes.

G8 Lernbereich 2: Grundlagen der Moderne – Aufklärung, Unabhängigkeit der USA und Französische Revolution (ca. 12 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen, dass in der Zeit der Aufklärung mit dem Streben der nordamerikanischen Siedler nach Unabhängigkeit von England und mit der Französischen Revolution wichtige Grundlagen der Moderne geschaffen wurden, wie etwa freiheitlich-demokratische Wertvorstellungen, Parlamentarismus und moderne bürgerliche Gesellschaften. Sie nutzen diese Erkenntnis, um z. B. die Errungenschaften von Rechtsstaatlichkeit und politischer Mitbestimmung wertzuschätzen.
  • erfassen die Tragweite einer Nationenbildung am Beispiel der Vereinigten Staaten von Amerika, indem sie den Konflikt zwischen England und den Siedlern in Nordamerika analysieren und ihn mit heutigen Unabhängigkeitsbestrebungen vergleichen.
  • erfassen am Beispiel der Französischen Revolution die Multikausalität von revolutionären Prozessen, indem sie z. B. Ursachen herausarbeiten und kurz- und langfristige Folgen bei der Beurteilung berücksichtigen.
  • bewerten die Aufklärung und die Französische Revolution, indem sie damit verbundene Entwicklungen in Gesellschaft und Politik aufzeigen und mit heutigen Vorstellungen von Freiheit und Gleichheit vergleichen.
  • verwenden und erläutern bei der Beschreibung zentraler historischer Zusammenhänge folgende Grundlegende Daten und Begriffe: 1776 Amerikanische Unabhängigkeitserklärung; 1789 Beginn der Französischen Revolution; Aufklärung, Menschenrechte, Volkssouveränität, Gewaltenteilung, Parlament, konstitutionelle Monarchie, Bürgertum.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Kerngedanken der Aufklärung
  • Kolonien Englands in Amerika; Amerikanische Unabhängigkeitserklärung
  • Ursachen der Französischen Revolution (aufklärerisches Denken, Gesellschaft, Wirtschaft)
  • Ausbruch, Verlauf und Folgen der Französischen Revolution (Überblick)

G8 Lernbereich 3: Napoleon und die Umgestaltung Europas (ca. 9 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben das Selbstverständnis Napoleons als Kaiser, nachdem sie sein Kaisertum vor dem Hintergrund der Ideale der Französischen Revolution, aber auch vor dem Hintergrund antiker und mittelalterlicher Herrschaftsauffassungen untersucht haben.
  • erkennen am Beispiel Napoleons die Entscheidungsspielräume und die Grenzen des Wirkens historischer Persönlichkeiten.
  • sehen im Widerstand der Bevölkerung gegen Napoleons Herrschaft eine Chance, die deutsche Einheit voranzubringen, da gleichzeitig mit dem Widerstand auch das Nationalbewusstsein der Deutschen gefördert wird. Dazu analysieren sie u. a. die Gründe für den Widerstand.
  • erkennen die Bedeutung des Modernisierungsprozesses für Bayern, um die gesellschaftlichen und politischen Strukturen des heutigen Bayern zu verstehen.
  • verwenden bei der Beschreibung zentraler historischer Zusammenhänge folgende Grundlegende Daten und Begriffe: 1806 Ende des Heiligen Römischen Reichs; 1806 Gründung des Königreichs Bayern; Napoleon und Säkularisation.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Kaisertum Napoleons und französische Vorherrschaft in Europa (ggf. regionaler Bezug)
  • territoriale Veränderungen in Deutschland, Reformen in Bayern (Montgelas)
  • Nationalidee und Befreiungskriege

G8 Lernbereich 4: Deutschland zwischen Restauration und Revolution (ca. 8 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfassen den Konflikt zwischen dem Streben nach einem einheitlichen, freien Deutschland und den beharrenden Kräften als bestimmend für den politischen Prozess in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dabei erkennen sie die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für die moderne Demokratie.
  • erkennen die Notwendigkeit zu einer Neuordnung Europas nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft und bewerten die Ambivalenz dieser Neuordnung.
  • nutzen ihr Wissen über zentrale politische Forderungen des Bürgertums (u. a. in Bayern), um die Bedeutung von Freiheit und Demokratie auch für die Gegenwart einzuschätzen.
  • analysieren Gründe für das Scheitern der Revolution von 1848/49 vor dem Hintergrund ihrer Errungenschaften, um so die Enttäuschung der bürgerlichen Opposition nachzuvollziehen.
  • gliedern die historische Entwicklung in der Restaurations- und Revolutionszeit mithilfe der Grundlegenden Daten 1815 Wiener Kongress; 1832 Hambacher Fest; 1848/49 Revolution in Deutschland und wenden die Grundlegenden Begriffe Nation, Nationalismus, Liberalismus, Deutscher Bund bei der Erläuterung historischer Zusammenhänge an.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Wiener Kongress: europäische Neuordnung und Deutscher Bund
  • Restauration, liberale und nationale Bewegung
  • Revolution von 1848/49

G8 Lernbereich 5: Industrialisierung und Soziale Frage (ca. 9 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vergleichen die Lebensbedingungen in vorindustrieller Zeit mit denen während der Industrialisierung (z. B. hinsichtlich Verstädterung, Umweltbelastung), um den Übergang zur Industriegesellschaft als epochalen Einschnitt in der Menschheitsgeschichte einzuordnen.
  • analysieren Faktoren der Industrialisierung in England und Deutschland nach vorgegebenen Kriterien (ggf. regionaler Bezug), um so Ursachen, Verlauf und Folgen zu erfassen. Sie erkennen dabei den sich vollziehenden grundlegenden Wandel für das Leben der Menschen.
  • nutzen ihre Kenntnisse über politische Akteure, soziale (Protest-)Bewegungen und Lösungsansätze der Sozialen Frage, um die Sozialgesetzgebung zur Zeit der Industrialisierung im historischen Kontext zu diskutieren und zu beurteilen. Dabei erfassen sie die Bedeutung moderner staatlicher Sozialpolitik.
  • untersuchen Ursachen und Auswirkungen der Industrialisierung am Beispiel Bayerns.
  • nutzen die Grundlegenden Begriffe Industrialisierung, Proletariat, Soziale Frage, Sozialgesetzgebung und Sozialismus bei eigenen geschichtlichen Narrationen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Merkmale der Industrialisierung am Beispiel Englands
  • Industrialisierung in Deutschland und Bayern
  • veränderte Arbeits- und Lebensbedingungen
  • Soziale Frage und Ansätze zu ihrer Lösung (Überblick)

G8 Lernbereich 6: Das Deutsche Kaiserreich (ca. 8 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • gewinnen die Erkenntnis, dass das Kaiserreich einerseits staatliche Stabilität, relative soziale Sicherheit und Elemente gesellschaftlicher Modernisierung bot, andererseits jedoch militaristisch, nationalistisch und obrigkeitsstaatlich geprägt war. Sie können auf der Grundlage ihrer Kenntnisse das Leben in einer pluralen und demokratischen Gesellschaft wertschätzen.
  • beurteilen am Beispiel der Reichsgründung von 1871 und der Politik im Deutschen Kaiserreich die Bedeutung einzelner Persönlichkeiten und gesellschaftlicher Kräfte (z. B. politische Ideen und Bewegungen) für grundlegende historische Entwicklungen.
  • untersuchen u. a. Historiengemälde (z. B. zur Proklamation des Deutschen Kaiserreiches) mithilfe eines vorgegebenen knappen Kriterienkatalogs als bewusste Inszenierung von Politik und beurteilen deren Aussagekraft.
  • verwenden und erläutern bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge die Grundlegenden Daten und Begriffe 1871 Reichsgründung, Deutsches Kaiserreich, Bismarck und Reichstag.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Reichsgründung 1871 (u. a. aus bayerischer Sicht)
  • Innen- und Außenpolitik unter Bismarck
  • Anfänge einer modernen Massengesellschaft (z. B. Kultur, Medien, Frauenbewegung), obrigkeitsstaatliches Denken, Militarismus und Nationalismus

G8 Lernbereich 7: Protest, Aufstand und Revolution – Menschen kämpfen für ihre Freiheit (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
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Im Längsschnitt „Protest, Aufstand und Revolution – Menschen kämpfen für ihre Freiheit“ wiederholen, vernetzen und vertiefen die Schülerinnen und Schüler historische Kenntnisse und Fertigkeiten und wenden insbesondere die Grundlegenden Daten und Begriffe in einem neuen Zusammenhang an.
Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen an konkreten Beispielen, wie wenig selbstverständlich persönliche und politische Freiheit zu allen Zeiten gewesen ist. Sie werden sich bewusst, welche Bedeutung das Eintreten für Menschenrechte und persönliche Freiheit bis heute hat.
  • vergleichen verschiedene Formen von Protest, Aufstand und Revolution zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Kulturen. Dabei erfassen sie unterschiedliche Motivationen für Widerstand in der Geschichte.
  • wenden passende Grundlegende Daten, wie z. B. 1776 Amerikanische Unabhängigkeitserklärung; 1789 Französische Revolution; 1871 Reichsgründung, und Grundlegende Begriffe, wie z. B. Antike, Aristokratie, Monarchie, Verfassung, Mittelalter, Grundherrschaft, Bürger, Aufklärung, Menschenrechte, Gewaltenteilung, Parlament, Bürgertum, Liberalismus, bei der Beschreibung der historischen Zusammenhänge sicher an.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • rechtliche und soziale Ungleichheit sowie Widerstand dagegen (Antike, Mittelalter)
  • aufklärerisches Denken: Umbrüche und Revolutionen (z. B. Französische Revolution)
  • Formen von Protest und Opposition im 19. Jahrhundert (z. B. Demonstrationen im politischen Vormärz, Politisierung der Arbeiterschaft)
  • heutige Formen des Protests und des Aufstands (aktuelle Beispiele)

G8 Lernbereich 8: Kriege und ihre Folgen (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
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Im Längsschnitt „Kriege und ihre Folgen“ wiederholen, vernetzen und vertiefen die Schülerinnen und Schüler historische Kenntnisse und Fertigkeiten und wenden insbesondere die Grundlegenden Daten und Begriffe in einem neuen Zusammenhang an.
Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen, dass es unterschiedliche Gründe für Kriege gibt. Dabei erfassen sie auch den Unterschied zwischen den Faktoren, die Kriege auslösen, und den öffentlichen Rechtfertigungen für Krieg durch die Politik.
  • vergleichen verschiedene Arten der Kriegsführung, um daraus Folgen für Söldner/Soldaten, Zivilbevölkerung und Umwelt zu erschließen (z. B. während der Kreuzzüge, im Dreißigjährigen Krieg). Ihnen wird bewusst, dass Kriege irreparable Schäden verursachen.
  • treten u. a. vor dem Hintergrund von Menschenrechtsverletzungen in Kriegen für die friedliche Lösung heutiger Konflikte ein.
  • wenden passende Grundlegende Begriffe, wie z. B. Antike, Caesar, Limes, Mittelalter, Kreuzzüge, Reformation, Westfälischer Friede, Hegemonie, Nation, Nationalismus, Deutsches Kaiserreich, bei der Beschreibung der historischen Zusammenhänge sicher an.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Kriegszüge der Antike: Absicht und Rechtfertigung
  • militärische Auseinandersetzungen des Mittelalters und Kriegsführung in der Frühen Neuzeit: Folgen für die Zivilbevölkerung
  • Technisierung des Kriegs in der Neuzeit: Folgen für Mensch und Umwelt
  • heutige Kriege (aktuelle Beispiele)

G8 Lernbereich 9: Bilingualer Sachfachunterricht (optional)
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Die Schülerinnen und Schüler erwerben die in den Lernbereichen G 8.1–G 8.8 genannten Kompetenzen, indem sie sich mit dort aufgeführten Inhalten, Daten und Begriffen überwiegend in der Fremdsprache auseinandersetzen und ggf. die genannten Fähigkeiten und Fertigkeiten besonders anhand der im Folgenden aufgeführten Inhalte vertiefen.
Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen die englische Sprache als Mittel zur authentischen Kommunikation ein und nehmen einen sprachlichen und inhaltlichen Perspektivenwechsel vor. So begreifen sie, dass die Fremdsprache ein Spiegel kultureller Besonderheiten und Unterschiede ist, um historische Phänomene multiperspektivisch zu betrachten und zu erschließen.
  • nutzen ihre historischen Kenntnisse, um faktengestützt Themen der Jahrgangsstufe zu diskutieren, indem sie fachspezifisches Vokabular (Englisch, Deutsch) gezielt und reflektiert einsetzen sowie sprachliche und inhaltliche Phänomene kritisch hinterfragen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • from the founding of British colonies in America to the Declaration of Independence
  • industrialisation in England and Germany (e. g. beginnings in Great Britain, comparison: development in England and Germany incl. “Social Question”)
  • the consequences of technical developments since the Age of Industrialisation in Europe (e. g. for wars)