Lehrplan PLUS

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Ethik 9

gültig ab Schuljahr 2021/22

Eth9 Lernbereich 1: Liebe und Partnerschaft (ca. 12 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • formulieren ihre Erwartungen an eine Partnerschaft und bewerten die Bedeutung wesentlicher Merkmale einer gelingenden Partnerschaft, z. B. Gleichwertigkeit der Partner, Vertrauen, Respekt oder wechselseitige Verantwortung.
  • ermessen die unterschiedliche Bedeutung von Freundschaft, Verliebtsein und Liebe für Beziehungen.
  • unterscheiden vielfältige Dimensionen der Liebe.
  • reflektieren sexuelle Orientierung im Spannungsfeld von sozialer Umwelt und persönlicher Freiheit und lassen Diversität zu.
  • gehen mit Sexualität als wertvollem Bestandteil in der Partnerschaft verantwortungsvoll um.
  • werten die Darstellung der Sexualität in der Öffentlichkeit und den Medien kritisch.
  • gehen mit partnerschaftlichen Krisen im Jugendalter konstruktiv um.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • individuelle Erwartungen an eine Partnerschaft
  • Merkmale gelingender Partnerschaft: z. B. Gleichwertigkeit der Partner, Vertrauen, Respekt, wechselseitige Verantwortung, Liebe
  • Freundschaft, Verliebtsein und Liebe in der Literatur
  • Formen der Liebe (E. Fromm): z. B. Nächstenliebe, erotische Liebe, Mutterliebe, Liebe zu Gott, Selbstliebe
  • Bedeutung von Liebe und Sexualität für den Menschen
  • persönliche, soziale und gesellschaftliche Aspekte sexueller Identität
  • verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität: z. B. Einvernehmlichkeit, Verhütung, Gesundheitsprävention
  • Erscheinungsformen des Sexuellen in Sprache und Medien: z. B. im Alltag, in der Werbung, in Filmen; Kommerzialisierung, klischeehafte Darstellungen, Pornografie
  • mögliche Ursachen von partnerschaftlichen Krisen: z. B. nachlassender Respekt, mangelnde Kommunikation, Eifersucht, „Klammern“, Verletzung des Vertrauens
  • Konfliktlösungsstrategien: u. a. Gespräche nach Regeln der gewaltfreien Kommunikation

Eth9 Lernbereich 2: Arbeit und Leistung in Schule und Beruf (ca. 14 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • schätzen ihre eigenen Stärken und Schwächen richtig ein und formulieren Ziele für ihre Berufsfindung und Lebensgestaltung.
  • beurteilen den Stellenwert von Arbeit und Leistung für ihre schulische Ausbildung sowie ihren beruflichen Werdegang und übernehmen Verantwortung für ihr Handeln.
  • zeigen für das Schul- und Arbeitsleben erforderliche Werthaltungen, z. B. Respekt, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit.
  • hinterfragen den Stellenwert des Leistungs- und Erfolgsstrebens in unserer Gesellschaft und gehen mit Leistungsdruck, Erfolg und Versagen in Schule und Ausbildung verantwortungs- und selbstbewusst um.
  • gestalten ihre arbeitsfreien Räume sinnvoll.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Persönlichkeitsprofil: eigene Fähigkeiten und Interessen; Vergleich von Selbstbild und Fremdbild
  • Motive für die Berufswahl, z. B. Selbstentfaltung, Arbeitsplatzsicherheit, Einkommen, altruistische Ideale; Berufe im sozialen Bereich; Erwartungen und Vorbilder
  • Bedeutung der schulischen Arbeit und Leistung, z. B. Erwerb von Grundwissen, -fähig- und -fertigkeiten, Qualifikation für den weiteren (beruflichen) Lebensweg, Selbstbestätigung
  • Arbeit im Wandel der Zeit
  • Stellenwert von Arbeit und Leistung im Leben, z. B. Sinnfindung, Förderung der Lebensqualität, Freude, Selbstbestätigung, Erwerb des Lebensunterhalts; Chancen und Grenzen der freien Berufswahl, z. B. Begabung, Belastbarkeit, Stellenangebote
  • grundlegende Werthaltungen und Arbeitstugenden in Schule und Beruf, z. B. Respekt, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Höflichkeit, Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein
  • Umgang mit Unlust, Versagensängsten und Leistungsdruck, z. B. Selbstreflexion, professionelle Hilfe, Supervision
  • Problemfelder von Arbeit und Leistung in Schule und Beruf, z. B. Leistungskontrolle, Erfolglosigkeit, Konkurrenzkampf, Mobbing, Arbeitslosigkeit, Mobilität
  • Grenzen des Leistungs- und Erfolgsdenkens: Gesundheit, Privat- und Familienleben, soziale Kontakte
  • sinnvolle Freizeitgestaltung: Genuss und Erholung; Zeit für andere; Engagement an der Schule (z. B. als Tutor, in der SMV) und für die Gemeinschaft, z. B. Feuerwehr, Tafeln

Eth9 Lernbereich 3: Sich für den Frieden einsetzen (ca. 18 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen, dass Filme und Computerspiele oft kein realistisches Bild von tatsächlichem Kriegsgeschehen abgeben.
  • begreifen Ursachen, Formen sowie Auswirkungen von Gewalt und handeln in ihrem Lebensumfeld bei der Lösung von Konflikten nach Grundwerten für ein friedliches Zusammenleben, wie Gerechtigkeit und Toleranz.
  • zeigen Verständnis für die grundlegende Bedeutung der Wahrung des Friedens für das Leben des Einzelnen sowie die Entfaltung seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten.
  • schätzen am Beispiel des Engagements historischer bzw. lebender Personen die Bereitschaft, sich aktiv für Frieden einzusetzen.
  • wenden sich gegen religiösen Extremismus und nehmen Friedensbestrebungen von Religionsgemeinschaften wahr.
  • wenden geeignete Strategien im Umgang mit Konflikten und zum Ausgleich von Interessen an.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Krieg in Filmen und Computerspielen, Heldentum, Ruhm
  • Ursachen und Formen von Gewalt, z. B. offene und strukturelle Gewalt, physische und psychische Gewalt (z. B. Bloßstellen, Auslachen, Beleidigen, Ignorieren, Verwendung von Killerphrasen); Gewalt als ungeeignete Strategie zur Konfliktlösung
  • Erfahrungsberichte von Kindern in Kriegen: z. B. Gewalt, Flucht, Verlust des Kindseins, fehlende Möglichkeit zur Entwicklung von Begabungen, Einsatz als Kindersoldaten
  • Personen, die sich für Frieden einsetzen bzw. einsetzten: z. B. M. Gandhi, M. L. King, Geschwister Scholl, Dalai Lama
  • Arbeit einer Menschenrechts- oder Kinderhilfsorganisation (z. B. UNICEF, Rotes Kreuz), UN-Resolution zum Schutz von Kindern in Kriegsgebieten
  • eine aktuelle kriegerische Auseinandersetzung: z. B. Ursprünge und Bedingungen, Lage der Betroffenen und Möglichkeiten der Friedensstiftung
  • Fundamentalismus, Extremismus, Terrorismus
  • Beispiele für das Eintreten von Religionsvertretern für den Frieden, interreligiöser Dialog
  • geeignete Strategien der Konfliktlösung: z. B. Vermitteln, Gespräch nach Regeln der gewaltfreien Kommunikation, Mediationstechniken (z. B. in der Streitschlichtung), Interessenausgleich mit Kompromissbereitschaft

Eth9 Lernbereich 4: Ethische Werte in Religion und Philosophie (ca. 12 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • tolerieren grundlegende Wertvorstellungen anderer Kulturkreise und Religionen, die in unserer Gesellschaft präsent und verfassungsrechtlich geschützt sind, und akzeptieren, dass religiöse Menschen ihren Glauben leben.
  • respektieren mögliche Funktionen und den Stellenwert von Religion für gläubige Menschen.
  • vergleichen zentrale ethisch relevante Textstellen in den Schriften der Weltreligionen und der Philosophie und zeigen Verständnis für kulturübergreifende ethische Prinzipien.
  • erklären die ethischen Vorstellungen der Religionen an exemplarischen Themen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Menschenrechtskonvention, Artikel 9; GG, Artikel 4
  • Funktion und Bedeutung von Religion: Identitäts- und Sinnstiftung, Bewältigung von Ängsten, Orientierung und Finden von Wertmaßstäben, Handlungsanweisungen, Gemeinschaftsgefühl
  • gelebter Glaube in Deutschland: Beispiele für aktuelle Debatten oder Konflikte, z. B. Moscheebau
  • zentrale ethische Aussagen der Weltreligionen, z. B. die 10 Gebote, Thron des Gerichts (Talmud, Schabbat 31a); Bergpredigt; die Eröffnung zu Mekka (Sure 1,1-7), islamischer Pflichtenkodex (Sure 17,22-38); Vier Edle Wahrheiten, Achtfacher Pfad, Veden (Auszüge)
  • „Weltethos“ (H. Küng): das Grundprinzip der Menschlichkeit und die vier ethischen Prinzipien der Weltreligionen; die Goldene Regel in den Weltreligionen
  • kategorischer Imperativ (I. Kant), z. B. im Vergleich mit der Goldenen Regel; z. B. zentrale ethische Aussagen aus dem Humanismus (z. B. Naturrechtsgedanke)

Eth9 Lernbereich 5: Bilingualer Sachfachunterricht (optional)
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Die Schülerinnen und Schüler erwerben die in den Lernbereichen 1 ‑ 4 genannten Kompetenzen, indem sie sich mit den dort aufgeführten Inhalten in der Fremdsprache auseinandersetzen.
Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen die englische Sprache als Mittel zur authentischen Kommunikation ein und nehmen einen Perspektivenwechsel vor, indem sie die Fremdsprache als Spiegel kultureller Besonderheiten und Unterschiede begreifen.
  • setzen fachspezifisches Vokabular gezielt und reflektiert ein und hinterfragen sprachliche Phänomene kritisch.
  • vertiefen die oben genannten Fähigkeiten und Fertigkeiten anhand der im Folgenden aufgeführten Inhalte im Besonderen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • the meaning of love and sex in today´s post-modern world
  • the importance of role models
  • my motives for choosing a job
  • work-life balance in today´s society
  • volunteering
  • songs about war and peace, e. g. “Imagine” (John Lennon), “Mr President” (Pink)
  • Martin Luther King: “I Have A Dream”, the American Civil Rights Movement
  • world religions and multiculturalism
  • issues concerning religion and religious groups (e. g. building of mosques in Christian neighbourhoods)
  • songs about life and society, e. g. “These are the days of our lives” (Queen)
  • dictatorship and democracy in novels or movies, e. g. “The Wave”, “Animal Farm”