Lehrplan PLUS

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Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München

Deutsch 10 (zweistufige Wirtschaftsschule)

gültig ab Schuljahr 2025/26

D10 1.1 Verstehend zuhören
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • hören anderen aufmerksam zu und entnehmen unter Berücksichtigung außersprachlicher Signale (z. B. Lautstärke, Betonung, Stimmführung, Körpersprache) die wesentlichen Informationen und Wertungen, um sie kritisch mit dem eigenen Standpunkt abzugleichen.
  • folgen auch längeren und thematisch komplexeren Audiotexten (z. B. Auszügen aus Hörbüchern, Podcasts, Interviews) aufmerksam, um den Inhalt zu erfassen und anhand von Leitfragen zwischen Information und Wertung zu unterscheiden.

D10 1.2 Zu und vor anderen sprechen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • legen ihre Gedanken, Gefühle und Meinungen in verschiedenen Kommunikationssituationen (z. B. Vorstellungsgespräch, Interpretationsgespräch über Literatur, Debatte, Diskussion) überzeugend dar, indem sie Zusammenhänge erläutern und ihre Positionen begründen, um die Aufmerksamkeit und ggf. Zustimmung der Gesprächspartnerinnen bzw. -partner zu gewinnen.
  • gestalten unterschiedliche Sprechsituationen aus dem beruflichen Bereich (z. B. Vorstellungsgespräch, Nachfrage wegen eines Praktikums) im Hinblick auf eine adressaten-, situations- und zielorientierte Kommunikation angemessen.
  • lesen längere und thematisch komplexere pragmatische und literarische Texte sinnzusammenhängend, betont und ggf. rhythmisch vor.
  • halten Kurzreferate zu selbständig recherchierten und aufbereiteten Inhalten (z. B. Vorstellung eines Sachthemas, Jugendbuches, Berufsbildes oder Betriebes) – ggf. unterstützt durch Stichwortzettel oder Gliederung.
  • setzen sprachliche (z. B. Sprachvarietät, bildhafte Sprache, Fremdwörter) und außersprachliche Gestaltungsmittel (z. B. Lautstärke, Betonung, Sprechtempo, Klangfarbe, Stimmführung, Körpersprache) bewusst ein, um die Aufmerksamkeit der Zuhörenden zu gewinnen und sie ggf. von der eigenen Position zu überzeugen.
  • visualisieren und präsentieren Arbeitsergebnisse strukturiert und anschaulich mithilfe unterschiedlicher Medien (z. B. in Form einer Bildschirmpräsentation) und setzen dabei geeignete Präsentationstechniken ein, z. B. Flipchart, Moderationskarten, digitale Pinnwand.

D10 1.3 Mit anderen sprechen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beteiligen sich aktiv und konstruktiv an Gesprächen und Debatten, indem sie gesprächslenkende Strategien (z. B. neue Gesprächsimpulse setzen, Themenbezug herstellen, Ergebnisse zusammenfassen) einsetzen, um einen ergebnisorientierten und fairen Austausch zu ermöglichen.
  • wenden in Diskussionen und Debatten zu Themen aus dem schulischen und persönlichen Bereich (z. B. Beitrag zum Tag der offenen Tür, Medienkonsum) Diskussionsregeln sowie Argumentationstechniken selbständig an, indem sie eigene Argumente erläutern, die Problemstellung aus der Perspektive der Gesprächspartnerinnen bzw. -partner betrachten und die eigene Position kritisch überdenken, um abschließend ggf. zu einem Kompromiss zu gelangen.
  • beobachten und reflektieren das eigene Gesprächsverhalten und das anderer in Gesprächen, Diskussionen, Debatten und Referaten nach vorgegebenen Kriterien, um Störfaktoren in der Kommunikation zu erkennen und die Gesprächskultur zu optimieren.

D10 1.4 Szenisch spielen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erschließen sich literarische Texte durch die Entwicklung und Umsetzung von Rollen im szenischen Spiel, um Handlungsmotive der Figuren zu erkennen sowie die eigene Haltung zur Problemstellung bewusst zu machen.
  • vertreten in Rollenspielen (z. B. Vorstellungsgespräch, Diskussion mit Eltern) ihre eigene Position sowie die der anderen und passen ihre Ausdrucksweise und Körpersprache der jeweiligen Rolle an.
  • analysieren vor dem Hintergrund eines Kommunikationsmodells das Verhalten und sprachliche Handeln der Darstellerinnen bzw. Darsteller in Rollenspielen. Dabei benennen sie Ursachen gestörter Kommunikation (z. B. Missverständnisse, fehlendes Eingehen auf das Gegenüber, ungünstige Gesprächsatmosphäre, Körpersprache, sprachliche Ausdrucksweise) und unterbreiten Verbesserungsvorschläge.

D10 2.1 Lesetechniken und -strategien anwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen weitgehend eigenständig geeignete Lese- und Erschließungsstrategien sowie Lesestile (z. B. kursorisches Lesen, intensives Lesen), um kontinuierliche, diskontinuierliche und multiple digitale Texte dem jeweiligen Leseziel gemäß zu erschließen.
  • erkennen unbekannte Formulierungen (z. B. Fremdwörter, Fachbegriffe) und erschließen diese selbständig mit unterschiedlichen Hilfsmitteln (z. B. Nachfragen, Wörterbücher, KI-Tools), um den eigenen passiven und aktiven Wortschatz zu erweitern.

D10 2.2 Literarische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden zielgerichtet und eigenständig anhand von inhaltlichen, sprachlich-rhetorischen und formalen Merkmalen lyrische, dramatische und insbesondere epische Textsorten (auch Kurzgeschichten, Parabeln, Satiren), um den Zusammenhang von Inhalt, Sprache, Form und Intention zu erkennen.
  • analysieren durch die Betrachtung der Figuren (Charakteristik und Konstellation), der Handlung und der Sprache altersgemäße literarische Texte, um diese mit eigenen Wertvorstellungen abzugleichen.
  • begründen ihr Textverständnis überzeugend und nachvollziehbar anhand von aussagekräftigen Textstellen.
  • nutzen Fachbegriffe zur Erschließung von Literatur (u. a. Erzähler, Erzählperspektive, Monolog, Dialog, Reimschema, lyrisches Ich, ausgewählte Stilmittel wie Vergleich, Metapher, Personifikation, Ironie und Übertreibung), um die gattungsspezifischen und sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten unterschiedlicher literarischer Texte präzise zu benennen.
  • kennen ausgewählte Aspekte der Literaturgeschichte (z. B. Epochen, Leitideen, Themen) und setzen diese in Beziehung zu ihrer Lebenswelt.
  • lesen literarische Ganzschriften und tauschen sich, vor dem Hintergrund selbständig recherchierter Informationen zu Autorin bzw. Autor und Entstehungskontext des Werkes, über ihre Leseerfahrungen, ihr Leseverständnis und die Textaussagen aus.
  • werten Rezensionen zu gedruckten oder inszenierten literarischen Werken (z. B. im Internet, in Fachzeitschriften oder Literatursendungen) aus, um den eigenen Interessen entsprechende Literatur zu finden oder Empfehlungen für andere aussprechen zu können.
  • analysieren eine Inszenierung (z. B. Bühnenfassung, Verfilmung oder multimediales Angebot) eines literarischen Textes und benennen die erweiterten oder eingeschränkten Ausdrucksmöglichkeiten des jeweiligen Mediums in Bezug auf den Originaltext.

D10 2.3 Pragmatische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen altersgerechten pragmatischen Texten differenziert Informationen, Wertungen und Meinungen, um eigene begründete Standpunkte zum jeweiligen Sachverhalt zu entwickeln und mit anderen darüber zu diskutieren oder sie zu schriftlichen Argumenten auszubauen.
  • unterscheiden Mischformen von pragmatischen Texten, begründen die Zuordnung bezüglich der Textsorte anhand von Textmerkmalen und erfassen den jeweiligen Kerninhalt und die Intention.
  • werten selbständig diskontinuierliche und ggf. auch multiple oder interaktive digitale Texte (z. B. Diagramme, Infografiken, Karten, Schaubilder, Karikaturen bzw. Memes, Social-Media-Beiträge) hinsichtlich Intention, Funktion und Wirkung aus und entnehmen ihnen zielgerichtet Informationen.

D10 2.4 Weitere Medien verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wählen zur Informationsbeschaffung und Meinungsbildung Recherchetools und Medienangebote weitgehend selbständig, kritisch und zielgerichtet aus. Dabei dokumentieren sie ihre Quellen.
  • erkennen und beurteilen kritisch die Gestaltung und Wirkung von altersgemäßen Medienformaten (z. B. Serien, Influencercontent, Social-Media-Beiträge, Werbeclips, Games) in Bezug auf Aspekte wie Konsumentenbindung, Realität versus Fiktion, Rollenbilder, Klischees.
  • nutzen soziale Medien verantwortungsbewusst, vorausschauend, zielgerichtet und unter Einbeziehung ihres Wissens über Datenschutz und mögliche rechtliche und soziale Probleme.
  • nutzen ihr Vorwissen bezüglich filmischer Gestaltungsmittel, um Filmsequenzen nach inhaltlichen, formalen und ästhetischen Gesichtspunkten zu analysieren.
  • wenden ihre medialen Kompetenzen bei der adressatengerechten textuellen und grafischen Aufbereitung von Informationen (z. B. in Form von multimedialen Präsentationen, Blogs, Videoclips) an. Dabei berücksichtigen sie das Urheberrecht.

D10 3.1 Über Schreibfertigkeiten bzw. -fähigkeiten verfügen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • kennen und reflektieren den Wert des eigenständigen Schreibens als elementare Kulturtechnik zum Selbstausdruck und Erkenntnisgewinn.
  • erstellen auf der Grundlage von Notizen und Mitschriften strukturierte und übersichtliche Gliederungen und Konzepte, z. B. für Referate, Projekte, Gruppenarbeiten.
  • setzen beim Verfassen von Texten die sprachlichen und formalen Vorgaben der jeweiligen Textsorte um und nutzen dabei ggf. die unterschiedlichen Layout-Funktionen von Textverarbeitungsprogrammen.
  • kennen die Regeln zur korrekten Zitierweise sowie Quellenangabe und wenden diese an.
  • entwerfen Texte gemäß der Aufgabenstellung, berücksichtigen dabei die Schreibsituation und beziehen ggf. Materialien mit ein. Dabei wählen sie die passende Grundform des Schreibens: Erzählen, Informieren, Argumentieren.
  • nutzen reflektiert und kritisch geeignete digitale Werkzeuge (auch KI-basiert) und kollaborative Verfahren für die Planung, Gestaltung und Überarbeitung von Texten.

D10 3.2 Texte planen und schreiben
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entwickeln einen durchdachten Schreibplan, indem sie nach Erschließung des Schreibauftrags – ggf. unter kritischer Einbeziehung von Materialien – passende Aspekte sammeln, ordnen und gliedern (z. B. numerische Gliederung, Ideenstern, Mindmap, Cluster), um darauf basierend Texte zu verfassen.
  • fassen literarische Texte (z. B. Erzählungen, Romanauszüge, Textausschnitte aus Jugendbüchern) zunehmend abstrahiert zusammen, unterscheiden zwischen Wichtigem und Unwichtigem, wählen die richtige Zeitform und bringen ggf. diskontinuierliche Handlungsverläufe in die richtige Chronologie.
  • Geben bibliografische Angaben, Kerninhalt und Intention pragmatischer Texte überblicksartig wieder und fassen diese strukturiert und zunehmend abstrahiert zusammen.
  • erörtern dialektische Fragestellungen unter kritischem Einbezug von Materialien.
  • nehmen Stellung zu lebens- bzw. berufsweltlich relevanten Schreibanlässen und begründen ihre Meinung mit überzeugenden Argumenten, z. B. (Leser-)Brief, E-Mail, Artikel in der (Schüler-)Zeitung, Blogeintrag, Beitrag in Foren oder Onlineportalen.
  • charakterisieren literarische Figuren im Hinblick auf ihr äußeres Erscheinungsbild, das soziale Umfeld, das (Gesprächs-)Verhalten sowie die Wertvorstellungen und weisen ihre Beobachtungen mit geeigneten Textbelegen nach.
  • setzen Sprache kreativ ein, wobei sie ausgehend von einer Textgrundlage literarische Texte oder Textausschnitte gestalten und dabei auch sprachliche, erzähltechnische und dramaturgische Mittel einsetzen.
  • verfassen formalisierte kontinuierliche sowie diskontinuierliche Texte (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Praktikumsbericht u. a.) – auch um den schriftsprachlichen und formalen Anforderungen des Bewerbungsmarktes gerecht zu werden.

D10 3.3 Texte überarbeiten
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • überprüfen Texte nach selbst erarbeiteten Checklisten bezüglich logischen Aufbaus (z. B. Anordnung der Argumente), argumentativer bzw. analytischer Schlüssigkeit sowie sprachlicher und stilistischer Regeln für den jeweiligen Schreibanlass (Informieren, Analysieren, Argumentieren) und wenden dabei ein geläufiges Verfahren zur Überprüfung der Sprachrichtigkeit an (z. B. analoge oder digitale Wörterbücher). Dabei nutzen sie auch KI-basierte Korrekturassistenten und setzen sie reflektiert mit Bewusstsein für ihre Grenzen ein.
  • erfassen Feedback zu ihren Texten (auch KI-basiert) und setzen es bei der Überarbeitung mit Hilfestellungen produktiv und reflektiert um.

D10 4.1 Sprachliche Verständigung untersuchen und reflektieren
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfassen die Funktion eines Textes, belegen sie an stilistischen Besonderheiten und setzen sie zur Autorenintention in Beziehung.
  • untersuchen sprachliche Ausdrucksmittel und ihre Wirkung im Textzusammenhang.
  • analysieren Kommunikationssituationen anhand eines Kommunikationsmodells (Sender, Empfänger, Botschaft) und erkennen mögliche Störungen im Kommunikationsprozess und deren Ursachen.
  • untersuchen Erscheinungen des Sprachwandels und deren Auswirkungen auf die Gegenwartssprache (vor allem Bedeutungswandel, Bedeutungsverengung, Bedeutungserweiterung), um zu erkennen, dass Sprache Veränderungsprozessen unterliegt.

D10 4.2 Sprachliche Strukturen untersuchen und reflektieren
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen variable Satzbaupläne ein und nutzen bewusst die unterschiedliche sprachliche Wirkung, die dadurch hervorgerufen wird.
  • ersetzen Satzglieder durch Nebensätze und erfassen dabei die Abhängigkeit und Stellung der Gliedsätze, um selbst komplexe Sätze zu bilden.
  • variieren in ihrer Wortwahl, indem sie auch Nominal- und Verbalstil angemessen einsetzen, u. a. um aussagefähige Gliederungen für Textzusammenfassungen und Erörterungen zu verfassen.
  • drücken sich präzise aus, indem sie u. a. Nominalisierungen, Fremdwörter und Fachbegriffe einsetzen, um informative und argumentative Texte zu verfassen.

D10 4.3 Richtig schreiben
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • korrigieren selbst verfasste Texte bezüglich Rechtschreibung und Zeichensetzung. Dabei nutzen sie auf der Basis ihres grammatikalischen Wissens den Regelteil von Rechtschreibwörterbüchern und ggf. digitale Tools, wobei sie deren Chancen und Grenzen berücksichtigen.
  • nutzen angeleitet geeignete KI-Anwendungen als Werkzeug zur individualisierten Verbesserung orthografischer Fähigkeiten.