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Evangelische Religionslehre 11 (zweistufige Wirtschaftsschule)

ER11 Lernbereich 1: Die Frage nach Gott
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen wahr, dass sich Gottesbilder im Lauf eines Lebens verändern, und äußern sich zu ihren persönlichen Vorstellungen.
  • geben Auskunft, wie im Alten und Neuen Testament von Gott gesprochen wird, und reflektieren Möglichkeiten und Grenzen, von Gott zu reden.
  • stellen anhand des Apostolischen Glaubensbekenntnisses Grundzüge und Besonderheiten der christlichen Gottesvorstellung dar und diskutieren, welche Bedeutung Jesus Christus für sie bzw. ihren eigenen Glauben hat.
  • setzen sich mit Anfragen an den Gottesglauben auseinander, bringen Glaubenszweifel zur Sprache und reflektieren Möglichkeiten eines lebensdienlichen Umgangs damit.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Veränderung der Gottesvorstellung im Lauf eines Lebens, prägende Einflüsse
  • Rede von Gott im Alten Testament, z. B. Gottesname Jahwe (Ex 3,14), Exoduserfahrung (Ex 20,2), Bilderverbot (Ex 20,4), Bundesschluss (Ex 24), Bilder und Vergleiche (Psalmen)
  • Rede von Gott im Neuen Testament, z. B. Bilder und Vergleiche (Gleichnisse), Gott, der Vater (Mk 14,36; Mt 6,6.9), Christusbekenntnisse (Mt 16,16; Joh 11,27)
  • Grundzüge der christlichen Gottesvorstellung: Monotheismus, Trinität (Gott Vater: Schöpfung, Gott Sohn: Erlösung, Gott Heiliger Geist: Heiligung); ggf. Allmacht und Ohnmacht Gottes
  • Glaube an Jesus Christus, z. B. Menschwerdung Gottes, Sohn Gottes, Unterscheidung von historischem Jesus und verkündigtem Christus
  • ggf. Lied, z. B. Ich glaube an den Vater (Kommt atmet auf 088)
  • Anfragen an den Gottesglauben: Glaube und Naturwissenschaft; ggf. auch kritische Auseinandersetzung mit Religionskritik, Atheismus, Gottesbeweisen
  • Umgang mit Glaubenszweifeln: Theodizee-Frage anhand der Hiob-Geschichte und aktueller Ereignisse bzw. persönlicher Erfahrungen; ggf. Erinnerung an Zuspruch bei Taufe oder Konfirmation

ER11 Lernbereich 2: Verantwortung übernehmen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben an konkreten Beispielen aus ihrer Lebenswelt das Spannungsfeld von Freiheit und Verantwortung.
  • diskutieren die Notwendigkeit sozialen Handelns im Zusammenleben von Menschen und begründen, inwiefern Christen in besonderer Weise zur Übernahme politischer und gesellschaftlicher Mitverantwortung aufgerufen sind.
  • erläutern Schritte ethischer Urteilsfindung und wenden diese auf einen konkreten ethischen Konfliktfall an.
  • diskutieren am gewählten Beispiel Handlungsalternativen, Motive und Konsequenzen und vertreten auch in Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben eine eigene Position.
  • reflektieren Schuld und Versagen als eine mögliche Folge allen Handelns und entwickeln angesichts des Zuspruchs der Vergebung Ideen zu einem lebensdienlichen Umgang mit den Folgen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Spannungsfeld von Freiheit und Verantwortung beim Wechsel der Lebensphasen, z. B. im Zusammenleben in der Familie, in Beziehungen, in der Phase der schulischen und beruflichen Orientierung
  • Begründung politischer und gesellschaftlicher Mitverantwortung: soziales Handeln und Mitverantwortung als christliche und demokratische Aufgabe, Engagement vor Ort (z. B. im Kontakt mit vor Ort engagierten Menschen, FSJ, BFD), Zivilcourage
  • Schritte ethischer Urteilsfindung, z. B. nach Heinz Eduard Tödt
  • ethischer Konfliktfall, z. B. aus dem persönlichen Lebensumfeld (Arbeit, Straßenverkehr, Familie etc.), anhand aktueller gesamtgesellschaftlich relevanter Fragestellungen am Lebensbeginn (Schwangerschaftsabbruch, PID, PND, Klonen), am Lebensende (Sterbehilfe, Patientenverfügung)
  • Umgang mit Schuld und Vergebung anhand biblischer Beispiele, z. B. Micha 7,18; Ps 32; Eph 4,32; 1 Joh 1,8-9