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Katholische Religionslehre 6 (vierstufige Wirtschaftsschule)

KR6 Lernbereich 1: Jesus von Nazareth – wer war er wirklich?
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • begründen aus biblischen und außerbiblischen Zeugnissen die Existenz Jesu, erfassen Land, politische Lage sowie Lebensbedingungen zur Zeit Jesu und stellen wichtige Stationen seines Lebens auf einer Karte dar.
  • stellen anhand des Passahfestes und des Tempeldienstes den Zusammenhang her, dass Jesus in jüdischer Frömmigkeit verwurzelt war.
  • vollziehen die Haltung Jesu gegenüber den Pharisäern und die Gründe nach, die zur Verurteilung Jesu führten.
  • verstehen die Reaktionen der Jünger auf die Erscheinung des Auferstandenen anhand des Markusevangeliums und finden eigene Zugänge zur Botschaft der Hoffnung.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Der historische Jesus: Erwähnung bei Flavius Josephus
  • Zeugnisse der Evangelien
  • Grundzüge jüdischer Frömmigkeit am Beispiel Jesu: Jesus als Zwölfjähriger im Tempel (Lk 2,41-52)
  • Glaube und Bedeutung der Pharisäer und Schriftgelehrten: Abreißen der Ähren am Sabbat, Heilung eines Mannes am Sabbat (Mk 2,23-3,6)
  • Die Rolle der Juden und Römer bei der Verurteilung und Kreuzigung: das Leiden und die Auferstehung (Mk 14-15)
  • Auferweckung Jesu als Quelle der Hoffnung: z. B. leeres Grab und Erscheinungen (Mk 16), Emmauserzählung (Lk 24,13-35), die Auferweckung Christi und das Heil (1 Kor 15,1-11)

KR6 Lernbereich 2: Menschen fragen nach Gott – auf der Suche nach Antworten
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vergleichen anhand von Bildbetrachtungen, von Gebeten und literarischen Texten Gottesvorstellungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und sind sich bewusst, dass sie von persönlichen Faktoren beeinflusst werden.
  • bewerten durch Vergleiche und kritische Auseinandersetzung die positive und negative Wirkung von Gottesbildern.
  • deuten Gotteserfahrungen im AT vor dem Hintergrund des Bilderverbots im Buch Exodus.
  • erklären aus der Beschäftigung mit ausgewählten Bibelstellen das Gottesbild Jesu und vergleichen es mit ihrem eigenen Gottesbild.
  • vollziehen den Glauben der Kirche an den dreieinen Gott nach und finden eigene Zugänge.
  • beziehen Stellung zur Botschaft vom liebenden Gott und übertragen die Bedeutung von Liebe, die ihnen nahestehende Menschen in ihrem eigenen Leben entgegenbringen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Darstellungen von Gott in Kunst und Literatur, altersgemäße Veränderungen
  • Gotteserfahrungen im AT: z. B. Gott zu Gast bei Abraham (Gen 18,1-10), Berufung des Mose (Ex 3,1-15), Moses vor dem Angesicht Gottes (Ex 33,18-23), Elija am Horeb (1 Kön 19,1-13a)
  • Jesu Rede von Gott: z. B. Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16), das Gebet des Herrn (Lk 11,2-4), das Gleichnis vom Festmahl (Lk 14,16-24)
  • Dreieinigkeit Gottes: Taufe Jesu (Mk 1,9-11)
  • Gott der Liebe: z. B. das Erbarmen Gottes (Weish 11,24-26), Gottes große Liebe (Hos 11,1-4.8-9), das Geschenk der Kindschaft Gottes (1 Joh 3,1f.)
  • Vollendung des Glaubens in der Liebe (1 Joh 4,7-16a)

KR6 Lernbereich 3: Ein Buch wie kein anderes: die Bibel
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entdecken das „Buch der Bücher“ als ganze Bibliothek, die ersten schriftlichen Zeugnisse und deren Entstehungsgeschichte.
  • vergleichen verschiedene Bibelausgaben und beurteilen die Stellung des Buchs gegenüber den neuesten Medien, indem sie die künstlerische Ausführung von Handschriften den digitalen Bibeln gegenüberstellen.
  • zeigen die Bereitschaft zur Wertschätzung der Bibel.
  • finden sich in der Bibel zurecht, indem sie verschiedene Schriften benennen.
  • erkennen, dass es nicht nur um das Aufschreiben von Geschichten geht, sondern auch um die Lebenshilfe, die in den Texten enthalten ist.
  • reflektieren, warum Menschen in der Bibel lesen und weshalb die Schriftlesung wichtiger Bestandteil des Gottesdienstes ist.
  • verstehen die Erzählung des Exodus als Herzstück alttestamentlicher Überlieferung und setzen sie in Beziehung zu Hoffnungen der Menschen auf Befreiung und Rettung.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Entstehung, Aufbau, Bedeutung, Wirkung und Vielfalt der Bibel: die Bibel – eine Bibliothek aus vielen Jahrhunderten
  • Buch Exodus: Rettung und Befreiung durch Gott: die Berufung des Mose (Ex 3), der Auszug aus Ägypten (Ex 12-18)

KR6 Lernbereich 4: Von Gott erwählt: König David
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • deuten die Geschichte von David und Goliath im Buch 1 Samuel unter dem Blickwinkel: „Der Stärkere hat nicht immer recht“, setzen diese Erzählung in Beziehung zu Streitigkeiten oder Mobbing in der Schule bzw. im privaten Umfeld.
  • sehen Mitmenschen, die sich in den Vordergrund spielen oder andere unterdrücken, mit anderen Augen und übertragen dies auf ihren Umgang mit anderen.
  • erkennen in der Salbung Davids zum König, dass Gott Menschen erwählt, übertragen deren Bedeutung auf sakramentale Feiern heute, bei denen Salbung eine zentrale Rolle spielt.
  • verstehen vor dem Hintergrund der Salbung Davids zum König, dass mit einer Salbung bestimmte Erwartungen verbunden sind und setzen dies mit ihrer eigenen Salbung bei der Taufe bzw. Firmung und deren Anspruch in Beziehung.
  • übertragen die Erkenntnis, dass Erfolg Freunde und Feinde bringt, auf ihr Umfeld und hinterfragen Erfahrungen wie Beliebtheit oder Neid.
  • erkennen anhand des Verstoßes Davids gegen Gottes Gebote, dass sie trotz Versagens von Gott nicht verstoßen werden und dass Reue die Verzeihung Gottes auch für sie heute bewirkt.
  • übertragen die Natanweissagung auf die Messiaserwartung und verstehen, dass sie aus christlicher Sicht durch das Kommen Jesu erfüllt wurde.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Gottes Beistand für die Schwachen am Beispiel Davids: David und Goliath (1 Sam 17,1-58)
  • Die Bedeutung der Salbung früher und heute: Davids Salbung zum König (1 Sam 16,1-13), der König (Dtn 17,14-20), Salbung bei Tauf- und Firmritus
  • Jonatan als Freund Davids (1 Sam 18-20)
  • Die Treue und Vergebung Gottes trotz schwerer Vergehen: David und Batseba (2 Sam 11,1-27), Gottes Strafe für David (2 Sam 12,1-24), Bitte um Vergebung und Neuschaffung (Ps 51)
  • Die Messiaserwartung: Die Verheißung an David (2 Sam 7,1-16)

KR6 Lernbereich 5: Neu sehen und verstehen: die verändernde Kraft des Hl. Geistes
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen Pfingsten als Geburtsfest der Kirche, die Geistsymbole sowie ihre Bedeutung und sind offen für Pfingsterlebnisse heute.
  • erklären die Unterschiede zwischen dem Leben und Wirken der jungen Gemeinden und dem heutigen Gemeindeleben und erkennen Stärken und Schwächen früher und heute.
  • vollziehen den Weg des Paulus vom Christenverfolger zum Völkerapostel nach und verfolgen anhand biblischer Schriften und Landkarten von einer seiner Missionsreisen wichtige Stationen seiner Biografie.
  • zeichnen den Weg von der Sekte der Nazarener zur Weltreligion nach und erläutern Gründe für die Verbreitung und Verfolgung der Christen.
  • begründen die soziale Verantwortung und Armenfürsorge, vollziehen den Niedergang der antiken Götterwelt, die Infrastruktur des Römerreiches, die Ablehnung des Kaiserkults nach.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Der Heilige Geist und die Kirche: die Botschaft des Engels am leeren Grab (Mt 28,1-8), das Pfingstereignis (Apg 2,1-42)
  • Das Leben der Urgemeinde: z. B. das Leben der jungen Gemeinde (Apg 2,43-47), Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat, Gebet und Gütergemeinschaft der Urgemeinde (Apg 4,1-37), die Verhaftung des Stephanus (Apg 6,8-15), die Steinigung des Stephanus (Apg 7,54-60), Mahnung zur Einheit (1 Kor 1,10-13), Anweisungen für das Gemeindeleben (1 Thess 5,12-22)
  • Ggf. das Sakrament der Firmung
  • Das Leben und Wirken des Paulus: z. B. die Bekehrung des Saulus (Apg 9,1-31), das Apostelamt des Paulus (Gal 1-2,10), das Hohelied der Liebe (1 Kor 13)
  • Von der Urkirche zur Weltreligion: der Auftrag des Auferstandenen (Mt 28,19f.), das Apostelkonzil (Apg 15,1-35)
  • Kirche und soziale Verantwortung

KR6 Lernbereich 6: Alles hat seine Zeit: Zeit haben für sich und andere
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beurteilen, was sie mit ihrer Zeit machen, wofür sie mehr Zeit haben möchten, ordnen und bewerten ihre Beschäftigungen nach persönlicher Gewichtung.
  • verstehen anhand von Symbolen und Erzählungen, dass kostbare Erlebnisse oder Begegnungen Zeit brauchen, und übertragen dies auf ihren Umgang mit Freizeit und Menschen.
  • reflektieren ihre Erwartungen an eine gute Freundschaft, deren Voraussetzungen, Bedeutung, Gestaltungsmöglichkeiten und überdenken gute und schlechte Erfahrungen.
  • verstehen, dass Alleinsein Gefahren und Chancen in sich birgt, und prüfen vor diesem Hintergrund mögliche Sucht- und Fluchtbewegungen in Konsum und Medienwelt.
  • reflektieren die Begrenztheit der Lebenszeit, begreifen anhand ausgewählter Bibelstellen die Verantwortung bewusster zu leben und übertragen diese Erkenntnisse auf ihr Leben, um ihre Zeit sinnvoll zu nutzen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Die Bedeutung von Zeit: Alles hat seine Stunde (Koh 3,1-8), der ewige Gott – der vergängliche Mensch (Ps 90), die Größe Gottes (Sir 18,9-11)
  • Symbole wie Sanduhr und Metronom als Zeichen der Vergänglichkeit von Zeit
  • Der sinnvolle Gebrauch von Zeit und Freizeit in Abgrenzung zur Suchtgefahr, vor allem beim Umgang mit den elektronischen Medien
  • Zeit für Gemeinschaft und für echte statt virtuelle Begegnung
  • Sinnvoller Umgang mit Medien aus der Perspektive christlicher Lebensverantwortung
  • Zeit als Gabe und Aufgabe: das Gute tun (Gal 6,9f.), nutzt die Zeit (Eph 5,16a), das Gleichnis vom anvertrauten Geld (Mt 25,14-30)