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Geschichte/Sozialkunde 8 (dreistufige Wirtschaftsschule)

GSk8 Lernbereich 1: Rekurs: Die Entwicklung der politischen Mitbestimmungsmöglichkeiten vom Absolutismus bis hin zur Aufklärung als Grundlage für unsere moderne Demokratie
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vergleichen das Menschenbild der Antike, des Mittelalters, der Neuzeit und des Absolutismus bis hin zur Aufklärung und erkennen dabei, dass letzteres die Grundlage unseres heutigen Wertesystems ist.
  • ermitteln sowohl die Gründe für die Nachahmung, als auch für die Weiterentwicklung des Absolutismus durch die Reichsfürsten und bewerten die sich daraus ergebenden gesellschaftlichen Folgen.
  • beurteilen die Rolle der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika für die Entwicklung demokratischer Staatsformen der Neuzeit.
  • ordnen die Bedeutung der Französischen Revolution für unsere heutige Gesellschaft und politische Kultur ein.
  • übertragen ihre Kenntnisse über den nicht linearen Verlauf der Französischen Revolution auf Revolutionen der Gegenwart, um vergleichbare aktuelle Entwicklungen nachvollziehen zu können.
  • beurteilen auf der Basis des Vergleichs von Absolutismus und unserer heutigen Demokratie in Deutschland die Partizipationsmöglichkeiten der Bürger und die Notwendigkeit der Gewaltenteilung.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • wichtige Vertreter und grundlegende Prinzipien der Aufklärung
  • aufgeklärter Absolutismus in Deutschland: z. B. Preußen unter König Friedrich II. oder das Königreich Bayern unter Max I.
  • Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika (Unabhängigkeitskrieg und Verfassung) und deren Auswirkungen auf Europa
  • Gesellschaftsaufbau im absolutistischen Frankreich (z. B. Stände: Adel, Klerus, Bürger und Bauern) und Partizipationsmöglichkeiten
  • Französische Revolution: wichtige Beweggründe, grober Verlauf einzelner Phasen, z. B. Napoleonische Ära
  • Napoleonische Hegemonie in weiten Teilen Europas
  • grundlegende Begriffe: Aufklärung, Gewaltenteilung: gesetzgeberische, ausführende und richterliche Gewalt, Menschenrechte, Mitwirkungsrechte, Revolution

GSk8 Lernbereich 2: Die Anfänge einer Demokratiebewegung in Deutschland
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bewerten den Einfluss der Ergebnisse des Wiener Kongresses auf die Entwicklung von Liberalismus und Nationalismus.
  • nutzen den Vergleich des damaligen Systems der Unterdrückung im Deutschen Bund mit heutigen autoritären Staaten, um den Wert der grundgesetzlich garantieren Menschen- und Bürgerrechte einschätzen zu können.
  • beurteilen vor dem Hintergrund des politischen Einsatzes von Bürgern im Deutschen Bund und dem politischen Desinteresse vieler Menschen in der Biedermeierzeit die Bedeutung politischen Engagements für die Erlangung und Bewahrung der Demokratie.
  • bewerten die Rolle der Revolution von 1848 im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Demokratie in Deutschland.
  • übertragen ihre Kenntnisse der Ursachen der Massenauswanderung aus Deutschland im Anschluss an die gescheiterte Revolution von 1848 auf aktuelle Migrationsbewegungen.
  • analysieren anhand von Beispielen klassizistischer Architektur die jeweilige Intention der Bauherren und vergleichen diese mit früheren Epochen und zeitgenössischen Bauwerken.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Wiener Kongress: Territoriale Bestimmungen, Gründung des Deutschen Bundes
  • gegensätzliche Legitimationskonzepte sowie Partizipationsmöglichkeiten im Deutschen Bund
  • massive staatliche Eingriffe (z. B. Karlsbader Beschlüsse) in die Menschen und Bürgerrechte
  • Wunsch der Bevölkerung nach freien Wahlen, einer liberalen Verfassung und nationaler Einheit im Vormärz
  • Demonstrationen als Mittel politischer Meinungsäußerungen (z. B. Barrikadenkämpfe), Verlauf der Revolution 1848
  • politisches System der BRD mit dessen Mitbestimmungsmöglichkeiten (z. B. Demonstrationsrecht)
  • Verfassungsentwurf der Paulskirche, Gründe für das Scheitern der Revolution
  • Emigration (politische und wirtschaftliche Motive, Auswanderungsziele) als zentrales Phänomen des 19., 20. und auch 21. Jahrhunderts.
  • Architektur als Mittel zur Herrschaftslegitimation und -repräsentation des Hauses Wittelsbach
  • grundlegende Begriffe: Demonstration, Migration, politische Teilhabe, Nationalismus, Liberalismus

GSk8 Lernbereich 3: Wandel der Arbeits- und Lebenswelt
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren den Zusammenhang zwischen Ursachen und Folgen demographischer Entwicklungen im 19. Jahrhundert und wenden ihre Erkenntnisse auf die heutige Situation Deutschlands an.
  • nutzen ihr Wissen über die Wirtschaftspolitik König Ludwigs I. und von König Max II., um die damalige Modernisierung Bayerns mit aktuellen technischen Innovationen zu vergleichen und zu bewerten.
  • übertragen den Zusammenhang zwischen den technischen Neuerungen der industriellen Revolution und den daraus folgenden Veränderungen für die damalige Arbeits- und Lebenswelt auf aktuelle informationstechnische Innovationen und ihre Auswirkungen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Bevölkerungswachstum sowie -wanderung durch medizinischen, gesellschaftlichen und landwirtschaftlichen Fortschritt
  • Demographie und sozioökonomischer Wandel in einer Gesellschaft
  • Ausbau der bayerischen Verkehrswege (z. B. Ludwig-Donau-Main-Kanal oder Eisenbahn Nürnberg-Fürth)
  • Arbeit im Wandel der Zeit: Anfänge der Industrialisierung in England und im Deutschen Bund.
  • Technologischer Wandel: Erfindung der Dampfmaschine, Mechanisierung als Basis für moderne Massenproduktion und die Industriegesellschaft
  • Grundlegende Begriffe: industrielle Revolution, digitale Revolution, Industrialisierung

GSk8 Lernbereich 4: Verfassung, Sozialpolitik und Alltag im Deutschen Kaiserreich
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • ordnen die Bedeutung der Einigungskriege für das zukünftige Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und seinen Nachbarländern ein, um den Wert der heutigen europäischen Einigung zu beurteilen.
  • beurteilen den Umfang der in der Verfassung von 1871 verankerten demokratischen Mitwirkungsrechte vor dem Hintergrund der heutigen Möglichkeiten der politischen Teilhabe in der BRD.
  • nutzen den Vergleich der Interessen von Arbeitgebern und -nehmern während der Industrialisierung, um den Wert unseres heutigen Sozialstaates und des Schutzes von Arbeitnehmerrechten beurteilen zu können.
  • übertragen die Motive und Auswirkungen der Bismarckschen Sozialgesetze sowie der weiteren Lösungsversuche der „Sozialen Frage“ auf sozialpolitische Fragestellungen und Probleme der Gegenwart.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Ursachen für die Einigungskriege und ihre Folgen
  • friedensstiftende Wirkung der EU
  • Reichsgründung in Versailles
  • Kennzeichen der deutschen Reichsverfassung von 1871 und heutige Möglichkeiten der politischen Teilhabe
  • Arbeitswelt: Entwicklung des Streik-, Arbeitsrechts und des Tarifsystems
  • Gewerkschaften als Interessensvertretung, Entstehung der Sozialdemokratie
  • christliche, gewerkschaftliche, unternehmerische und politische Lösungsversuche der „Sozialen Frage“
  • Legitimation einer Regierung durch ihre Sozialpolitik (z. B. Sozialversicherungen Bismarcks zur Befriedung der Arbeiterschicht)
  • grundlegende Begriffe: Sozialgesetze, Deutsches Kaiserreich, Soziale Frage

GSk8 Lernbereich 5: Methodenkompetenz (in die Lernbereiche 1 bis 4 zu integrieren)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen mündliche (historische Lieder, z. B. Lied der Deutschen), schriftliche, bildliche (z. B. frühe Fotografien aus dem Zeitalter der Industrialisierung) und gegenständliche Quellen, um Erkenntnisse über die Vergangenheit und die Gegenwart zu gewinnen.
  • erfassen unterschiedliche Aussagen von Karten (z. B. dynamische Geschichtskarten: Deutschland von 1815-1871), geben diese in ihren eigenen Worten wieder und setzen sie in Bezug zu den jeweiligen geschichtlichen Hintergründen.
  • beschreiben Schaubilder (z. B. Verfassungsschema der Vereinigten Staaten von Amerika), unterschiedliche Diagrammtypen (z. B. Lohnentwicklung während der Industrialisierung) und Statistiken, entnehmen zentrale Informationen und geben diese in eigenen Worten und notwendigen Fachbegriffen wieder.
  • verstehen Textquellen (z. B. parlamentarische Reden), entnehmen daraus die wesentlichen Inhalte und analysieren deren jeweilige Intentionen.
  • beschreiben politischen Karikaturen (z. B. Bismarckdarstellungen im engl. Magazin „Punch“), geben deren Aussagen in ihren eigenen Worten wieder und werden sich dabei bewusst, dass diese Art von Darstellungen eine bestimmte ironisch-satirische Aussageabsicht aus einem bestimmten Blickwinkel wiedergeben.
  • analysieren epochentypische Architektur von Repräsentations- und Funktionsbauten (z. B. Berliner Mietskasernen des 19. Jhd.) und grenzen deren Merkmale von denen gegenwärtiger Bauten ab, z. B.mit einer heutigen typisch städtischen Mietswohnung.
  • vergleichen die Art der Darstellung historischer Ereignisse in Jugendbüchern, Filmen und Serien mit historischen Sachtexten und deren unterschiedliche Wirkung.