Lehrplan PLUS

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Englisch

1 Selbstverständnis des Faches Englisch und sein Beitrag zur Bildung
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Im Englischunterricht am Sonderpädagogischen Förderzentrum erwerben die Schülerinnen und Schüler Sprachkenntnisse und entwickeln Fertigkeiten, um in Alltagssituationen kommunikatives Handeln zu zeigen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in die die Vielfalt der englischsprachigen Welt, vergleichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der englischen und der deutschen Kultur und Sprache sowie anderer Erstsprachen und lernen mit einer multikulturellen Wirklichkeit offen und tolerant umzugehen. Dadurch erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Sprachbewusstheit (language awareness) und lernen die englische Sprache als weltweites Verständigungsmittel kennen.

Die Basis des Englischunterrichts bilden anschaulich konkret und mit authentischen Materialien gestaltete Lernsituationen, deren Ausgangspunkt die Lebens- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler ist und die deren Interessen aufgreifen und vertiefen. Kompetenzorientierter Englischunterricht bereitet die Schülerinnen und Schüler auf reale Begegnungssituationen mit Englisch sprechenden Personen vor. Der Unterricht in der Grundschulstufe aktiviert ein grundlegendes Repertoire an Redemitteln, um sicherzustellen, dass sich die Kinder altersgemäß mit den ihnen zur Verfügung stehenden sprachlichen Mitteln verständigen können. Dabei werden alle Lernbereiche miteinander verknüpft und anwendungsbezogen genutzt. Die Erweiterung der Sprachkompetenzen in der Mittelschulstufe erfolgt situationsadäquat sowie themenbezogen. Außerschulische Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler mit der Fremdsprache Englisch werden im Sinne eines vergleichenden Lernens mit bereits vorhandenen Sprachen in der heterogenen Lerngruppe berücksichtigt.

Die Feststellung des individuellen Lern- und Entwicklungsstandes in den Kompetenzbereichen bildet die Grundlage für den gezielten Spracherwerb, indem diese Informationen für die Entscheidungen zur didaktisch-methodische Gestaltung der Lernsituationen liefert, die einen individualisierten Kompetenzzuwachs ermöglichen. Jedes Kind und jede Jugendliche bzw. jeder Jugendlicher erhält differenzierte Rückmeldungen, die den individuellen Lernprozess beratend würdigen, korrigierend begleiten und für den weiteren Lernfortschritt hilfreich sind. Ziel ist es, die Entwicklung der Selbsteinschätzungsfähigkeit zu unterstützen, Nachdenken über das eigene Sprachenlernen anzuregen und die Entwicklung effektiver Lernstrategien zu stärken. Ein sensibler Umgang mit Fehlern sowie positives Feedback, das kommunikativ-inhaltliche Aspekte würdigt und die Anstrengungen der Lernenden wertschätzt, stärkt ihr Selbstvertrauen und erhält ihre Sprach- und Mitteilungsfreude.

Der Unterricht berücksichtigt ritualisiertes und multisensorisches Lernen, häufige und vielfältige Übungen sowie regelmäßige Wiederholungen als sonderpädagogische Prinzipien. Die Lehrkraft strukturiert Lernsituationen und setzt digitale Medien zielgerichtet und sprachunterstützend ein. Den spezifischen Förderbedürfnissen und Grenzen der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers trägt die Gestaltung der Lernsituationen gebührend Rechnung. Vor allem im Bereich des mündlichen Sprachgebrauchs kommen Verfahren der sensiblen Fehlerbehandlung zum Einsatz.

Grundsätze des Englischunterrichts bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen sind im Bereich der mündlichen Kompetenzen neben einem hohen sprachlichen Input und häufiger Wiederholung auch ein reduziertes Sprachtempo sowie eine Segmentierung beim Vor- und Nachsprechen. Außerdem umfassen die Grundsätze vielfältige, das Nachsprechen erleichternde Übungen und ein verstärktes Einbringen rhythmischer Elemente. Lieder, Reime, Geschichten mit immer wiederkehrenden, gleichbleibenden Satzstrukturen und der verstärkte Einsatz von Mimik, Gestik und Körpersprache unterstützen den Kompetenzerwerb im Mündlichen. Sicherheit in der Anwendung gewährleisten auch pattern drills zum Satz-Training. In einer mehrspaltigen Tabelle sind flexibel verwendbare Einheiten in der Struktur Subjekt-Prädikat-Objekt verfügbar.

Im Bereich der schriftlichen Kompetenzen leistet lautes Vorlesen einen Beitrag zur Ausspracheschulung und Lesen sowie Schreiben dienen als Einpräge- und Merkhilfe. Unterstützend wirken beim Schreiben Aufgabenvarianten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden sowie Schreibprodukte auf basalem, lebenspraktischen Niveau.

Im Bereich Wortschatz, Formen und Funktionen erwerben die Schülerinnen und Schüler einen grundlegenden Wortschatz und ein elementares Regelwissen.

Im Bereich der landeskundlichen und interkulturellen Kompetenzen hilft anschauliches Arbeiten mit Bildmaterial, Filmen etc. und eine starke Vorentlastung der Themen. Die Orientierung der Themenauswahl an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler wirkt motivierend und die Reduktion von Themenanzahl und Inhaltsumfang gewährleistet eine erfolgreiche vertiefte Auseinandersetzung mit den für die Lernenden bedeutsamen Themen.

2.1 Kompetenzstrukturmodell
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Kompetenzstrukturmodell Englisch

Das Kompetenzstrukturmodell für Englisch orientiert sich an den Bildungsstandards für die erste Fremdsprache für den Hauptschulabschluss (2004) und den Bildungsstandards für die erste Fremdsprache für den Mittleren Schulabschluss (2003) und ist schulartübergreifend abgestimmt. Es zeigt die anwendungsbezogene Ausrichtung des Fremdsprachenunterrichts und umfasst sowohl Fertigkeiten und Einstellungen als auch grundlegendes Wissen.

Der Unterricht im Fach Englisch im Förderschwerpunkt Lernen konkretisiert das schulartübergreifende Kompetenzstrukturmodell in den Kommunikativen Kompetenzen und in den Interkulturellen Kompetenzen. Dabei werden die Kommunikativen Kompetenzen in Mündliche Kompetenzen und Schriftliche Kompetenzen sowie Wortschatz, Formen und Funktionen unterteilt. Die Mündlichen Kompetenzen enthalten die kommunikativen Fertigkeiten Hör- und Hörsehverstehen und Sprechen; zu den Schriftlichen Kompetenzen gehören Leseverstehen und Schreiben. Die kommunikative Fertigkeit Sprachmittlung als sinngemäßes Übertragen ist in beiden Bereichen vertreten. Sowohl die Kommunikativen Kompetenzen als auch die Interkulturellen Kompetenzen sowie die Methodischen Kompetenzen sind mit dem Kompetenzbereich Text- und Medienkompetenz verknüpft, der im Lehrplan für den Förderschwerpunkt Lernen nicht als eigenständiger Lernbereich abgebildet ist. Der Bereich Interkulturelle Kompetenzen umfasst auch landeskundliche Aspekte.

Das Kompetenzstrukturmodell des Faches Englisch erhält eine Erweiterung durch die vier Entwicklungsbereiche Motorik und Wahrnehmung, Denken und Lernstrategien, Kommunikation und Sprache sowie Emotionen und soziales Handeln, deren Zusammenwirken erfolgreiche Lernprozesse ermöglicht. Die persönlichen Ressourcen in den Entwicklungsbereichen sind die Grundlage für die Planung und Gestaltung von Lernsituationen. Dadurch ergeben sich Hinweise und Impulse für die kriterienorientierte Schülerbeobachtung und für die Feststellung des individuellen Entwicklungsstandes.

Kommunikative Kompetenzen
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Zu den Kommunikativen Kompetenzen gehören Kommunikative Fertigkeiten und das Verfügen über sprachliche Mittel.

Kommunikative Fertigkeiten
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Hörverstehen und Sprechen sind eng miteinander verknüpft. Die Auswahl der Sprachvorbilder orientiert sich an den sonderpädagogischen Förderbedürfnissen und betrifft sowohl die Sprache von Medienträgern bzw. computerbasierten Lernprogrammen als auch die Lehrersprache. Mimik und Gestik sowie der Einsatz von Anschauungsmaterialien erleichtern den Schülerinnen und Schüler das Verstehen. Wiederholtes Hören und Nachsprechen von Wörtern und Wendungen unterstützen die Lernenden dabei, elementare Satzbaumuster imitativ zu erfassen und sich einzuprägen. Der kommunikative Aspekt nimmt im Englischunterricht eine zentrale Rolle ein. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich dialogisch und monologisch zu äußern. Hierbei sind stets die individuellen sprachlichen Beeinträchtigungen zu berücksichtigen. Das allgemeine Sprachgefühl der Schülerinnen und Schüler wird durch den Einsatz geeigneter Medien geschult.

Lesen setzt die Vertrautheit mit dem Klangbild von Wörtern und Sätzen voraus. Im Anschluss daran lernen die Schülerinnen und Schüler das Schriftbild ausgewählter Wörter und Satzformeln kennen. Zuordnungsübungen von Wort und Bild sowie gelegentliches Abschreiben festigen den Zusammenhang zwischen Wortbild und Bedeutung. Das Mitlesen von gehörten Texten ist von großer Wichtigkeit: Das Schriftbild unterstützt das Gehörte, erleichtert die Zuordnung des Klangbildes und trägt gleichzeitig zum Einprägen des Schriftbildes bei. Die schriftliche Sprachproduktion ist nachrangig. Gleichwohl zielen alle Fördermaßnahmen in diesem Bereich darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler kurze Texte möglichst fehlerfrei abschreiben. Eigenständige und kreative Schreibleistungen werden jedoch angeregt, individuell gefördert und sensibel bewertet.

Beim mündlichen Sprachmitteln übertragen die Schülerinnen und Schüler sinngemäß einfache gehörte Aussagen in die englische bzw. in die deutsche Sprache, um andere beim Verstehen zu unterstützen. Beim sinngemäßen Übertragen geschriebener Texte erfolgt die Sprachmittlung nur aus dem Englischen ins Deutsche und beschränkt sich auf wesentliche Aussagen.

Verfügen über sprachliche Mittel
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Ein Repertoire an sprachlichen Mitteln bildet die Basis für die mündliche und schriftliche Verständigung in der Fremdsprache. Diese wirken beim Spracherwerb mit den mündlichen Kompetenzen zusammen und werden im Englischunterricht in ihrer Verschränkung mit diesen erworben. Aufbauend auf einem verlässlichen Mindestwortschatz, der verständlich ausgesprochen und intoniert wird, sowie auf den ersten Begegnungen mit sprachlichen Phänomenen, die sich situativ aus dem Unterricht ergeben und dem vertrauten Umgang mit einfachen grundlegenden Gesetzmäßigkeiten der englischen Sprache, erweitern und vertiefen die Schülerinnen und Schüler situations- und kontextbezogen sprachliche Mittel. Die Schülerinnen und Schüler erwerben diese, indem sie Wörter von geeigneten Vorlagen abschreiben (z. B. word cards), Nachschlagewerke und Lernhilfen aller Art nutzen, wiederkehrende Regelhaftigkeiten gezielt einsetzen (z. B. word order), Einprägestrategien anwenden (z. B. Karteikasten, word webs) und Medienträger sowie Computerprogramme zielgerichtet nutzen. Angeboten wird ein situationsadäquater themenbezogener Wortschatz. Darüber hinaus eignen sich die Lernenden einen unterschiedlich umfangreichen, interessensorientierten Individualwortschatz selbst an.

Die Schülerinnen und Schüler erwerben diese Fertigkeiten in der praktischen Anwendung. In situativen Sprechanlässen und abwechslungsreichen Interaktionsformen festigen sie erlernte Redemittel und erwerben kommunikative Strategien. Erlernte Kommunikationsmuster wenden sie situationsbezogen an. Die Schülerinnen und Schüler erwerben eine verständliche Aussprache und Intonation, indem sie möglichst oft authentische sprachliche Vorbilder hören und imitieren. Neben der Lehrkraft dienen vor allem authentische Sprecherinnen und Sprecher von medialen Tonträgern als sprachliche Vorbilder.

Neben Lauten und Lautkombinationen erfassen die Kinder beim Hören, Nachsprechen und freiem Sprechen wiederkehrende Wörter und Satzformel. Im Bereich Formen und Funktionen werden ausgewählte grammatikalische Strukturen in sinnvollen Sprachsituationen angeboten und haben stets dienende Funktion. Im Mittelpunkt des Englischunterrichts stehen der themenbezogene und persönliche Wortschatz. In diesem Zusammenhang erkennen die Schülerinnen und Schüler auch, dass die korrekte Aussprache und Intonation der Wörter wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kommunikation darstellen.

Text- und Medienkompetenzen
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Das konzentrierte und zielgerichtete Zuhören, z. B. bei Bearbeitung von Höraufträgen, bildet einen wichtigen Bestandteil des Englischunterrichts. Die Schülerinnen und Schüler finden Informationen in Texten, markieren diese und setzen diese in Handlungen um (z. B. Dialoge und Geschichten nachspielen). Die Schülerinnen und Schüler verstehen vorgegebene, mehrschrittige, bildgestützte Anweisungen und führen diese aus. Darauf aufbauend setzen sie sich mit gesprochenen und schriftlichen, auch einfachen authentischen Texten auseinander und nutzen geeignete Methoden und Texterschließungsmöglichkeiten, um englische Hör-/Hörseh- und Lesetexte trotz unbekannten Wortschatzes oder weniger vertrauter Thematik selbständig zu erschließen. Die Schülerinnen und Schüler bringen sich in Kommunikationsprozesse ein, reagieren auf Ansprache, nehmen Kontakt auf und können geschriebene Informationen versprachlichen.

Interkulturelle Kompetenzen
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Der Bereich der Interkulturellen Kompetenzen weckt das Interesse an der Begegnung mit der fremden Sprache und Kultur. Dies geschieht durch die Auswahl der einzelnen Themen, die sich an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler orientieren. Die Lernenden erwerben schwerpunktmäßig Kenntnisse über landesbezogene Besonderheiten Großbritanniens und der USA.

Methodische Kompetenzen
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Methodische Kompetenzen umfassen neben fachgemäßen auch fachspezifische Arbeitsweisen und Lerntechniken sowie Sprachlernstrategien, die im Englischunterricht im Förderschwerpunkt Lernen aktiv geübt und aufgebaut werden. Methodische Kompetenzen fokussieren auch verschiedene Hör- und Lesetechniken sowie Wege, den eigenen Lernfortschritt einzuschätzen und zu dokumentieren.

Motorik und Wahrnehmung
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Eine ablenkungsarme Zuhöratmosphäre und die Reduktion von Störgeräuschen fördern den Aufbau von Hörgerichtetheit für gezielte auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsprozesse. Ausspracheübungen und der zielgerichtete Einsatz der Gebärden der American Sign Language bzw. der British Sign Language unterstützen die akustische Differenzierung von englischen Lauten und deren Unterscheidung von deutschen Lauten. Akustische Signale und das Wiederholen von Wörtern in der Reihenfolge Englisch – Deutsch – Englisch ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, die auditive Wahrnehmung zu fokussieren, um z. B. Schlüsselwörter aus einem gesprochenen Text herauszuhören. Die Schülerinnen und Schüler üben die Bildung der englischen Laute und variieren dabei Lautstärke und Stimmlage, um englische Laute verständlich nachzusprechen.

Denken und Lernstrategien
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Auf der Grundlage vielfältiger Hör- und Leseerfahrungen bauen die Schülerinnen und Schüler individuelle Strategien auf, um gesprochene und geschriebene englische Sprache in Alltagssituationen zu verstehen. Thematische Vorentlastung und zusätzliche visuelle Hilfen fördern die Auseinandersetzung mit Hör- und Hörseh- sowie Lesetexten. Wort- und Schreibvorlagen, Satzstarter, Symbole für Wortarten und Wörterbücher ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, Gesetzmäßigkeiten der Satzbildung zu übertragen, um einfache kurze Formulare und Notizen sowie andere alltagsbedeutsame Schreibprodukte eigenständig auf Englisch zu verfassen. Die Rezeption von Handlungen, Ereignissen und Sachverhalten und deren zeitliche Einordnung erleichtern mediale Beispiele und Zeitleisten, die auch dazu dienen, diese mithilfe der englischen Sprache zu beschreiben, zu vergleichen und Abläufe und Schritte darzustellen.

Sprache und Kommunikation
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Sprachfördernder Unterricht regt zu aktivem Sprachgebrauch an und bietet Sprachlernprozesse auf verschiedenen Sprachebenen. Sprache und Sprechen ist dabei sowohl handlungsbegleitend als auch handlungsleitend zu verstehen. Die Schülerinnen und Schüler reagieren zielbezogen auf unterschiedlich lange und zunehmend komplexe englische Höreinheiten, z. B. auf Lieder, Verse und Gedichte, und führen einfache, in englischer Sprache gegebene Aufforderungen und Anweisungen aus, z. B. die Zuordnung von Bildern, Worten und Sätzen zu den entsprechenden Textabschnitten. Ausgehend von der Bild-Text-Kombination erschließen sie zunehmend selbständig entsprechend den individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten Handlungen und Aussagen in englischen Texten, die vorstrukturiert und vorentlastet sein können. In alltagsbezogenen kurzen Dialogen wenden die Schülerinnen und Schüler sprachliche Wendungen und Strukturen an, indem sie z. B. Wort- und Bildkarten als visuelle Gedächtnisstütze verwenden und brick words und substitution tables als Sprechvorlagen einsetzen.

Emotionen und soziales Handeln
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Die Schülerinnen und Schüler erleben durch die Auswahl englischsprachiger Hör-, Hörseh- und Lesetexte einen positiven Bezug zur fremden Sprache. Durch die wiederholte Anwendung ausgewählter Redemittel in einfachen und für die Lernenden bedeutsamen kommunikativen Strukturen bauen die Schülerinnen und Schüler ein Selbstkonzept auf, in dem sie sich als erfolgreiche Sprecherinnen und Sprecher wahrnehmen und Zutrauen in ihre sprachlichen Fähigkeiten entwickeln. Die Lehrkraft reagiert dabei auf sprachliche Äußerungen mit Wertschätzung und schafft damit ein vertrauensvolles Lernklima. Ritualisierte Redewendungen, z. B. classrom phrases, stellen verlässliche Mittel dar, mit denen die Schülerinnen und Schüler sicher um Hilfe bitten, auf einfache Fragen antworten und Wünsche und Anliegen äußern. Sie setzen sich anhand der englischen Sprache intensiver mit landeskundlichen und interkulturellen Aspekten auseinander, vergleichen diese mit dem eigenen Lebensumfeld und entwickeln dadurch Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Sprachen und Lebensweisen.

3 Aufbau des Fachlehrplans im Fach Englisch
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Der Fachlehrplan Englisch gliedert sich in die Lernbereiche

  • Mündliche Kompetenzen
  • Schriftliche Kompetenzen
  • Wortschatz, Formen und Funktionen
  • Landeskundliche und interkulturelle Kompetenzen

Der Bereich Entwicklungsbezogene Kompetenzen bezieht sich auf den individuellen Kompetenzerwerb auf der Grundlage der Förderplanung in den Jahrgangsstufen 3 bis 9.

Der Lernbereich Methodenkompetenzen beschreibt das Ergebnis des Lernprozeses in den Jahrgangsstufen 3 bis 9.

4 Zusammenarbeit mit anderen Fächern
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Der Englischunterricht ermöglicht vielfältige Verbindungen zu anderen Fächern, indem er dort behandelte Themen und Inhalte berücksichtigt. Ebenso können interkulturelle Elemente aus dem Englischunterricht in fächerverbindende Unterrichtseinheiten oder Projekte einfließen.

Mehrsprachige Schülerinnen und Schüler werden durch einen sprachsensiblen Unterricht beim erfolgreichen Kompetenzerwerb im Fach Englisch unterstützt.

5 Beitrag des Faches Englisch zu den übergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen
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Das Fach Englisch leistet Beiträge zu vielen der schulart- und fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen.

5.1 Sprachliche Bildung
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Der Englischunterricht bietet vielfältige Situationen zum differenzierten, situations- und partnerbezogenen Anwenden der englischen Sprache. Die Schülerinnen und Schüler festigen und erweitern dabei ständig ihre mündliche und schriftliche Sprachhandlungskompetenz. Die kontinuierliche sprachliche Bildung im Englischunterricht schafft wichtige Voraussetzungen für den schulischen und beruflichen Erfolg und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung.

5.2 Interkulturelle Bildung
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Die Interkulturelle Bildung wird im Englischunterricht durch die bewusste Auseinandersetzung mit kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden gefördert. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Fremdes wertschätzend und respektvoll wahrzunehmen und interkulturelle Begegnungen als bereichernd zu erleben.

5.3 Kulturelle Bildung
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Im Englischunterricht beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler wiederholt mit dem kulturellen Erbe der englischsprachigen Welt. Dadurch werden sie mit anderen ästhetischen Sichtweisen vertraut und lernen, ihre Wirklichkeit auch aus einer neuen Perspektive zu begreifen. In der Auseinandersetzung mit künstlerischen Leistungen der englischsprachigen Kulturen entwickeln die Schülerinnen und Schüler Zugänge zu Kunst und Kultur, die ihr Leben und ihre Persönlichkeit bereichern.

5.4 Berufliche Orientierung
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Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in der Mittelschulstufe zielgerichtet mit dem eigenen Berufswunsch auseinander und werden darin unterstützt, eine Vorstellung über verschiedene berufliche Möglichkeiten und Chancen zu erhalten. Im Englischunterricht erwerben sie einen grundlegenden individuell bedeutsamen englischen Fachwortschatz als Basis für die Bewältigung künftiger beruflicher Herausforderungen. Sie setzen sich mit englischen Mustern für Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf auseinander und üben typische Redemittel in verschiedenen Interviewsituationen.

5.5 Medienbildung/Digitale Bildung
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Die Schülerinnen und Schüler verwenden mediale/digitale Hilfsmittel als Recherche-, Kommunikations-, Gestaltungs- und Lernwerkzeuge im Englischunterricht. Sie setzen sich mit Vor- und Nachteilen digitaler und analoger Medien auseinander und lernen, diese jeweils zielgerichtet einzusetzen. Dadurch wird das selbst gesteuerte und entdeckende Lernen der Schülerinnen und Schüler gefördert. Gleichzeitig werden sie auch für urheber- und datenschutzrechtliche Fragen sensibilisiert.

5.6 Politische Bildung
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Im Englischunterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse über die wichtigsten Ereignisse der englischsprachigen Welt und erhalten Einblicke in die Wertesysteme unterschiedlicher ethnischer Gruppen. Dadurch wird ihre Bereitschaft zu einer vorurteilsfreien Verständigung und zu einem konstruktiven Miteinander auf lokaler, regionaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene ausgebaut.

5.7 Soziales Lernen
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Während der Zusammenarbeit in englischsprachigen Kommunikationssituationen, beispielsweise bei Rollenspielen, erleben die Schülerinnen und Schüler motivierende Ergebnisse eines rücksichtsvollen Umgangs miteinander, bei dem die Möglichkeiten und Bedürfnisse des Einzelnen geachtet werden. Sie erwerben die Fähigkeit der Perspektivenübernahme und lernen, sich verantwortungsbewusst in Partner- oder Gruppenarbeiten einzubringen und konstruktiv im Team zu kommunizieren.