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Ernährung und Soziales

1 Selbstverständnis des Faches Ernährung und Soziales und sein Beitrag zur Bildung
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Das berufsorientierende Wahlpflichtfach Ernährung und Soziales umfasst handlungsorientierte, praktische Aufgaben zur Bewältigung konkreter Alltagssituationen. Im Mittelpunkt steht dabei der Erwerb von Kompetenzen hauswirtschaftlicher Tätigkeiten sowie des sozialen Miteinanders.

Wesentliche Aspekte der Ernährung, der Gesundheitsförderung, der Verbraucherbildung und des Umweltbewusstseins im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung finden Berücksichtigung. Möglichkeiten zur fachbezogenen beruflichen Orientierung begleiten den Lernprozess. Mit seiner lebenspraktischen Ausrichtung, auch im Bereich der medialen Grundbildung, leistet das Fach einen Beitrag für den Erwerb von Medienkompetenz für den privaten und beruflichen Bereich.

Der Unterricht knüpft an das Alltagswissen und -können, die Lernerfahrungen und das individuelle Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler an. Außerdem werden deren Interessen und Vorlieben sowie aktuelle Anlässe und Trends durchgängig berücksichtigt.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich gemeinsam mit kompetenzorientierten Aufgabenstellungen problem- und handlungsorientiert auseinander. Die dabei gewonnenen Erfahrungen werden bei einer zielgerichteten Auswertung in Erkenntnisse überführt. Daraus leiten die Schülerinnen und Schüler Handlungshilfen und Strategien ab, entwickeln Lösungen und treffen eigenständig Entscheidungen. Die damit erworbenen Kompetenzen werden durch konsequentes Wiederholen, Üben und Übertragen auf neue Lebens- und Alltagssituationen weiterentwickelt.

Prozessorientiertes und kooperatives Lernen erfordert neben kompetenz- und methodenorientierter Unterrichtsgestaltung auch offene Unterrichtsformen, wie Vorhaben und Projekte. Die Schülerinnen und Schüler vollziehen dabei eine vollständige Handlung mit den Phasen der Planung, Vorbereitung, Durchführung, Präsentation und Reflexion.
Zur Vorbereitung der Projektprüfung ist eine projektorientierte Unterrichtsarbeit ab der Jahrgangsstufe 7 besonders in Kooperation mit dem Fach Wirtschaft und Beruf notwendig.

2.1 Kompetenzstrukturmodell
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Kompetenzstrukturmodell Ernährung und Soziales

Das Kompetenzstrukturmodell für das Fach Ernährung und Soziales erhält eine Erweiterung durch die vier Entwicklungsbereiche Motorik und Wahrnehmung, Denken und Lernstrategien, Kommunikation und Sprache sowie Emotionen und soziales Handeln, deren Zusammenwirken erfolgreiche Lernprozesse ermöglicht. Die persönlichen Ressourcen in den Entwicklungsbereichen sind die Grundlage für die Planung und Gestaltung von Lernsituationen.

Handeln
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Im berufsorientierenden Wahlpflichtfach Ernährung und Soziales erwerben die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen, die in ihren unterschiedlichen gesellschaftlichen Rollen Anwendung finden. Sie sind bereit und in der Lage, für soziale, hauswirtschaftliche und berufliche Sachverhalte – auch im Hinblick auf eine gesunde Lebensführung – Lösungen zu finden, begründete Entscheidungen zu treffen und diese vor dem Hintergrund einer persönlichen Lebensgestaltung praktisch umzusetzen.

Analysieren
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Die Schülerinnen und Schüler analysieren soziale, hauswirtschaftliche und die Ernährung sowie die Gesundheit betreffende Handlungssituationen und entwickeln individuelle Lösungswege. Dabei erfassen, strukturieren und systematisieren sie soziale, hauswirtschaftliche und berufliche Sachverhalte und verknüpfen diese mit vorhandenen Erfahrungen sowie bereits erworbenen Kompetenzen.

Kommunizieren
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Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren sach- und adressatengerecht in sozialen, hauswirtschaftlichen und beruflichen Situationen unter Verwendung der Fachsprache sowie geeigneter Methoden und Medien.

Beurteilen
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Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und bewerten soziale, hauswirtschaftliche und berufliche Entscheidungen und Prozesse vor dem Hintergrund ökonomischer, ökologischer, gesundheitsrelevanter und sozialer Wertvorstellungen. Sie leiten daraus Konsequenzen für die Bewältigung sozialer, hauswirtschaftlicher und beruflicher Handlungssituationen ab.

2.3 Gegenstandsbereiche
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Zusammenleben und Zusammenarbeiten, Ernährung und Gesundheit, Umwelt- und Verbraucherschutz, Arbeitsprozesse und Arbeitstechniken, Berufsorientierung und mediale Grundbildung sind die Gegenstandsbereiche des berufsorientierenden Wahlpflichtfaches Ernährung und Soziales.

Zusammenleben und Zusammenarbeiten
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Dieser Gegenstandsbereich ermöglicht sowohl ein soziales Miteinander durch Interaktion und Kommunikation beim Arbeiten im Team und in der Gemeinschaft als auch ein Erkennen und Reflektieren der eigenen Stärken und Schwächen durch Selbst- und Fremdeinschätzung. Dadurch werden Verhaltensweisen erlernt, geübt, ggf. korrigiert und somit das Zusammenleben und Zusammenarbeiten im Kontext Schule und Familie, Beruf und Freizeit optimiert.

Ernährung und Gesundheit
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In diesem Gegenstandsbereich stehen Ernährungsbildung und Gesundheitsförderung im Mittelpunkt. Das Wissen um gesundheitsfördernde, nachhaltige sowie sozialverträgliche Verhaltensweisen befähigt die Schülerinnen und Schüler zu einem selbstbestimmten, verantwortungsbewussten und genussvollen Ernährungshandeln im Alltag.

Umwelt- und Verbraucherschutz
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Verantwortungsbewusster Umgang mit Umwelt und Natur sowie mit wirtschaftlichen Ressourcen soll ein entsprechendes Verbraucherverhalten herbeiführen. Im Sinne der Nachhaltigkeit erlangen die Schülerinnen und Schüler Einsicht in die lokalen und globalen Folgen ihres ökologischen und ökonomischen Verhaltens. Somit werden sie auf ihre zukünftige selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Teilnahme am Marktgeschehen vorbereitet.

Arbeitsprozesse und Arbeitstechniken
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Fachangemessene Arbeitstechniken sind die Basis für die im Arbeitsprozess vollzogenen Arbeitsschritte. Vielfältige Arbeitsprozesse werden im berufsorientierenden Wahlpflichtfach Ernährung und Soziales initiiert, geplant, durchgeführt sowie reflektiert und tragen zur Förderung von Alltagskompetenzen bei.

Berufsorientierung
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Den Schülerinnen und Schülern werden vielfältige Möglichkeiten zum Erwerb fachlicher, methodischer, sozialer und personaler Kompetenzen für die weitere schulische Laufbahn und die Berufswelt geboten. Sie erhalten aber auch die Chance, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse über Berufe im hauswirtschaftlichen und sozialen Bereich zu intensivieren und berufsspezifische Kompetenzen zu stärken.

Mediale Grundbildung
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Dieser Gegenstandsbereich bereitet die Schülerinnen und Schüler auf die selbständige, rechtmäßige und verantwortliche Teilnahme an der Medien- und Informationsgesellschaft vor. Sie wenden die Bandbreite der Kommunikationstechnik fachgerecht an, um Informationen zu beschaffen, zu verarbeiten, darzustellen, zu speichern und zu präsentieren.

Motorik und Wahrnehmung
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Der Unterricht im Fach Ernährung und Soziales fördert Fähigkeiten in den Bereichen Motorik und Wahrnehmung, dabei liegt der Schwerpunkt auf feinmotorischen Bewegungsabläufen.

Der fachgerechte Umgang mit Arbeitsgeräten und Lebensmitteln erfordert neben Präzision auch eine sichere Auge-Hand-Koordination und Raum-Lage-Wahrnehmung. Die Schülerinnen und Schüler führen routinierte Arbeitsvorgänge zunehmend selbständig durch und überprüfen die Qualität und Genauigkeit ihrer Ergebnisse. Neben der haptischen Wahrnehmung sensibilisieren die Schülerinnen und Schüler im Unterricht den Geschmacks- und Geruchssinn, sie unterscheiden und verbalisieren subjektive Eindrücke.

Im Hinblick auf die Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen bilden ausreichende feinmotorische und grobmotorische Fähigkeiten sowie ausreichende visuelle und akustische Wahrnehmungsfähigkeit die Voraussetzung für den sicheren und fachgerechten Umgang mit Werkzeugen, Arbeitsgeräten und Maschinen.

Denken und Lernstrategien
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Das Visualisieren und Verbalisieren von Handlungsabfolgen fördert selbstgesteuertes Verhalten und die Einhaltung von Reihenfolgen. Durch das Verwenden von Piktogrammen oder Bildern können die Schülerinnen und Schüler optisch geleitet Werkzeuge, Arbeitsgeräte und Materialien ordnen, einräumen und dabei Fachbegriffe verwenden. Erfolgserlebnisse und die Reflexion eigener Stärken auch im Austausch mit anderen fördern Leistungsmotivation und Selbständigkeit und geben Raum für ein zunehmend realitätsorientiertes Zeitmanagement. Die Rhythmisierung zwischen theoretischen und praktischen Tätigkeiten ermöglicht einen Ausbau der Konzentrationsfähigkeit und des kreativ-problemlösenden Denkens.

Notwendige Hygienebestimmungen am Arbeitsplatz sowie die Vorgaben der Arbeitsschritte von Rezeptanweisungen bewältigen die Schülerinnen und Schüler zunehmend selbständig und übertragen ihre Erkenntnisse auf neue Situationen und Herausforderungen.

Kommunikation und Sprache
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Für das Beschreiben von Handlungsabläufen und von Reihenfolgen, bei der Präsentation von Arbeitsergebnissen, für das Erläutern von Farbe, Form und Anordnung eines Arbeitsproduktes sowie für das Planen von Herstellungsprozessen verwenden die Schülerinnen und Schüler fachsprachlichen Wortschatz. Unterricht im Fach Ernährung und Soziales nutzt die Möglichkeit, Fachbegriffe in der praktischen Umsetzung kompetenzorientiert einzuführen und situationsbezogen einzusetzen.

Das Fach Ernährung und Soziales bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit anderen über die Durchführung eines Rezepts oder über soziale Aspekte auszutauschen. Vorlieben und Abneigungen beim Essen werden unter Einhaltung gemeinsam erarbeiteter Tischmanieren und Gesprächsregeln verbalisiert und angemessen diskutiert.

Emotionen und soziales Handeln
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Emotionen und soziales Handeln sind im Fach Ernährung und Soziales wesentlicher und permanenter Unterrichtsbestandteil. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen zunehmend Verantwortung für sich und die Lerngruppe. Offene Unterrichtssituationen, die strukturiert aufgebaut und ritualisiert eingeübt werden, bieten einen idealen Rahmen, um soziales Handeln mit Gleichaltrigen zu erproben und die Wirkung eigener Äußerungen und Handlungen wahrzunehmen, einzuschätzen und zu optimieren. Bei der Erarbeitung sozialer Umgangsformen spielt die Lehrkraft als Vorbild eine wesentliche Rolle. Das Selbstwertgefühl der Lernenden wird gefördert, indem erwünschte Verhaltensweisen positiv verstärkt werden.

Während der selbständigen Arbeit beim Zubereiten von Speisen erweitern die Schülerinnen und Schüler Handlungsfähigkeit und Alltagskompetenz, was zu einer autarken Lebensweise beiträgt. Die selbstkritische Reflexion eigener Arbeitsergebnisse und Arbeitsprozesse in der Gruppe, auch unter Anleitung der Lehrkraft, führt zu einer verbesserten Selbsteinschätzung und steigert die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler.

Das gemeinsame, projektorientierte Vorgehen unterstützt das Gruppengefühl und trägt zum Aufbau von Teamfähigkeit bei.

3 Aufbau des Fachlehrplans im Fach Ernährung und Soziales
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Die entwicklungsbezogenen Kompetenzen in den Bereichen Motorik und Wahrnehmung, Denken und Lernstrategien, Sprache und Kommunikation, Emotionen und soziales Handeln bilden die Grundlage für den individuellen Kompetenzerwerb im Fach Ernährung und Soziales.

Der Fachlehrplan im berufsorientierenden Wahlpflichtfach Ernährung und Soziales gliedert sich in die Lernbereiche Zusammenleben und Zusammenarbeiten, Ernährung und Gesundheit, Umwelt- und Verbraucherschutz, Arbeitsprozesse und Arbeitstechniken, Berufsorientierung und mediale Grundbildung, die auch den Gegenstandsbereichen des Kompetenzstrukturmodells entsprechen.

Es ist erforderlich, Lernbereiche durchgängig sinnvoll zu vernetzen, um damit handlungsorientiertes Arbeiten mit nachhaltigem Kompetenzerwerb zu ermöglichen.

Der Lernbereich Berufsorientierung findet sich, fachspezifisch angepasst, in allen berufsorientierenden Wahlpflichtfächern wieder. Durch vorbereitende, begleitende und reflektierende Maßnahmen unterstützt das berufsorientierende Wahlpflichtfach Ernährung und Soziales den individuellen Berufsorientierungsprozess der Schülerinnen und Schüler. Somit wird ein ergänzender Beitrag zur Berufsfindung, zu einem erfolgsversprechenden Bewerbungsprozess und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsreife geleistet.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen und erweitern die im Fach Werken und Gestalten sowie im berufsorientierenden Wahlpflichtfach Wirtschaft und Kommunikation erworbenen Kompetenzen zur medialen Grundbildung, um den wechselnden Anforderungen der Mediengesellschaft gerecht zu werden. Dabei steht die sachgerechte Nutzung allgemeiner wie auch fachspezifischer Computeranwendungen im Fokus.

Die Einbindung von Fachkräften und Experten in den Unterricht sowie der Besuch außerschulischer Lernorte (z. B. Einkaufsstätten, Betriebe oder Institutionen) ermöglichen Einblicke in die Arbeits- und Lebenswelt und unterstützen somit den Kompetenzerwerb der Schülerinnen und Schüler in vielfältigen Bereichen.

4 Zusammenarbeit mit anderen Fächern
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Das berufsorientierende Wahlpflichtfach Ernährung und Soziales bildet mit dem Fach Wirtschaft und Beruf sowie den berufsorientierenden Wahlpflichtfächern Technik und Wirtschaft und Kommunikation das Lernfeld Berufsorientierung. Deshalb ist eine fächerübergreifende Zusammenarbeit mit dem Ziel der Projektprüfung, insbesondere mit dem Leitfach Wirtschaft und Beruf, von entscheidender Bedeutung. Themen aus dem Fach Wirtschaft und Beruf können praktisch aufgegriffen und exemplarisch umgesetzt werden. Auch berufsorientierende Maßnahmen erfordern kooperatives Arbeiten in diesem Lernfeld.

Die allgemeinbildenden Fächer Deutsch und Mathematik vermitteln grundlegende Kompetenzen zur Lebensbewältigung. Im berufsorientierenden Wahlpflichtfach Ernährung und Soziales übertragen die Schülerinnen und Schüler diese Kompetenzen auf fachbezogene Aufgaben. So basieren das sinnerfassende Lesen von Rezepten, Gebrauchsanleitungen und Leittexten oder das Recherchieren, Aufbereiten und Präsentieren von Informationen etc. auf den erworbenen Fähigkeiten aus dem Fach Deutsch.

Mehrsprachige Schülerinnen und Schüler werden beim Erwerb der Fachsprache dahingehend unterstützt, dass sie sich in deutscher Sprache über fachliche Inhalte austauschen und verständigen können.

Aus dem mathematischen Bereich können Grundlagen, wie die Berechnung von Zutatenmengen, die Abrechnung von Einnahmen und Ausgaben oder die Umrechnung von Maßeinheiten, übernommen werden.

Im Fach Geschichte/Politik/Geographie werden die Schülerinnen und Schüler u. a. mit wirtschaftlichen und ökologischen Themen konfrontiert. Diese finden sie auch im berufsorientierenden Wahlpflichtfach Ernährung und Soziales wieder, wie z. B. Herkunft von Waren oder Maßnahmen zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Die Fächer Natur und Technik sowie Sport weisen ebenso Inhalte aus, die im berufsorientierenden Wahlpflichtfach Ernährung und Soziales erweitert und vertieft werden. Aus dem Fach Natur und Technik sind Faktoren aufzugreifen, die den gesundheitlichen Wert von Lebensmitteln bestimmen oder die allgemeingültigen Grundsätze einer gesunden Ernährung beeinflussen. Mit dem Fach Sport kann der Zusammenhang zwischen Ernährung und Bewegung, Gesundheit und Leistungsfähigkeit thematisiert werden.

In den Fächern Katholische Religionslehre, Evangelische Religionslehre und Ethik setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Grundfragen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Leben und Körper, der Bewahrung von Natur und Schöpfung, Gestaltung von Gemeinschaft und Zusammenleben sowie mit Festen und Bräuchen verschiedener Kulturkreise auseinander. Im berufsorientierenden Wahlpflichtfach Ernährung und Soziales erleben sie diese Vielfalt beispielsweise beim Zubereiten landestypischer Speisen, durch unterschiedliche Gepflogenheiten bei Tisch oder durch das Kennenlernen von Festen und Bräuchen.

5.1 Alltagskompetenz und Lebensökonomie
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Alle Gegenstandsbereiche des Faches Ernährung und Soziales ermöglichen den Erwerb von Alltagskompetenzen und Lebensökonomie. Die fünf Handlungsfelder Gesundheit, Ernährung, Haushaltsführung, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten und Umweltverhalten des übergreifenden Bildungs- und Erziehungsziels Alltagskompetenz und Lebensökonomie finden sich in den Grundlegenden Kompetenzen sowie in den Kompetenzerwartungen und Inhalten des Fachlehrplans wieder.

Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

5.2 Gesundheitsförderung
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Im Gegenstandsbereich Ernährung und Gesundheit werden Grundsätze einer gesunden Ernährungsweise in Zusammenhang mit anderen Faktoren, wie beispielsweise Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit, gebracht und bei der Zubereitung entsprechender Speisen und Getränke berücksichtigt. Aspekte der Gesundheitsförderung finden dabei durchgängig Beachtung.

5.3 Soziales Lernen
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Das übergreifende Bildungs- und Erziehungsziel Soziales Lernen ist im Gegenstandsbereich Zusammenleben und Zusammenarbeiten verankert und damit eines der Grundanliegen des berufsorientierenden Wahlpflichtfaches Ernährung und Soziales.

5.4 Ökonomische Verbraucherbildung
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Die Ökonomische Verbraucherbildung ist ein Schwerpunkt im Gegenstandsbereich Umwelt- und Verbraucherschutz. Durch vielfältige Handlungssituationen und damit verbundene Aufgabenstellungen, wie Lebensmitteleinkauf, Haushaltsbuchführung, Einsatz von Geräten etc., erlangen die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen verantwortungsbewusster Verbraucherinnen und Verbraucher.

5.5 Bildung für Nachhaltige Entwicklung (Umweltbildung, Globales Lernen)
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Der ökologische Wert von Lebensmitteln und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen sind wesentliche Aspekte im Gegenstandsbereich Umwelt- und Verbraucherschutz. Auch die Gegenstandsbereiche Ernährung und Gesundheit sowie Arbeitsprozesse und Arbeitstechniken bieten eine Vielfalt an handlungsorientierten Lern- und Erfahrungssituationen zu den Themenfeldern der Nachhaltigen Entwicklung (z. B. die Verwendung saisonaler und regionaler Lebensmittel oder der sinnvolle Einsatz und die Gebrauchswerterhaltung technischer Geräte).

5.6 Berufliche Orientierung
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Die Berufliche Orientierung findet in Kooperation innerhalb des Lernfeldes Berufsorientierung statt. Die Schülerinnen und Schüler lernen hier verschiedene Berufsbilder im hauswirtschaftlichen und sozialen Bereich kennen, entdecken diesbezüglich eigene Begabungen, Neigungen sowie Interessen und berücksichtigen diese bei der eigenen Berufsorientierung. Sie entwickeln für das Berufsleben wichtige Schlüsselqualifikationen (z. B. Teamfähigkeit, Methodenkompetenz, soziale Kompetenz) und zeigen die für das Arbeitsleben erforderlichen Werthaltungen im schulischen Alltag.

5.7 Kulturelle Bildung
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In ästhetisch-gestalterischen Aufgaben setzen die Schülerinnen und Schüler Grundsätze der Ess- und Tischkultur, wie Anrichten und Garnieren von Speisen und Getränken sowie die Tisch- und Raumgestaltung, individuell um. Wertvorstellungen Jugendlicher zur Ess- und Tischkultur im häuslichen und außerhäuslichen Umfeld werden in den Zusammenhang der sozialen und gesellschaftlichen Bedeutung des gemeinsamen Speisens gebracht.

5.8 Interkulturelle Bildung
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Interkulturelle Themen werden im berufsorientierenden Wahlpflichtfach Ernährung und Soziales durch die Zubereitung landestypischer Speisen und Getränken, durch die Gestaltung von Festen, bei der Brauchtumspflege etc. aufgegriffen.

5.9 Werteerziehung
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Ein grundlegender Wert bei Entscheidungen im Ernährungs- und Verbraucherverhalten stellt der Aspekt der Nachhaltigkeit dar. Daneben leistet auch ein verantwortungsbewusstes und respektvolles Verhalten untereinander einen wichtigen Beitrag zur Werteerziehung.

5.10 Sprachliche Bildung
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Bei der sozialen Interaktion im Lernprozess, beim sinnerfassenden Lesen von Texten oder Rezepten bzw. Anleitungen, bei Präsentationen oder Reflexionen, bei begleitenden Erklärungen zu Arbeitsdemonstrationen, aber auch beim Erlernen und Anwenden der Fachsprache wird die Sprachliche Bildung in allen Gegenstandsbereichen des Faches kontinuierlich gefördert.

5.11 Medienbildung/Digitale Bildung
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Die Schülerinnen und Schüler nutzen verschiedene Medien kritisch, verantwortungsbewusst und selbstbestimmt. Dabei arbeiten sie mit aktuellen Informations- und Medienangeboten und beachten die rechtlichen Bestimmungen (z. B. Datenschutz, Urheberrecht). Sie recherchieren zielgerichtet Informationen und verarbeiten diese bei der Gestaltung von Digital- und Printmedien, die sie sach- und adressatengerecht präsentieren.

5.12 Technische Bildung
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Die Schülerinnen und Schüler nutzen bei praktischen Aufgabenstellungen vielfältige technische Klein- und Großgeräte und setzen diese fach- und sicherheitsgerecht ein. Dabei gehen sie verantwortlich und nachhaltig mit Technik um.