Lehrplan PLUS

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Heimat- und Sachunterricht

1.1 Die Welt untersuchen und bewältigen
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Bildungswirksamer Heimat- und Sachunterricht muss von der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sowie deren Fragen, Interessen und Lernbedürfnissen ausgehen. Kinder erleben und erfahren ihre Umwelt in vielfältiger und unterschiedlicher Weise. Sie erwerben bereits vor dem Schuleintritt eine Vielzahl an Kenntnissen und Kompetenzen. Um sich Phänomene zu erklären, die sie in ihrem täglichen Leben beobachten, finden sie eigene subjektive Erklärungsansätze. Der Heimat- und Sachunterricht des Förderzentrums geht auf solche Präkonzepte der Schülerinnen und Schüler ein, macht sie ihnen bewusst und zeigt, wie sie zu überprüfen und – wo notwendig – zu modifizieren sind. Die Schülerinnen und Schüler nehmen so die Erscheinungen in ihrer natürlichen, sozialen und technischen Umwelt zunehmend differenziert wahr und erklären grundlegende Zusammenhänge begrifflich und sachlich zutreffend.

Um den unterschiedlichen Interessen und Voraussetzungen der Kinder gerecht zu werden, findet die Auseinandersetzung mit einem Thema in vielfältiger Weise statt, z. B. handelnd, über die Sinne, die Emotionen ansprechend und im Austausch mit anderen. Der Heimat- und Sachunterricht leistet in grundlegender Weise den Aufbau von Wissen und Methodenkompetenzen in mehreren Fachdisziplinen. Der Unterricht bahnt auf alters- und entwicklungsgemäße Weise ein planvolles und systematisches Vorgehen beim Beobachten und Entdecken naturwissenschaftlicher Phänomene an. Die Schülerinnen und Schüler erhalten einfache und grundlegende Zugänge zu sozialen und kulturellen, natur- und raumbezogenen, historischen und technischen Fragestellungen und entwickeln entsprechende Denkweisen und Methoden.

Handlungsorientierte und direkte Begegnungen (mit Menschen, Tieren und Pflanzen, Naturphänomenen, Werkzeugen, Gegenständen und Bauwerken auch an außerschulischen Lernorten) unterstützen die Kinder dabei, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auf ihren Alltag zu übertragen und diesen zunehmend selbständig zu bewältigen. Auch ihren Umgang mit Medien und ihr Konsumverhalten beschreiben und überdenken sie mit dem Ziel einer zunehmend verantwortungsbewussten Nutzung.

Lebenslanges Lernen erfordert unter anderem die Kenntnis und sichere Nutzung von Techniken der Informationsbeschaffung und -verarbeitung. Um eine nachhaltige Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen zu gewährleisten, muss die Schule Wege und Strategien zur Aneignung von Wissen vermitteln. Die Hinführung zu solch lebenslangen Lernprozessen wird besonders durch den Erwerb von Methodenkompetenzen angestrebt.

Im Mittelpunkt steht die systematische Entwicklung folgender grundlegender Methoden:

  • Sammeln und Ordnen
  • Beobachten und Betrachten
  • Fragen stellen
  • Planen
  • Texte und Bilder nutzen
  • miteinander sprechen
  • Ausprobieren und Experimentieren
  • Ergebnisse festhalten und darstellen

Methodisches Arbeiten ist deshalb die Basis für die Erschließung eines Lerninhalts. Die im Fachlehrplan beschriebenen Methodenkompetenzen erwerben und nutzen die Schülerinnen und Schüler besonders im Fach Heimat- und Sachunterricht sowie in der Mittelschulstufe in den Fächern Geschichte/Politik/Geographie und Natur und Technik. Der besondere Auftrag für die didaktische Konzeption des Unterrichts liegt in der Korrelation zwischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler einerseits und fachlich gesichertem Wissen andererseits. Diese beiden Pole kontrollieren sich im didaktischen und methodischen Auswahlprozess gegenseitig. Die Orientierung an den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler grenzt das Risiko ein, dass Fachorientierung im Unterricht zu erfahrungsleeren Begriffen und Merksätzen führt. Der Blick auf die methodischen und fachlichen Kompetenzen soll verhindern, dass sich der Unterricht auf Banalitäten und das Alltagswissen der Schülerinnen und Schüler beschränkt.

Kompetenzorientierte Aufgaben müssen so gestellt sein, dass sie allen Schülerinnen und Schülern ermöglichen, die Methoden durch selbständiges Handeln zu sichern. Durch eine gewissenhafte Einführung und Einübung jeder einzelnen Methode in geeigneten Unterrichts- und Sozialformen wenden die Schülerinnen und Schüler die Methode dem Lerninhalt entsprechend an und vernetzen sie mit anderen, bereits bekannten Methoden.

1.2 Bedeutung der Heimat
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Die Bedeutung von Heimat ergibt sich für Kinder vor allem aus der Vertrautheit mit ihrer unmittelbaren Umgebung und aus ihren sozialen Beziehungen. Der Familie kommt hier ein besonderer Stellenwert zu. Im Sonderpädagogischen Förderzentrum lernen die Schülerinnen und Schüler die Natur und Kultur ihres Lebens- und Erfahrungsraumes kennen (z. B. Wertschätzung der Tier- und Pflanzenwelt, der Landschaft auch unter geographischen Gesichtspunkten, der geschichtlichen Entwicklung, Brauchtum, Denkmäler), beschäftigen sich mit sozialen und politischen Strukturen (z. B. Familie, Klasse, Gemeinde) und mit altersgerechten Formen der aktiven Mitgestaltung (z. B. Umweltprojekte, Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit).

Darüber hinaus erweitern die Schülerinnen und Schüler wertschätzend ihren Blick auf andere Regionen und Länder und werden in ihrer Kompetenz gefördert, an einer Gestaltung ihrer Lebenswelt im Sinne einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung verantwortlich mitzuwirken. Im Austausch mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern sowie aus den Medien erfahren die Kinder, dass die Lebensbedingungen und die Lebensgestaltung Einzelner sehr unterschiedlich sein können. Hierbei erweitern sie ihren persönlichen Horizont, tolerieren und achten die Individualität ihrer Mitmenschen und erkennen, dass in deren Anderssein auch für sie selbst eine Bereicherung liegt.

1.3 Beitrag des Heimat- und Sachunterrichts zur Bildung
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Im Heimat- und Sachunterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler notwendige Grundlagen für die natur-, sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächer. Ihr eigenständiges und verantwortungsbewusstes, an einer nachhaltigen Entwicklung orientiertes Handeln wird gestärkt. Der Heimat- und Sachunterricht bietet vielfältige Gelegenheiten, die Schönheit der Natur, die Einzigartigkeit jedes Menschen, die Vielfalt und den Wandel in unserer Gesellschaft zu erleben sowie einen Grundbestand an möglichen Werten zu erkennen. Auch erwerben die Kinder Wissen um die eigene körperliche und seelische Entwicklung sowie um den Nutzen der Technik und gewinnen naturwissenschaftliche Erkenntnisse. Die Kompetenzerwartungen und Inhalte des Fachlehrplans für Heimat- und Sachunterricht tragen zur Bildung der Schülerinnen und Schüler bei. Bildung macht ganz wesentlich die Identität und Persönlichkeit eines Menschen aus. Bildung zeigt sich in solidarischem und verantwortungsvollem Handeln in der natürlichen, kulturellen, sozialen und technischen Umwelt und setzt einen bewussten, reflektierten und verständigen Umgang mit erworbenen Kompetenzen voraus.

2.1 Kompetenzstrukturmodell
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Kompetenzstrukturmodell Heimat- und Sachunterricht

Das Kompetenzstrukturmodell des Faches Heimat- und Sachunterricht richtet sich nach dem Perspektivrahmen Sachunterricht der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (2013). Die Begriffe im umgebenden Ring orientieren sich an den perspektivenübergreifenden Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen, die im Perspektivrahmen vorgestellt und erläutert werden. Innerhalb des Konzeptes von LehrplanPLUS werden sie als prozessbezogene Kompetenzen bezeichnet, wobei es sich eher um  Aspekte handelt, unter denen der Heimat- und Sachunterricht geplant, durchgeführt und reflektiert werden kann. Sie sind in Verbindung mit den Inhalten des Unterrichts zu bringen und dienen somit als Orientierungsrahmen und nicht als abzuarbeitende Liste bei der Planung und Bewertung einzelner Einheiten. Im Mittelpunkt stehen die Gegenstandsbereiche des Faches in der Reihenfolge ihrer Verortung im Lehrplan. Im konkreten Unterricht sind beide Bereiche miteinander verknüpft.

In der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Gegenstandsbereichen erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen auch in methodischer Hinsicht. Den Hintergrund dazu bilden die stärker fachlich ausgerichteten Perspektiven, unter denen die jeweiligen Gegenstandsbereiche zu betrachten sind und von denen jeweils mehrere innerhalb eines Themenbereichs berücksichtigt werden können. Das Kompetenzstrukturmodell für den Heimat- und Sachunterricht ist für die Modelle der natur-, sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächer der weiterführenden Schulen anschlussfähig.

Das Kompetenzstrukturmodell des Faches Heimat- und Sachunterricht erhält eine Erweiterung durch die vier Entwicklungsbereiche Motorik und Wahrnehmung, Denken und Lernstrategien, Kommunikation und Sprache sowie Emotionen und soziales Handeln, deren Zusammenwirken erfolgreiche Lernprozesse ermöglicht. Die individuellen Ressourcen in den Entwicklungsbereichen sind die Grundlage für die Planung und Gestaltung von Lernsituationen, dadurch ergeben sich Hinweise für die kriterienorientierte Schülerbeobachtung und für die Feststellung des individuellen Entwicklungsstandes.

Erkennen und verstehen
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Das Erkennen und Verstehen von Erscheinungen und Zusammenhängen in Gesellschaft, Natur, Technik, Raum und Zeit ist eine wesentliche Grundlage für die Orientierung der Schülerinnen und Schüler in der Welt. Dazu wenden sie verschiedene, für die einzelnen fachwissenschaftlichen Perspektiven typische Vorgehensweisen an (z. B. Befragungen durchführen, Daten sammeln, Vermutungen formulieren, Objekte und Quellen untersuchen, experimentieren, Räume erkunden, Modelle und Modellvorstellungen nutzen, Beobachtungen dokumentieren, auswerten). So erwerben die Kinder ein breites Repertoire an fachgemäßen Methodenkompetenzen. Diese ermöglichen ihnen zunehmend, ihr Wissen auch selbständig zu erweitern und auszubauen.

Kommunizieren und präsentieren
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Die sichere Anwendung von Fachbegriffen ist ein wesentlicher Bestandteil für die fachbezogene Kommunikation im Heimat- und Sachunterricht. Ausgehend von ihrer Alltagssprache verwenden die Schülerinnen und Schüler eine am Kind orientierte Fachsprache und einfache fachgemäße Darstellungsweisen (z. B. Pläne, Steckbriefe), um ihre Überlegungen und Erkenntnisse zu erstellen, zu beschreiben, zu dokumentieren und zu präsentieren. Mehrsprachige Schülerinnen und Schüler werden beim Erwerb der Fachsprache dahingehend unterstützt, dass sie sich in deutscher Sprache über fachliche Inhalte austauschen und verständigen können.

Handeln und umsetzen
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Aktives Handeln und Umsetzen sind Bestandteil verantwortungsvoller Teilhabe an Umwelt und Gesellschaft. Ein thematisch geplanter Unterricht dient ebenso als Lern- und Anwendungsfeld wie der Schulalltag selbst.

Reflektieren und bewerten
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Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und bewerten begründet sowohl den Umgang miteinander als auch unterschiedliche Sichtweisen, Sachverhalte, Themen und Zusammenhänge. Sie überdenken, verändern und festigen dabei ihre Werte und Normen mit Blick auf ein verantwortungsvolles, demokratisches und nachhaltiges Handeln in einer friedlichen, gerechten Gesellschaft.

Fragen stellen
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Fragen markieren eine zentrale Fähigkeit zur Erschließung der Lebenswelt. Der Sachunterricht gibt den Kindern die Möglichkeit, eigene Fragen zu entwickeln, ihnen nachzugehen und angeleitet oder eigenständig Wege für das Erschließen von Fragestellungen zu finden. Fragen erfordern und fördern die Betrachtung eines Themas aus verschiedenen Perspektiven und unterstützen so eine Vernetzung von Wissen.

Eigenständig und mit anderen zusammen erarbeiten
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In einer Welt, in der sich das Wissen schnell erweitert und verändert, ist es besonders wichtig, sich eigenständig Sachen und Erkenntnisse zu erarbeiten und damit neue Kompetenzen zu erwerben. Die Schülerinnen und Schüler lernen demnach, ein eigenes Vorhaben zu planen, zu entscheiden, wie vorzugehen ist, die Arbeitsschritte nach eigener Planung durchzuführen und anschließend zu reflektieren. Kooperation und Austausch mit anderen ermöglichen dabei Lernprozesse, die über die Möglichkeiten einer einzelnen Person hinausgehen. Zusätzlich stellt die konstruktive Zusammenarbeit mit anderen eine zentrale Grundlage für eine solidarische Mitbestimmung und Mitgestaltung der Welt dar.

Demokratie und Gesellschaft
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Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Formen, Merkmalen und Regeln demokratischen Zusammenlebens in Gemeinschaften sowie mit den Rechten und Aufgaben ihrer Mitglieder auseinander. Sie erkennen Unterschiede in den Lebensbedingungen und Lebensweisen von Menschen lokal und global und lernen, diese zu verstehen und zu achten. Darüber hinaus denken die Kinder über eigene Wünsche und Bedürfnisse und die anderer Menschen nach. Gleiches gilt für ihr Konsum- und Medienverhalten. Sie entwickeln nicht nur eigene Medien- und Konsumkompetenz, sondern reflektieren auch ihr Medien- und Konsumverhalten und betrachten es kritisch.

Körper und Gesundheit
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Indem sie sich wertschätzend mit ihrer eigenen Person befassen, bauen die Kinder eine positive Haltung sich selbst und anderen gegenüber auf und entwickeln Selbstkompetenz. Im Rahmen der Familien- und Sexualerziehung werden sich die Schülerinnen und Schüler der Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Geschlechter bewusst, erhalten grundlegende Kenntnisse über die Pubertät und die Entstehung und Entwicklung menschlichen Lebens und achten auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem eigenen Körper. Die Vermittlung einer angemessenen und fachlich korrekten Ausdrucksweise trägt dabei wesentlich zum Abbau emotionaler Unsicherheit bei. Darüber hinaus wissen sie um die Bedeutung gesunder Ernährung und sinnvollen Freizeitverhaltens für ihr Wohlbefinden.

Natur und Umwelt
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Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit Phänomenen in der belebten und unbelebten Natur und untersuchen dabei Pflanzen und Tiere, Bodenarten und Wetter sowie physikalische und chemische Betrachtungsgegenstände. Auch kennen sie ihre Verantwortung als Verbraucher. Sie gewinnen erste Einblicke in naturwissenschaftliche Vorgehensweisen zur Erkenntnisgewinnung und entdecken Regelhaftigkeiten sowie Beziehungen in der Natur. Sie erkennen sowohl die Bedeutung der Natur für den Menschen als auch den Einfluss des Menschen auf sie. Daraus leiten sie die Notwendigkeit und konkrete Möglichkeiten für einen verantwortungsbewussten, nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt ab.

Zeit und Wandel
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Indem sie sich mit dem Tages- und Jahresablauf, ihrer individuellen Lebensgeschichte, der Alltagsgeschichte und bedeutsamen historischen Ereignissen und Entwicklungen in ihrer Region auseinandersetzen, entwickeln die Kinder ein Verständnis für Zeit und Wandel. Durch die Rekonstruktion von Vergangenheit begreifen die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Quellen als Grundlage historischen Wissens. Sie lernen Möglichkeiten kennen, Zeiträume zu strukturieren und Vergangenes zu dokumentieren. Sie werden sensibilisiert, historische Darstellungen zu hinterfragen.

Raum und Mobilität
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Mit verschiedenen Hilfsmitteln orientieren sich die Kinder in ihrer unmittelbaren und erweiterten Umgebung. Ausgehend von den Gegebenheiten realer Räume und deren zweidimensionaler Darstellung lernen sie, Karten zu lesen und zu interpretieren. Dadurch erwerben sie eine Vorstellung von größeren räumlichen Einheiten. Die Mobilitäts- und Verkehrserziehung unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, sich vielseitig und sicher am Straßenverkehr zu beteiligen. Sie erweitern ihre motorischen Fertigkeiten sowie ihr Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen. Dabei bauen sie ein flexibles und situationsbezogenes Verhalten im Straßenverkehr auf, um Gefahren zu vermeiden und sicherheitsbewusst zu handeln.

Technik und Kultur
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Anhand von Gegenständen aus dem täglichen Leben entdecken die Schülerinnen und Schüler die Anwendung physikalischer Gesetzmäßigkeiten zur Arbeitserleichterung. Beim Bau einfacher Modelle beschäftigen sie sich mit den Eigenschaften und der Funktionalität realer Bauwerke. Die Schülerinnen und Schüler lernen somit technische Errungenschaften als Grundlage unserer Kultur und Arbeitswelt kennen. Indem sie die Entwicklung einfacher Werkzeuge hin zu Maschinen nachvollziehen, erhalten sie Einblick in die Konsequenzen dieses historischen Wandels für den Arbeitsprozess, den einzelnen Menschen und für die Gesellschaft.

2.4 Perspektiven
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Neben der Erfahrungswelt der Kinder spielen im Heimat- und Sachunterricht fachwissenschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle. Hierdurch werden wesentliche Grundlagen für das Lernen in den höheren Jahrgangsstufen gelegt.

Die folgenden Perspektiven beschreiben, unter welchem Schwerpunkt die Auseinandersetzung mit einem Sachthema erfolgt:

  • sozialwissenschaftliche einschließlich kulturwissenschaftliche Perspektive
  • geographische bzw. raumbezogene Perspektive
  • naturwissenschaftliche bzw. naturbezogene Perspektive
  • technische Perspektive
  • historische Perspektive

Die Berücksichtigung der verschiedenen Perspektiven dient einer vielfältigen Vernetzung der Inhalte über die Gegenstandsbereiche hinweg. Daher kann und darf eine Perspektive niemals eindeutig und ausschließlich einem Gegenstandsbereich zugeordnet werden. Das Zusammenspiel mehrerer Perspektiven ermöglicht vielfältige Zugänge zu einem Thema und dient einem nachhaltigen, dauerhaften und vielfach vernetzten Kompetenzerwerb. Die Perspektiven mit den darin formulierten Kompetenzen stellen einen Rahmen dar, welcher verbindliche Ziele aufzeigt und gleichzeitig Offenheit für inhaltliche und methodische Gestaltungsmöglichkeiten lässt. Davon ausgehend setzen die Schulen vor Ort Schwerpunkte, um im Sinne des Lebensweltbezugs regionale Gegebenheiten und Möglichkeiten optimal zu nutzen und wichtige Bezüge zur möglichen Berufswelt der Schülerinnen und Schüler zu schaffen.

Motorik und Wahrnehmung
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Das Vergleichen, Beschreiben, Untersuchen und Beobachten von Pflanzen, Tieren, Stoffen etc. setzt voraus, dass die Schülerinnen und Schüler Farben, Formen, Größen, Details und die Lage wahrnehmen und sich langfristig einprägen bzw. vorstellen. Übungen zur visuellen Differenzierungsfähigkeit fördern die bewusste Wahrnehmung von Einzelheiten, ein strukturierter Arbeitsplatz sowie klar umgrenzte Aufgabenstellungen helfen den Schülerinnen und Schülern, die Aufmerksamkeit gezielt auf die Lerngegenstände zu richten und aufrecht zu erhalten.

Bei der Durchführung von Experimenten verwenden die Schülerinnen und Schüler Geräte und Werkzeuge, die den fein- und grobmotorischen Voraussetzungen entsprechen und ein individualisiertes Arbeiten ermöglichen. Ggf. haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den Umgang mit Geräten und Werkzeugen ausreichend zu trainieren. Die Verwendung von Raum-Lage-Begriffen setzt voraus, dass die Schülerinnen und Schüler ein ausreichend entwickeltes Körperschema besitzen und die Lage von Gegenständen im Raum in Bezug zu sich selbst und in Bezug zueinander wahrnehmen. Auch beim Erstellen und Lesen von Plänen sowie bei der Orientierung in der Zeit spielt dies eine Rolle.

Geeignete Fördermöglichkeiten sind neben der Verwendung von Hilfsmitteln pantomimische Darstellungen, das Nachlegen, Nachzeichnen und Spiegeln von Figuren mit Bausteinen. Inwieweit die Schülerinnen und Schüler Gefahren im Straßenverkehr wahrnehmen und einschätzen können, hängt von Fähigkeiten ab, Abstände, Geschwindigkeiten, Bewegungen und Geräusche visuell und auditiv sicher zu erfassen und motorische Impulse kontrollieren zu können. Überschaubare Lernsituationen, die auch das Training einzelner Bewegungsabläufe zulassen, sind hier hilfreich.

Denken und Lernstrategien
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Eine grundsätzliche Voraussetzung für den Heimat- und Sachunterricht ist die Bereitschaft und das Interesse der Schülerinnen und Schüler,  die Welt zu erkunden. Um dieses zu wecken ist es wichtig, eine entwicklungsangemessene und aktivierende Lernumgebung zu schaffen. Möglichkeiten eines handlungsorientieren und ganzheitlichen Umgangs mit Lerngegenständen fördert die natürliche Neugier und die Begriffsbildung der Kinder. Die Motivation der Schülerinnen und Schüler ist dann besonders groß, wenn Hobbys und Interessen thematisiert werden. Um Weltwissen themenbezogen aktivieren und anwenden zu können, ist es sinnvoll, Hilfe durch Schlüsselwörter oder visuelle Reize zu geben. Diese können als Gedächtnisstützen dienen und die spätere Reproduktion des Wissens unterstützen.

Durch Methoden wie Brainstorming und Mindmaps können neue Informationen in vorhandene Wissensstrukturen eingeordnet werden. Wird ein Inhalt exemplarisch für eine Erkundung ausgewählt, setzt dies voraus, dass die Schülerinnen und Schüler das Wissen auf einen neuen Inhalt übertragen können. Hierbei ist es notwendig, eigenes Denken zu versprachlichen und Visualisierungen zur Verdeutlichung von Zusammenhängen anzubieten. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren Situationen nach sachbezogenen, persönlichen und sozialen Gesichtspunkten, um sich ein fachliches Urteil bilden zu können. Hier können Formulierungshilfen, Visualisierungen und die Einordnung in Skalen unterstützend wirken.

Kommunikation und Sprache
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Das aktive Zuhören ist wichtig, um Informationen zu gewinnen. Durch Nachfragen und durch das Rückmelden der Aufmerksamkeit mittels nonverbaler Signale kann dies gefördert werden. Um die Konzentration beim Zuhören zu bündeln und die mündliche Darstellung lebendiger zu gestalten, können Erzählungen mit Handlungen und Dialogen eingesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler bekommen durch Berichte von Zeitzeugen einen Eindruck von vergangenen Ereignissen. Für das Kommunizieren mit verschiedenen Gesprächspartnern ist es hilfreich, eine ruhige Erzählatmosphäre zu schaffen, Gesprächsregeln aufzustellen und Formulierungshilfen anzubieten. Um sachlich konstruktiv Stellung zu beziehen, ist es notwendig, themenbezogen Informationen einzuholen und eine angemessene Fachsprache zu verwenden. Dies kann geübt werden, indem die Schülerinnen und Schüler Handlungsabläufe, Bilder und Gegenstände beschreiben, Kriterien für Präsentationen erarbeiten und indem das Sprechen vor einer Gruppe oder der Klasse schrittweise angebahnt wird.

Im Heimat und Sachunterricht sollen die Schülerinnen und Schüler Bedeutungszusammenhänge erkennen. Dies kann durch regelmäßiges Wiederholen bereits erworbenen Wissens, durch Zusammenfassen der Unterrichtsergebnisse auf verschiedene Art und Weise und durch Einüben handlungsbegleitenden Sprechens gefördert werden.

Emotionen und soziales Handeln
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Wenn die Schülerinnen und Schüler offen und neugierig auf die Umwelt zugehen, können sie vielfältige Informationen aufnehmen und die eigene Sichtweise erweitern. Situationen mit Aufforderungscharakter wie Experimente und Unterrichtsgänge fördern dies. Es ist wichtig, die eigenen kognitiven und sozialen Fähigkeiten realistisch wahrzunehmen, um sie sinnvoll einsetzen zu können. Die realistische Einschätzung der eigenen Körperlichkeit ist Voraussetzung für den kompetenten Umgang mit Hygiene. Um soziale Verantwortung zu übernehmen, ist es sinnvoll, Konsequenzen für das eigene Tun in die Handlungsplanung einzubeziehen. Wenn es den Schülerinnen und Schülern bespielweise wichtig ist, Müll zu vermeiden, sollte sie oder er bei sich selbst, zu Hause und in der Klasse damit beginnen.

Verständnis für andere Kulturen, Sitten und Bräuche zu zeigen, ist in unserer heutigen Gesellschaft ein bedeutsames Thema. Hierfür ist Empathiefähigkeit eine Voraussetzung. Diese kann durch Übungen zum Unterscheiden und Benennen von Gefühlen und Stimmungen entwickelt werden. Gute Ergebnisse einer Präsentation, eines Projekts oder eines Experiments sind nur durch angemessene Zusammenarbeit möglich. Dazu gehört es auch, Gruppenentscheidungen zu akzeptieren. Gruppenarbeit sollte kleinschrittig und mit transparenten Regeln eingeführt und regelmäßig reflektiert werden.

3 Aufbau des Fachlehrplans im Fach Heimat- und Sachunterricht
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Der Fachlehrplan gliedert sich in sechs Lernbereiche, die mit den Gegenstandsbereichen des Kompetenzstrukturmodells identisch sind und aus mehreren Teilbereichen bestehen. Die Anordnung der Lernbereiche stellt keine Aussage über deren Wertigkeit und keine Vorgabe für eine zeitliche Abfolge im Unterricht dar. Vielmehr sollen Lernbereiche für einen erfolgreichen Kompetenzerwerb wiederholt aufgegriffen und – unter verschiedenen Perspektiven – vielfältig vernetzt werden.

Der erste Bereich Entwicklungsbezogene Kompetenzen bezieht sich auf den individuellen Kompetenzerwerb auf der Grundlage der Förderplanung in den Jahrgangsstufen 1 bis 9 in den Fächern Heimat- und Sachunterricht, Natur und Technik sowie Geschichte/Politik/Geographie.

Der Lernbereich Methodenkompetenzen beschreibt das Ergebnis des Lernprozesses in den Jahrgangsstufen 1 bis 9 in den Fächern Heimat- und Sachunterricht, Natur und Technik sowie Geschichte/Politik/Geographie.

4 Zusammenarbeit mit anderen Fächern
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Der Heimat- und Sachunterricht der Grundschulstufe vereint verschiedene wissenschaftliche Perspektiven und bietet durch seinen Facettenreichtum vielfältige Anknüpfungspunkte für andere Fächer. Der Lernbereich Demokratie und Gesellschaft thematisiert Fragen des friedlichen Zusammenlebens ebenso wie die Fächer Katholische und Evangelische Religionslehre sowie Ethik. Im Sportunterricht stehen das Anbahnen einer aktiven und gesundheitsförderlichen Freizeitgestaltung, das Schulen von Koordination, Wahrnehmung sowie Reaktionssicherheit im Vordergrund, was sich in den Lernbereichen Körper und Gesundheit sowie Raum und Mobilität des Heimat- und Sachunterrichts wiederfindet. Das Messen von Zeit in Mathematik steht in enger Verbindung mit dem Lernbereich Zeit und Wandel. Für die Gestaltung von Werkstücken im Fach Werken und Gestalten sowie Experimentieren in den naturwissenschaftlichen Fächern bieten sich zahlreiche Anknüpfungspunkte mit dem Lernbereich Technik und Kultur.

Eine besonders enge Verbindung besteht zum Fach Deutsch. Kompetenzen aus den Bereichen Sprechen und Zuhören, Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen sowie Schreiben sind unverzichtbare Grundlagen für den Erkenntniserwerb, die Kommunikation und die Ergebnisdokumentation auch im Heimat- und Sachunterricht. Beim Erschließen und Verfassen von Sachtexten und diskontinuierlichen Texten werden Lese- und Schreibkompetenzen fachbezogen angewendet und systematisch eingeübt. Bei der Reflexion des eigenen Lernens und bei der Präsentation eigener Ergebnisse stärken die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen im Sprechen und Zuhören.

Der Unterricht im Fach Heimat- und Sachunterricht gewährleistet einen erfolgreichen Kompetenzerwerb für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von deren Erstsprache. Dies gelingt vor allem durch einen sprachsensiblen und die Fachsprache entwickelnden Unterricht.

5 Beitrag des Faches Heimat- und Sachunterricht zu den übergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen
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Unter den Fächern der Grundschulstufe nimmt der Heimat- und Sachunterricht eine Sonderstellung in seiner Relevanz für die schulart- und fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsziele ein. Aufgrund der unterschiedlichen Perspektiven, unter denen im Heimat- und Sachunterricht gesellschaftliche, kulturelle und naturwissenschaftliche Phänomene betrachtet werden, bietet er Anknüpfungsmöglichkeiten für eine Vielzahl von schulart- und fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen.

5.1 Bildung für Nachhaltige Entwicklung (Umweltbildung, Globales Lernen)
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Die Themen Umweltbildung und Globales Lernen sind als zentrale Querschnittsthemen allen Lernbereichen des Heimat- und Sachunterrichts eingeschrieben. Im Rahmen dessen erwerben die Kinder Kompetenzen, die sie befähigen, nachhaltige Entwicklung als solche zu erkennen und sie nach Möglichkeit aktiv mitzugestalten.

5.2 Familien- und Sexualerziehung
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Zur Familien- und Sexualerziehung trägt der Heimat- und Sachunterricht bei, wenn sich Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung der Familie für das eigene Leben auseinandersetzen und klischeehafte Rollenvorstellungen für Mädchen und Jungen sowie deren Ursachen hinterfragen. Selbstbewusstsein und Ich-Stärke sind für die Prävention von Missbrauch bedeutsam. Ein weiterer Beitrag besteht in der Entwicklung eines Bewusstseins für den eigenen Körper, dessen Veränderungen und Fähigkeiten.

5.3 Gesundheitsförderung
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Die kritische Einschätzung der eigenen Ernährungsgewohnheiten vor dem Hintergrund von Kenntnissen über gesunde Lebensmittel leistet einen Beitrag zur Gesundheitsförderung. Die Bedeutung eines bewussten Umgangs mit den eigenen Gefühlen wird in kindgerechter Weise thematisiert, ebenso wie die Themen Hygiene, kindgerechte Suchtprävention und gesundheitsförderndes Freizeitverhalten.

5.4 Interkulturelle Bildung
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Im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts vergleichen die Schülerinnen und Schüler ihre Alltagsgewohnheiten in der Familie, die Feste, die sie feiern und Gebräuche, die sie einhalten. Sie nehmen Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahr und erkennen, dass es unterschiedliche Lebensweisen und Wertvorstellungen gibt, die in einer Gesellschaft für Vielfalt sorgen.

5.5 Kulturelle Bildung und Technische Bildung
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Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich im Heimat- und Sachunterricht in kindgerechter Form mit dem kulturellen Erbe in ihrer Umgebung und verstehen, dass dessen Erhalt auch ihre Aufgabe ist. Dies betrifft auch die Zeugnisse technischer Entwicklung im heimatlichen Umfeld. Die Schülerinnen und Schüler erhalten so ein grundlegendes Verständnis und Einsicht in die Bedeutung von Technik für ihren Alltag und für kulturelle Leistungen.

5.6 Medienbildung/Digitale Bildung und Sprachliche Bildung
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Im Heimat- und Sachunterricht trägt die gezielte Einführung und Sicherung von Fachbegriffen wesentlich zur Sprachlichen Bildung bei. Indem die Schülerinnen und Schüler den Einsatz und die Wirkung von Medien in ihrem persönlichen Umfeld untersuchen und beschreiben, erwerben sie in grundlegender Weise Medienbildung und Digitale Bildung.

5.7 Politische Bildung, Soziales Lernen und Werteerziehung
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Die Schülerinnen und Schüler erfahren in der Klasse und der Schule täglich die Bedeutung eines respektvollen und rücksichtsvollen Umgangs miteinander und sind angehalten, ihren eigenen Beitrag zu leisten. Der Heimat- und Sachunterricht klärt, dass Regeln notwendig sind, auch auf der Ebene einer größeren Einheit wie einer Schule und der Gemeinde. Dadurch werden demokratische Prinzipien erlebbar und konkret. Auch die Tatsache, dass Werte eine Orientierung für das eigene Handeln geben und eine Gemeinschaft menschlich machen, wird in kindgemäßer Weise im Heimat- und Sachunterricht zum Thema.

5.8 Verkehrserziehung
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Eine wichtige Aufgabe des Heimat- und Sachunterrichts ist es, Schülerinnen und Schüler zu sicherheits- und umweltbewussten, verantwortungsvollen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern zu machen, z. B. durch Üben im Schonraum, in der Jugendverkehrsschule und schließlich im Realverkehr.