Lehrplan PLUS

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Heimat- und Sachunterricht

1.1 Die Welt untersuchen und erklären
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Kinder erleben und erfahren ihre Umwelt in vielfältiger und unterschiedlicher Weise. Sie erkunden sie aktiv und interessieren sich für die Hintergründe und die Bedeutung ihrer Entdeckungen. Auf diese Weise erwerben sie bereits vor dem Schuleintritt eine Vielzahl an Kenntnissen und Kompetenzen. Um sich Phänomene zu erklären, die sie in ihrem täglichen Leben beobachten (z. B. Warum regnet es?), finden sie eigene subjektive Erklärungsansätze. Der Heimat- und Sachunterricht des Förderzentrums geht auf solche Präkonzepte der Schülerinnen und Schüler ein, macht sie ihnen bewusst und zeigt, wie sie zu überprüfen und – wo notwendig – zu modifizieren sind. Die Schülerinnen und Schüler nehmen so die Erscheinungen in ihrer natürlichen, sozialen und technischen Umwelt zunehmend differenziert wahr und erklären grundlegende Zusammenhänge begrifflich und sachlich zutreffend. Um den unterschiedlichen Interessen und Voraussetzungen der Kinder gerecht zu werden, findet die Auseinandersetzung mit einem Thema in vielfältiger Weise statt, z. B. handelnd, über die Sinne, die Emotionen ansprechend und im Austausch mit anderen. Die Lehrkraft ist bemüht, das eingeschränkte Interesse an der Umwelt neu zu wecken.

Der Heimat- und Sachunterricht leistet in grundlegender Weise den Aufbau von Wissen und Methodenkompetenzen in mehreren Fachdisziplinen. Er verstärkt die Neugier der Kinder und ihre Freude am Entdecken und trägt systematisch zur Ausbildung einer fragend-forschenden Haltung der Lernenden bei. Der Unterricht bahnt auf alters- und entwicklungsgemäße Weise ein planvolles und systematisches Vorgehen beim Beobachten und Entdecken naturwissenschaftlicher Phänomene an. Die Schülerinnen und Schüler erhalten einfache und grundlegende Zugänge zu sozialen und kulturellen, natur- und raumbezogenen, historischen und technischen Fragestellungen und entwickeln entsprechende Denkweisen und Methoden. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Sprache benötigen spezifische Unterstützung, damit sie sprachlich dargestellte Zusammenhänge verstehen und mit dem entsprechenden Wortschatz und angemessenen sprachlichen Strukturen wiedergeben können.

Handlungsorientierte und direkte Begegnungen (mit Menschen, Tieren und Pflanzen, Naturphänomenen, Werkzeugen, Gegenständen und Bauwerken auch an außerschulischen Lernorten) unterstützen die Kinder dabei, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auf ihren Alltag zu übertragen und diesen zunehmend selbständig zu bewältigen. Auch ihren Umgang mit Medien und ihr Konsumverhalten beschreiben und überdenken sie mit dem Ziel einer zunehmend verantwortungsbewussten Nutzung.

1.2 Bedeutung der Heimat
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Die Bedeutung von Heimat ergibt sich für Kinder vor allem aus der Vertrautheit mit ihrer unmittelbaren Umgebung und aus ihren sozialen Beziehungen. Der Familie kommt hier ein besonderer Stellenwert zu. Im Förderzentrum lernen die Schülerinnen und Schüler die Natur und Kultur ihres Lebens- und Erfahrungsraumes kennen (z. B. Wertschätzung der Tier- und Pflanzenwelt, der Landschaft auch unter geographischen Gesichtspunkten, der geschichtlichen Entwicklung, Brauchtum, Denkmäler), beschäftigen sich mit sozialen und politischen Strukturen (z. B. Familie, Klasse, Gemeinde) und mit altersgerechten Formen der aktiven Mitgestaltung (z. B. Umweltprojekte, Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit). Darüber hinaus erweitern die Schülerinnen und Schüler wertschätzend ihren Blick auf andere Regionen und Länder und werden in ihrer Kompetenz gefördert, an einer Gestaltung ihrer Lebenswelt im Sinne einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung verantwortlich mitzuwirken.

Im Austausch mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern sowie aus den Medien erfahren die Kinder, dass die Lebensbedingungen und die Lebensgestaltung Einzelner sehr unterschiedlich sein können. Hierbei erweitern sie ihren persönlichen Horizont, tolerieren und achten die Individualität ihrer Mitmenschen und erkennen, dass in deren Anderssein auch für sie selbst eine Bereicherung liegt.

1.3 Beitrag des Heimat- und Sachunterrichts zur Bildung
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Im Heimat- und Sachunterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler notwendige Grundlagen für die natur-, sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächer. Ihr eigenständiges und verantwortungsbewusstes, an einer nachhaltigen Entwicklung orientiertes Handeln wird gestärkt. Der Heimat- und Sachunterricht bietet vielfältige Gelegenheiten, die Schönheit der Natur, die Einzigartigkeit jedes Menschen, die Vielfalt und den Wandel in unserer Gesellschaft zu erleben sowie einen Grundbestand an möglichen Werten zu erkennen. Auch erwerben die Kinder Wissen um die eigene körperliche und seelische Entwicklung sowie um den Nutzen der Technik und gewinnen naturwissenschaftliche Erkenntnisse.

Die Kompetenzerwartungen und Inhalte des Fachlehrplans für Heimat- und Sachunterricht tragen zur Bildung der Schülerinnen und Schüler bei. Bildung macht ganz wesentlich die Identität und Persönlichkeit eines Menschen aus. Bildung zeigt sich in solidarischem und verantwortungsvollem Handeln in der natürlichen, kulturellen, sozialen und technischen Umwelt und setzt einen bewussten, reflektierten und verständigen Umgang mit erworbenen Kompetenzen voraus.

1.4 Das Fach Heimat- und Sachunterricht im Förderschwerpunkt Sprache
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Im Heimat- und Sachunterricht profitieren insbesondere Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Sprache von optischen Hilfen und sprachlich optimierten Texten zum Verstehen von Sachinhalten und Zusammenhängen. Sie nutzen Formulierungshilfen, Schlüsselwörter und eine modellhafte Lehrersprache, um ihre Vermutungen, Beobachtungen, Erkenntnisse und Meinungen zu verbalisieren und zu verschriften. In kontextoptimierten Unterrichtseinheiten werden grammatikalische Zielstrukturen zur Formulierung von Hypothesen und Begründungen präsentiert, produziert und reflektiert. Durch wertschätzende Reaktionen der Lehrkraft und der Mitschülerinnen und Mitschüler auf eine fragend-forschende Haltung und auf die Präsentation ihrer Arbeits- und Versuchsergebnisse bauen sie Sprechfreude und sprachliches Selbstvertrauen auf.

2.1 Kompetenzstrukturmodell
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Kompetenzstrukturmodell Heimat- und Sachunterricht

Das Kompetenzstrukturmodell des Faches Heimat- und Sachunterricht richtet sich nach dem Perspektivrahmen Sachunterricht der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (2013). Die Begriffe im umgebenden Ring orientieren sich an den perspektivenübergreifenden Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen, die im Perspektivrahmen vorgestellt und erläutert werden. Innerhalb des Konzeptes von LehrplanPLUS werden sie als prozessbezogene Kompetenzen bezeichnet, wobei es sich eher um  Aspekte handelt, unter denen der Heimat- und Sachunterricht geplant, durchgeführt und reflektiert werden kann. Sie sind in Verbindung mit den Inhalten des Unterrichts zu bringen und dienen somit als Orientierungsrahmen und nicht als abzuarbeitende Liste bei der Planung und Bewertung einzelner Einheiten. Im Mittelpunkt stehen die Gegenstandsbereiche des Faches in der Reihenfolge ihrer Verortung im Lehrplan. Im konkreten Unterricht sind beide Bereiche miteinander verknüpft. In der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Gegenstandsbereichen erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen auch in methodischer Hinsicht. Den Hintergrund dazu bilden die stärker fachlich ausgerichteten Perspektiven, unter denen die jeweiligen Gegenstandsbereiche zu betrachten sind und von denen jeweils mehrere innerhalb eines Themenbereichs berücksichtigt werden können. Das Kompetenzstrukturmodell für den Heimat- und Sachunterricht ist für die Modelle der natur-, sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächer der weiterführenden Schulen anschlussfähig.

Die Kompetenzstruktur des Faches Heimat- und Sachunterricht erhält eine Erweiterung durch die vier Entwicklungsbereiche Motorik und Wahrnehmung, Denken und Lernstrategien, Kommunikation und Sprache sowie Emotionen und soziales Handeln, deren Zusammenwirken erfolgreiche Lernprozesse ermöglicht. Die individuellen Ressourcen in den Entwicklungsbereichen sind die Grundlage für die Planung und Gestaltung von Lernsituationen, dadurch ergeben sich Hinweise und Impulse für die kriterienorientierte Schülerbeobachtung und für die Feststellung des individuellen Entwicklungsstandes.

Erkennen und verstehen
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Das Erkennen und Verstehen von Erscheinungen und Zusammenhängen in Gesellschaft, Natur, Technik, Raum und Zeit ist eine wesentliche Grundlage für die Orientierung der Schülerinnen und Schüler in der Welt. Dazu wenden sie verschiedene, für die einzelnen fachwissenschaftlichen Perspektiven typische Vorgehensweisen an (z. B. Befragungen durchführen, Daten sammeln, Vermutungen formulieren, Objekte und Quellen untersuchen, experimentieren, Räume erkunden, Modelle und Modellvorstellungen nutzen, Beobachtungen dokumentieren, auswerten). So erwerben die Kinder ein breites Repertoire an fachgemäßen Methodenkompetenzen. Diese ermöglichen ihnen zunehmend, ihr Wissen auch selbständig zu erweitern und auszubauen.

Kommunizieren und präsentieren
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Die sichere Anwendung von Fachbegriffen (z. B. bei der Beschreibung des Aufbaus des Auges) ist ein wesentlicher Bestandteil für die fachbezogene Kommunikation im Heimat- und Sachunterricht. Ausgehend von ihrer Alltagssprache verwenden die Schülerinnen und Schüler eine am Kind orientierte Fachsprache und einfache fachgemäße Darstellungsweisen (z. B. Wegbeschreibungen, Pläne, Zeitleisten, Beobachtungsbücher, Steckbriefe, Zeichnungen und Abbildungen), um ihre Überlegungen und Erkenntnisse zu erstellen, zu beschreiben, zu dokumentieren und zu präsentieren. Mehrsprachige Schülerinnen und Schüler werden beim Erwerb der Fachsprache dahingehend unterstützt, dass sie sich in deutscher Sprache über fachliche Inhalte austauschen und verständigen können.

Handeln und umsetzen
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Aktives Handeln und Umsetzen (z. B. Übernahme von Aufgaben für die Klasse) sind Bestandteil verantwortungsvoller Teilhabe an Umwelt und Gesellschaft. Ein thematisch geplanter Unterricht (z. B. ein Projekt zum Umweltschutz, Arbeiten im Schulgarten oder auf dem Schulgelände) dient ebenso als Lern- und Anwendungsfeld wie der Schulalltag selbst (z. B. die friedliche Einigung bei Pausenkonflikten).

Reflektieren und bewerten
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Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und bewerten begründet sowohl den Umgang miteinander als auch unterschiedliche Sichtweisen, Sachverhalte, Themen und Zusammenhänge. Sie überdenken, verändern und festigen dabei ihre Werte und Normen mit Blick auf ein verantwortungsvolles, demokratisches und nachhaltiges Handeln in einer friedlichen, gerechten Gesellschaft.

Fragen stellen
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Fragen markieren eine zentrale Fähigkeit zur Erschließung der Lebenswelt. Der Sachunterricht gibt den Kindern die Möglichkeit, eigene Fragen zu entwickeln, ihnen nachzugehen und angeleitet oder eigenständig Wege für das Erschließen von Fragestellungen zu finden. Fragen erfordern und fördern die Betrachtung eines Themas aus verschiedenen Perspektiven und unterstützen so eine Vernetzung von Wissen.

Eigenständig und mit anderen zusammen erarbeiten
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In einer Welt, in der sich das (akademische) Wissen schnell erweitert und verändert, ist es besonders wichtig, sich eigenständig Sachen und Erkenntnisse zu erarbeiten und damit neue Kompetenzen zu erwerben. Die Schülerinnen und Schüler lernen demnach, ein eigenes Vorhaben zu planen, zu entscheiden, wie vorzugehen ist, die Arbeitsschritte nach eigener Planung durchzuführen und anschließend zu reflektieren. Kooperation und Austausch mit anderen ermöglichen dabei Lernprozesse, die über die Möglichkeiten einer einzelnen Person hinausgehen. Zusätzlich stellt die konstruktive Zusammenarbeit mit anderen eine zentrale Grundlage für eine solidarische Mitbestimmung und Mitgestaltung der Welt dar.

Demokratie und Gesellschaft
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Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Formen, Merkmalen und Regeln demokratischen Zusammenlebens in Gemeinschaften (z. B. Familie, Schule, Gemeinde) sowie mit den Rechten und Aufgaben ihrer Mitglieder auseinander. Sie erkennen Unterschiede in den Lebensbedingungen und Lebensweisen von Menschen lokal und global und lernen, diese zu verstehen und zu achten. Darüber hinaus denken die Kinder über eigene Wünsche und Bedürfnisse und die anderer Menschen nach. Gleiches gilt für ihr Konsum- und Medienverhalten. Sie entwickeln nicht nur eigene Medien- und Konsumkompetenz, sondern reflektieren auch ihr Medien- und Konsumverhalten und betrachten es kritisch.

Körper und Gesundheit
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Indem sie sich wertschätzend mit ihrer eigenen Person (z. B. Aussehen, Stärken, Gefühle) befassen, bauen die Kinder eine positive Haltung sich selbst und anderen gegenüber auf und entwickeln Selbstkompetenz (z. B. Selbständigkeit, Selbstvertrauen). Im Rahmen der Familien- und Sexualerziehung werden sich die Schülerinnen und Schüler der Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Geschlechter bewusst, erhalten grundlegende Kenntnisse über die Pubertät und die Entstehung und Entwicklung menschlichen Lebens und achten auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem eigenen Körper (z. B. Körperhygiene, Gesundheitsvorsorge, Missbrauch). Die Vermittlung einer angemessenen und fachlich korrekten Ausdrucksweise trägt dabei wesentlich zum Abbau emotionaler Unsicherheit bei. Darüber hinaus wissen sie um die Bedeutung gesunder Ernährung und sinnvollen Freizeitverhaltens für ihr Wohlbefinden.

Natur und Umwelt
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Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit Phänomenen in der belebten und unbelebten Natur und untersuchen dabei Pflanzen und Tiere, Bodenarten und Wetter sowie physikalische und chemische Betrachtungsgegenstände (z. B. Elektrizität, Verbrennung). Auch kennen sie heimische und überregionale Obst- und Gemüsesorten, beschreiben deren Herkunft und Produktion und ihre Verantwortung als Verbraucher. Sie gewinnen erste Einblicke in naturwissenschaftliche Vorgehensweisen zur Erkenntnisgewinnung (z. B. Experimentieren, Arbeiten mit Modellen) und entdecken Regelhaftigkeiten sowie Beziehungen in der Natur (z. B. Zustandsformen des Wassers in Abhängigkeit von der Temperatur). Sie erkennen sowohl die Bedeutung der Natur für den Menschen als auch den Einfluss des Menschen auf sie (z. B. in der Landwirtschaft). Daraus leiten sie die Notwendigkeit und konkrete Möglichkeiten für einen verantwortungsbewussten, nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt ab.

Zeit und Wandel
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Indem sie sich mit dem Tages- und Jahresablauf, ihrer individuellen Lebensgeschichte, der Alltagsgeschichte und bedeutsamen historischen Ereignissen und Entwicklungen in ihrer Region auseinandersetzen, entwickeln die Kinder ein Verständnis für Zeit und Wandel. Durch die Rekonstruktion von Vergangenheit begreifen die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Quellen als Grundlage historischen Wissens. Sie lernen Möglichkeiten kennen, Zeiträume zu strukturieren (z. B. Jahrhundert, Jahrtausend) und Vergangenes zu dokumentieren (z. B. Zeitleiste). Sie werden sensibilisiert, historische Darstellungen (z. B. historischer Feste) zu hinterfragen.

Raum und Mobilität
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Mit verschiedenen Hilfsmitteln (z. B. Landmarken, Kompass) orientieren sich die Kinder in ihrer unmittelbaren und erweiterten Umgebung (z. B. Schulweg, Stadtteil). Ausgehend von den Gegebenheiten realer Räume (z. B. Straßen, Gebäude) und deren zweidimensionaler Darstellung (z. B. Lageskizze) lernen sie, Karten zu lesen und zu interpretieren. Dadurch erwerben sie eine Vorstellung von größeren räumlichen Einheiten (z. B. Bayern, Deutschland, Welt). Die Mobilitäts- und Verkehrserziehung unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, sich vielseitig und sicher am Straßenverkehr zu beteiligen. Sie erweitern ihre motorischen Fertigkeiten sowie ihr Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen. Dabei bauen sie ein flexibles und situationsbezogenes Verhalten im Straßenverkehr auf, um Gefahren zu vermeiden und sicherheitsbewusst zu handeln.

Technik und Kultur
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Anhand von Gegenständen aus dem täglichen Leben entdecken die Schülerinnen und Schüler die Anwendung physikalischer Gesetzmäßigkeiten (z. B. Hebelgesetz, Zentrifugalkraft) zur Arbeitserleichterung. Beim Bau einfacher Modelle (z. B. von Türmen oder Brücken) beschäftigen sie sich mit den Eigenschaften und der Funktionalität realer Bauwerke. Die Schülerinnen und Schüler lernen somit technische Errungenschaften als Grundlage unserer Kultur und Arbeitswelt kennen. Indem sie die Entwicklung einfacher Werkzeuge hin zu Maschinen nachvollziehen, erhalten sie Einblick in die Konsequenzen dieses historischen Wandels für den Arbeitsprozess, den einzelnen Menschen und für die Gesellschaft.

2.4 Perspektiven
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Neben der Erfahrungswelt der Kinder spielen im Heimat- und Sachunterricht fachwissenschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle. Hierdurch werden wesentliche Grundlagen für das Lernen in den weiterführenden Schulen gelegt. Die folgenden Perspektiven beschreiben, unter welchem Schwerpunkt die Auseinandersetzung mit einem Sachthema erfolgt:

  • sozialwissenschaftliche Perspektive
  • geographische Perspektive
  • naturwissenschaftliche Perspektive
  • technische Perspektive
  • historische Perspektive

Die Berücksichtigung der verschiedenen Perspektiven dient einer vielfältigen Vernetzung der Inhalte über die Gegenstandsbereiche hinweg. Daher kann und darf eine Perspektive niemals eindeutig und ausschließlich einem Gegenstandsbereich zugeordnet werden. So entstammt  z. B. das Unterrichtsthema Wald dem Gegenstandsbereich Natur und Umwelt, in welchem besonders die naturwissenschaftliche Perspektive zum Tragen kommt. Gleichzeitig kann der Wald beispielsweise unter geographischer Perspektive (z. B. Orientierung im Wald), technischer Perspektive (z. B. Bearbeitung von Holz), historischer Perspektive (der Wald als Lebens- und Kulturraum) oder sozialwissenschaftlicher Perspektive (Nutzung und Schutz des Waldes) betrachtet werden. Das Zusammenspiel mehrerer Perspektiven ermöglicht vielfältige Zugänge zu einem Thema und dient einem nachhaltigen, dauerhaften und vielfach vernetzten Kompetenzerwerb.

Motorik und Wahrnehmung
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Wahrnehmungsprozesse sind die Voraussetzung für eine differenzierte Wahrnehmung von Sachinhalten. Durch eine langsame und deutlich artikulierte Lehrersprache wird die auditive Informationsaufnahme unterstützt und das Hörverstehen gesichert. Zur Entlastung des auditiven Kanals werden visuelle Hilfen (z. B. Bilder, Piktogramme, Handzeichen) angeboten.

Das Vergleichen, Beschreiben, Untersuchen und Beobachten von Pflanzen, Tieren und Stoffen setzt voraus, dass die Schülerinnen und Schüler Details und Einzelheiten wie Farbe, Form, Größe und räumliche Lage wahrnehmen und sich langfristig einprägen. Übungen zur visuellen Differenzierungsfähigkeit (z. B. Ratespiele) fördern die bewusste Wahrnehmung von Einzelheiten.

Ein ausreichend entwickeltes Körperschema ist die Voraussetzung für die Verwendung von Raum-Lage-Begriffen und für die Wahrnehmung der Lage von Gegenständen im Raum in Bezug zu sich selbst und in Bezug zueinander. Geeignete Fördermöglichkeiten sind Rate- und Suchspiele sowie das Nachlegen, Nachbauen, Nachzeichnen und Spiegeln von Figuren. Raum-Lage-Begriffe werden multimodal erarbeitet, spielerisch trainiert und regelmäßig wiederholt. Bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf Sprache ist in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass die Kenntnis entsprechender Präpositionen nicht vorausgesetzt werden kann.

Motorische Fähigkeiten sind notwendig, um Geräte und Werkzeuge im Fach Heimat- und Sachunterricht fachgerecht einzusetzen. Bei der Durchführung von Experimenten verwenden die Schülerinnen und Schüler Geräte und Werkzeuge, die ihren fein- und grobmotorischen Voraussetzungen entsprechen und ein individuelles Arbeitsergebnis ermöglichen. Beim aktiven und handlungsorientierten Erarbeiten neuer Sachthemen werden die Grob- und Feinmotorik durch den Umgang mit Geräten und Werkzeugen trainiert.

Denken und Lernstrategien
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Um die Aufmerksamkeit gezielt auf die Lerngegenstände im Heimat- und Sachunterricht zu richten und aufrecht zu erhalten, benötigen die Schülerinnen und Schüler einen strukturierten Arbeitsplatz, klar umgrenzte Aufgabenstellungen und regelmäßige Bewegungspausen. Konkrete und gezielte Beobachtungs- und Dokumentationsaufträge bei Versuchen, Filmausschnitten und Unterrichtsgängen fokussieren ihre Aufmerksamkeit.

Bei der exemplarischen Durchführung und dem gemeinsamen handlungsbegleitenden Sprechen beim Aufbau und der Durchführung von Experimenten verinnerlichen die Schülerinnen und Schüler einzelne Handlungsschritte und trainieren somit ihre Handlungsplanung. Während der Versuchsdurchführung organisieren und verbalisieren die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung ihre Handlungsschritte und nutzen dabei Ablaufpläne, Bilder und Symbole als Erinnerungshilfen.

Nach der Durchführung von Versuchen präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Beobachtungen und Ergebnisse, reflektieren diese und stellen Wenn-dann-Beziehungen her. Die Lehrkraft wirkt dabei unterstützend und stellt je nach individuellen Fähigkeiten Verbalisierungshilfen (z. B. Satzanfänge, Satzmuster, Schlüsselwörter) zur Verfügung.

Beim Lesen von Sachtexten wenden die Schülerinnen und Schüler grundlegende Lesestrategien zunehmend selbständig an. Je nach Lesekompetenz werden die Texte und Aufgabenstellungen bezüglich Komplexität, Wortschatz, Sprachstruktur und Inhalt sprachlich optimiert. Eine sprachliche Optimierung der Sachinhalte und Visualisierungshilfen zum Verdeutlichen von Zusammenhängen sind nötig, um die Integration in das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. Durch regelmäßige Wiederholungen, gezielte Verbalisierungen und die praktische Anwendung des Gelernten werden die gewonnenen Ergebnisse nachhaltig im Gedächtnis verankert.

Kommunikation und Sprache
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Die Lehrkraft kennt die individuelle sprachliche Ausgangslage der Schülerinnen und Schüler und wählt Lerninhalte unter sonderpädagogischen Gesichtspunkten aus. Dabei beachtet sie insbesondere die Komplexität der sprachlichen Darstellung und setzt Methoden der sprachlichen Optimierung ein. Zur Entwicklung und zum Ausbau der prozessbezogenen Kompetenzen benötigen die Schülerinnen und Schüler das sprachliche Vorbild der Lehrkraft sowie verbale Hilfen (z. B. Satzmuster, Satzanfänge, themenbezogene Wortsammlungen), an denen sie sich orientieren. Sprachliche Hilfen unterstützen die selbständige Durchführung von Methoden aus den Kompetenzbereichen erkennen und verstehen (z. B. Befragungen durchführen, Vermutungen und Beobachtungen formulieren) sowie reflektieren und bewerten (z. B. Ergebnisse und Meinungen begründen).

Durch regelmäßiges Vorstellen von Arbeits- und Versuchsergebnissen gewinnen die Schülerinnen und Schüler in kommunikativen Situationen an Sicherheit. Beim Präsentieren achten sie auf deutliches Sprechen, angemessenes Sprechtempo, passende Lautstärke und das Halten von Blickkontakt und geben ihren Mitschülerinnen und Mitschülern nach dem Vortrag individuelles Feedback.

Der Heimat- und Sachunterricht bietet vielfältige Möglichkeiten, Begriffe und Wortfelder in sinnvollen und lebensweltnahen Bedeutungszusammenhängen darzubieten. Im Bereich kommunizieren und präsentieren trägt die Verwendung von Fachbegriffen zur Wortschatzerweiterung bei. Zur Unterstützung des Sprachverständnisses und des sicheren Gebrauchs der Fachbegriffe werden diese im sprachfördernden Unterricht durch originale Begegnungen (z. B. bei Unterrichtsgängen) und konkretes Anschauungsmaterial (z. B. Realgegenstände, Bildkarten) inhaltlich gefüllt. Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Sprache ist eine vielseitige Vernetzung neuer Begriffe auf semantischer Ebene (Wortbedeutung) und auf phonologischer Ebene (Wortform) unerlässlich. Mithilfe eines multimodalen Markenmix werden neue Begriffe nachhaltig im mentalen Lexikon abgespeichert. Zur Sicherung der Wortbedeutung äußern die Schülerinnen und Schüler Assoziationen zu dem Wort, bilden Eselsbrücken, finden Gegenteile und Oberbegriffe. Die Lehrkraft stellt den Schülerinnen und Schülern zu potenziell unbekannten Wörtern möglichst viele semantische Merkmale zur Verfügung. Zur phonologischen Sicherung dienen vielfältige akustische Durchgliederungen, gedehntes Sprechen der Wortformen, Bewusstmache der Morphembestandteile, das Bestimmen der Silbenanzahl, der Anfangs- und Endlaute und das Finden von Reimwörtern.

Der Kompetenzbereich Fragen stellen ist eine besondere Herausforderung für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf Sprache. Das aktive Zuhören der Schülerinnen und Schüler, eine vertraute Gesprächsatmosphäre und die positive Verstärkung der Fragehaltung durch die Lehrkraft sind hilfreich für den Erwerb dieser Kompetenz. Das Bilden von Fragesätzen wird durch das gemeinsame Erstellen eines Fragenkatalogs und den Einsatz von Piktogrammen, Satzmusterkarten und optischen Strukturierungshilfen gefördert. Bei Bedarf setzt die Lehrkraft Modellierungstechniken und korrektives Feedback ein.

Emotionen und soziales Handeln
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Im Heimat- und Sachunterricht erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Gesprächsregeln und Regeln für das Zusammenleben in der Gemeinschaft. Diese Regeln bilden die Basis für eine Gesprächs- und Fragekultur sowie ein sprachförderndes Klassenklima, das von gegenseitigem Respekt und Verständnis bei sprachlichen Auffälligkeiten geprägt ist. So lernen die Schülerinnen und Schüler sprachlich selbstbewusst in ihrer Gruppe aufzutreten und das Feedback der Lehrkraft und der Mitschülerinnen und Mitschüler zu akzeptieren und zu reflektieren. Eine ruhige Arbeitsatmosphäre und die Einhaltung der Gesprächsdisziplin in der Klasse sind Voraussetzungen, dass Schülerinnen und Schüler mit Sprachverständnisstörungen und auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen (AVWS) konzentriert arbeiten und Unterrichtsgesprächen aufmerksam folgen.

Die Themen des Heimat- und Sachunterrichts bieten freie Sprechanlässe sowie gelenkte Übungsmöglichkeiten für kommunikative und soziale Situationen. Im Unterricht erproben die Schülerinnen und Schüler Interviews in einem gesicherten Rahmen. Zudem üben sie in Rollenspielen die Anwendung von komplexeren grammatikalischen Strukturen und erarbeitetem Wortmaterial, um ihre eigene Befindlichkeit, Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken und Konflikte zu vermeiden bzw. mit Worten zu lösen.

Im Kompetenzbereich eigenständig und mit anderen zusammen arbeiten erhalten Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf Sprache konkrete Unterstützung bei der Kooperation und im Austausch mit Mitschülerinnen und Mitschülern. Eine klare, präzise und konkrete Formulierung von Arbeitsaufträgen, die Visualisierung einzelner Arbeitsschritte, die Demonstration der Ausführung durch die Lehrkraft sowie ritualisierte Abläufe (z. B. bei Experimenten) machen soziale Lernaufgaben überschaubar und nachvollziehbar. Durch das Arbeiten mit einem oder mehreren Lernpartnern erhöhen die Schülerinnen und Schüler ihre Team- und Gemeinschaftsfähigkeiten.

3 Aufbau des Fachlehrplans im Fach Heimat- und Sachunterricht
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Die entwicklungsbezogenen Kompetenzen in den Bereichen Motorik und Wahrnehmung, Denken und Lernstrategien, Kommunikation und Sprache und Emotionen und soziales Handeln bilden die Grundlage für den individuellen Kompetenzerwerb im Fach Heimat- und Sachunterricht.

Der Fachlehrplan gliedert sich in sechs Lernbereiche, die mit den Gegenstandsbereichen des Kompetenzstrukturmodells identisch sind und aus mehreren Teilbereichen bestehen. Die Anordnung der Lernbereiche stellt keine Aussage über deren Wertigkeit und keine Vorgabe für eine zeitliche Abfolge im Unterricht dar. Vielmehr sollen Lernbereiche für einen erfolgreichen Kompetenzerwerb wiederholt aufgegriffen und – unter verschiedenen Perspektiven – vielfältig vernetzt werden.

4 Zusammenarbeit mit anderen Fächern
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Der Heimat- und Sachunterricht der Grundschule vereint verschiedene wissenschaftliche Perspektiven und bietet durch seinen Facettenreichtum vielfältige Anknüpfungspunkte für andere Fächer. Der Lernbereich Demokratie und Gesellschaft thematisiert Fragen des friedlichen Zusammenlebens ebenso wie die Fächer Katholische und Evangelische Religionslehre sowie Ethik. Im Sportunterricht stehen die Anbahnung einer aktiven und gesundheitsförderlichen Freizeitgestaltung, die Schulung von Koordination, Wahrnehmung sowie Reaktionssicherheit im Vordergrund, was sich in den Lernbereichen Körper und Gesundheit sowie Raum und Mobilität des Heimat- und Sachunterrichts wiederfindet. Das Messen von Zeit in Mathematik steht in enger Verbindung mit dem Lernbereich Zeit und Wandel. Für die Gestaltung von Werkstücken im Fach Werken und Gestalten sowie Experimentieren in den naturwissenschaftlichen Fächern bieten sich zahlreiche Anknüpfungspunkte mit dem Lernbereich Technik und Kultur.

Eine besonders enge Verbindung besteht zum Fach Deutsch. Kompetenzen aus den Bereichen Sprechen und Zuhören, Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen sowie Schreiben sind unverzichtbare Grundlagen für den Erkenntniserwerb, die Kommunikation und die Ergebnisdokumentation auch im Heimat- und Sachunterricht. Beim Erschließen und Verfassen von Sachtexten und diskontinuierlichen Texten (z. B. Tabellen aus Wetterbeobachtungen, Zeitleisten, Skizzen, Pläne) werden Lese- und Schreibkompetenzen fachbezogen angewendet und systematisch eingeübt. Bei der Reflexion des eigenen Lernens und bei der Präsentation eigener Ergebnisse stärken die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen im Sprechen und Zuhören. Der Unterricht im Fach Heimat- und Sachunterricht gewährleistet einen erfolgreichen Kompetenzerwerb für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von deren Erstsprache. Dies gelingt vor allem durch einen sprachsensiblen und die Fachsprache entwickelnden Unterricht.

5 Beitrag des Faches Heimat- und Sachunterricht zu den übergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen
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Unter den Fächern der Grundschulstufe nimmt der Heimat- und Sachunterricht eine Sonderstellung in seiner Relevanz für die schulart- und fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsziele ein. Aufgrund der unterschiedlichen Perspektiven, unter denen im Heimat- und Sachunterricht gesellschaftliche, kulturelle und naturwissenschaftliche Phänomene betrachtet werden, bietet er Anknüpfungsmöglichkeiten für eine Vielzahl von schulart- und fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen.

5.1 Bildung für Nachhaltige Entwicklung (Umweltbildung, Globales Lernen)
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Die Themen Umweltbildung und Globales Lernen sind als zentrale Querschnittsthemen in alle Lernbereiche des Heimat- und Sachunterrichts eingeschrieben. Im Rahmen dessen erwerben die Kinder Kompetenzen, die sie befähigen, nachhaltige Entwicklung als solche zu erkennen und sie nach Möglichkeit aktiv mitzugestalten. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren z. B. den Umgang mit Wasser, die  Lebensbedingungen von Menschen weltweit, die Bereitstellung, Umwandlung und Nutzung von Energie, die Herstellung von Lebensmitteln oder die Nutzung von Lebensräumen immer auch unter der Perspektive, was Einzelne zum Erhalt und Fortbestand unserer Lebensgrundlagen tun können, sodass auch die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen weltweit gesichert sind. Damit eng verbunden sind auch Fragen des persönlichen Konsums und der eigenen Beeinflussbarkeit, z. B. durch Werbung.

5.2 Familien- und Sexualerziehung
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Zur Familien- und Sexualerziehung trägt der Heimat- und Sachunterricht bei, wenn sich Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung der Familie für das eigene Leben auseinandersetzen und klischeehafte Rollenvorstellungen für Mädchen und Jungen sowie deren Ursachen hinterfragen. Selbstbewusstsein und Ich-Stärke sind für die Prävention von Missbrauch bedeutsam. Ein weiterer Beitrag besteht in der Entwicklung eines Bewusstseins für den eigenen Körper, dessen Veränderungen und Fähigkeiten.

5.3 Gesundheitsförderung
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Die kritische Einschätzung der eigenen Ernährungsgewohnheiten vor dem Hintergrund von Kenntnissen über gesunde Lebensmittel leistet einen Beitrag zur Gesundheitsförderung. Die Bedeutung eines bewussten Umgangs mit den eigenen Gefühlen für Gesundheit und Wohlbefinden wird in kindgerechter Weise thematisiert, ebenso wie die Themen Hygiene, kindgerechte Suchtprävention und gesundheitsförderndes Freizeitverhalten.

5.4 Interkulturelle Bildung
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Im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts vergleichen die Schülerinnen und Schüler ihre Alltagsgewohnheiten in der Familie, die Feste, die sie feiern und Gebräuche, die sie einhalten. Sie nehmen Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahr und erkennen, dass es unterschiedliche Lebensweisen und Wertvorstellungen gibt, die in einer Gesellschaft für Vielfalt sorgen.

5.5 Kulturelle Bildung und Technische Bildung
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Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich im Heimat- und Sachunterricht in kindgerechter Form mit dem kulturellen Erbe in ihrer Umgebung und verstehen, dass dessen Erhalt auch ihre Aufgabe ist. Dies betrifft auch die Zeugnisse technischer Entwicklung im heimatlichen Umfeld. Die Schülerinnen und Schüler erhalten so ein grundlegendes Verständnis und Einsicht in die Bedeutung von Technik für ihren Alltag und für kulturelle Leistungen.

5.6 Sprachliche Bildung und Medienbildung/Digitale Bildung
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Im Heimat- und Sachunterricht trägt die gezielte Einführung und Sicherung von Fachbegriffen wesentlich zur Sprachlichen Bildung bei. Indem die Schülerinnen und Schüler den Einsatz und die Wirkung von Medien in ihrem persönlichen Umfeld untersuchen und beschreiben, erwerben sie in grundlegender Weise Medienbildung und Digitale Bildung.

5.7 Politische Bildung, Soziales Lernen und Werteerziehung
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Die Schülerinnen und Schüler erfahren in der Klasse und der Schule täglich die Bedeutung eines respektvollen und rücksichtsvollen Umgangs miteinander und sind angehalten, ihren eigenen Beitrag zu leisten. Der Heimat- und Sachunterricht klärt, dass Regeln notwendig sind, auch auf der Ebene einer größeren Einheit wie einer Schule und der Gemeinde. Dadurch werden demokratische Prinzipien erlebbar und konkret. Auch die Tatsache, dass Werte eine Orientierung für das eigene Handeln geben und eine Gemeinschaft menschlich machen, wird in kindgemäßer Weise im Heimat- und Sachunterricht zum Thema, z. B. bei der Besprechung der UN-Charta für die Rechte von Kindern.

5.8 Verkehrserziehung
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Eine wichtige Aufgabe des Heimat- und Sachunterrichts ist es, Schülerinnen und Schüler zu sicherheits- und umweltbewussten, verantwortungsvollen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern zu machen, z. B. durch Üben im Schonraum, in der Jugendverkehrsschule und schließlich im Realverkehr.