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Wirtschaft und Beruf

1.1 Leitfach im Lernfeld Berufsorientierung
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Das Unterrichtsfach Wirtschaft und Beruf sowie die berufsorientierenden Wahlpflichtfächer Technik, Ernährung und Soziales, Wirtschaft und Kommunikation sowie das Fach Werken und Gestalten und das Wahlfach Buchführung bilden das Lernfeld Berufsorientierung. Wirtschaft und Beruf hat darin die Funktion eines Leitfaches. Es wirkt mit theoretischen und praktischen Kompetenzerwartungen und Inhalten in die berufsorientierenden Wahlpflichtfächer und im fächerübergreifenden Sinn auch in weitere Fächer hinein.

1.2 Ziele und inhaltliche Schwerpunkte
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Vorrangiges Bildungsziel des Faches Wirtschaft und Beruf ist es, die Schülerinnen und Schüler auf jene von Arbeit geprägten Bereiche vorzubereiten, in denen sie in Zukunft als Erwerbstätige, als Produzentinnen und Produzenten von Gütern und Dienstleistungen, als Verbraucherinnen bzw. Verbraucher sowie Wirtschaftsbürgerinnen und Wirtschaftsbürger leben werden.

Das Fach Wirtschaft und Beruf beginnt in Jahrgangsstufe 5 und knüpft an Themenbereiche der Grundschulstufe an. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler besonders in grundlegenden und fachspezifischen Methoden bzw. Arbeitstechniken wie Beobachten, Befragen, Interviewen, Beschreiben, Auswerten und Erkunden geschult. Somit legt das Fach Wirtschaft und Beruf die Basis für ein Methodencurriculum.

Die Schülerinnen und Schüler erwerben ein grundlegendes Verständnis in den Bereichen Arbeit, Wirtschaft, Technik, Berufsorientierung und Recht und begreifen Arbeit als Grundphänomen menschlichen Daseins. Dazu setzen sie sich mit wichtigen Tatsachen und Zusammenhängen der Arbeits- und Wirtschaftswelt auseinander. Sie beschäftigen sich mit historischen und aktuellen Entwicklungen in diesen Bereichen und deren Auswirkungen auf das persönliche Leben und die Gesellschaft. Sie achten dabei auch auf ökologische, soziale und politische Gesichtspunkte und erwerben entsprechende Handlungskompetenz. Durch diese komplexe Zielstellung trägt das Fach zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler bei. Neben den Fach- und Methodenkompetenzen werden somit besonders auch die Personal- und Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler weiterentwickelt.

Auf die individuellen Möglichkeiten abgestimmte Aufgabenstellungen und Medien eröffnen den Schülerinnen und Schülern angemessene Zugänge zu den Fragestellungen des Faches Wirtschaft und Beruf. Die spezifischen Gegebenheiten und Unterstützungsmöglichkeiten zur Sicherung des Rechts auf Teilhabe am Arbeitsleben finden dabei besondere Berücksichtigung. Kooperation mit den zuständigen Beratungsstellen der Agentur für Arbeit sowie mit Diensten und Einrichtungen zur beruflichen Eingliederung (z. B. Berufsbildungswerke, Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung, Integrationsfachdienste, Kammern, Innungen, Verbände) bieten für Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte Impulse und Hilfestellungen im Rahmen der Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung.

1.3 Das Fach Wirtschaft und Beruf im Förderschwerpunkt Sprache
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Im Fach Wirtschaft und Beruf profitieren Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Sprache von Hilfen zur visuellen Differenzierung und von sprachlich angepassten Texten, um Sachverhalte und Zusammenhänge zu erfassen, Informationen zu recherchieren und die Leittextmethode anzuwenden. Sie nutzen Formulierungs- und Strukturierungshilfen sowie Wortsammlungen und orientieren sich an Vorlagen, um ihre Beobachtungen bei Betriebserkundungen und Praktika, ihre Handlungsschritte und Erkenntnisse zu dokumentieren und zu reflektieren. Durch wertschätzende Reaktionen der Lehrkraft und der Mitschülerinnen und Mitschüler auf die Präsentation ihrer Ergebnisse und durch das gezielte Üben kommunikativer Situationen im Unterricht (z. B. Interviews, Telefonate, Vorstellungsgespräche) bauen sie Sprechsicherheit und sprachliches Selbstvertrauen auf.

2.1 Kompetenzstrukturmodell
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Kompetenzstrukturmodell Wirtschaft und Beruf

Arbeit, Berufsorientierung, Wirtschaft, Technik und Recht sind Grundkonstanten menschlichen Lebens und die Gegenstandsbereiche des Faches Wirtschaft und Beruf.

Das Kompetenzstrukturmodell des Faches Wirtschaft und Beruf erhält eine Erweiterung durch die vier Entwicklungsbereiche Motorik und Wahrnehmung, Denken und Lernstrategien, Kommunikation und Sprache sowie Emotionen und soziales Handeln, deren Zusammenwirken erfolgreiche Lernprozesse ermöglicht. Individuelle Ressourcen in den Entwicklungsbereichen sind die Grundlage für die Planung und Gestaltung von Lernsituationen. Dadurch ergeben sich Hinweise und Impulse für eine kriterienorientierte Schülerbeobachtung und für die Feststellung des individuellen Entwicklungsstandes.

Handeln
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Die Schülerinnen und Schüler erwerben im Fach Wirtschaft und Beruf Kompetenzen, mit denen sie in ihren unterschiedlichen gesellschaftlichen Rollen wirtschaftliche, berufliche, technische und rechtliche Sachverhalte verstehen und differenziert beurteilen, um nachhaltige, ethisch verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Sie sind bereit, sich mit den Herausforderungen, die sich aus ihren unterschiedlichen Rollen ergeben, rational und aufgeschlossen auseinanderzusetzen. Sie haben die Kompetenz, gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen zu bewältigen, eine rational begründete Berufswahl zu treffen, um die ökonomische und soziale Existenz für sich und andere zu sichern sowie darüber hinaus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik aktiv mitzugestalten.

Analysieren
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Die Schülerinnen und Schüler analysieren wirtschaftliche, berufliche, technische und rechtliche Handlungssituationen und Entscheidungen. Ein fundiertes fachliches Basiswissen und die Fähigkeit des ganzheitlichen Denkens in Systemen und Modellen ermöglichen es ihnen, den Sachverhalt zu erfassen, zu strukturieren, zu systematisieren und ihn in größere Zusammenhänge einzuordnen und mit bereits erworbenen Kompetenzen zu verknüpfen.

Kommunizieren
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Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren in fachrelevanten Situationen unter Verwendung der Fachsprache sowie geeigneter Methoden und Medien sachgerecht und adressatenbezogen. Sie sind in der Lage, sowohl ihre eigene Meinung als auch fachspezifische Inhalte zu präsentieren.

Beurteilen
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Die Analyseergebnisse dienen den Schülerinnen und Schülern unter anderem dazu, wirtschaftliche, berufliche, technische und rechtliche Entscheidungen aus unterschiedlichen Perspektiven vor dem Hintergrund ökonomischer, ökologischer, sozialer sowie ethischer Ziele zu reflektieren und zu bewerten. Daraus leiten sie Konsequenzen für die Bewältigung unterschiedlicher Handlungssituationen ab. Darüber hinaus sind sie zur persönlichen Reflexion fähig, d. h., sie sind in der Lage, beispielsweise ihre individuellen berufsorientierenden Entscheidungen zu reflektieren und kritisch zu bewerten.

Arbeit
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Arbeit ist die Grundkategorie des Faches Wirtschaft und Beruf. Alle anderen Lernbereiche basieren auf diesem Kernbereich. Arbeit bestimmt das menschliche Leben sowohl im eigenen Haushalt, in dem man materielle Hausarbeit, Erziehungsarbeit, Pflegearbeit und Beziehungsarbeit unterscheiden kann, als auch im Beruf, dessen Ausrichtung stets interdependent ist zu wirtschaftlichen Möglichkeiten, zu rechtlichen Bestimmungen sowie zu technischen Einrichtungen. Arbeit ist immer auch zielgerichtet und planvoll. Sie wird bewusst ausgeführt, findet an unterschiedlichen Arbeitsplätzen statt und ist mit körperlicher und/oder geistiger Anstrengung verbunden.

Berufsorientierung
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Ein wichtiges Anliegen ist es, die Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, einen Erstberuf auszuwählen, der zu ihren Fähigkeiten und Neigungen passt und den sie ausfüllen können. Sie erkennen den Wert einer qualifizierten Berufsausbildung und sind sich dessen bewusst, dass in allen Berufen neben fachlichem Können auch soziale und personale Kompetenzen von großer Bedeutung sind. Im berufsorientierenden Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler auf Perspektiven für ihre zukünftige berufliche Entwicklung und die Notwendigkeit von Weiterbildung und beruflicher Flexibilität und Mobilität sowie lebenslangem Lernen aufmerksam gemacht. Sie dokumentieren ihren Berufswahlprozess kontinuierlich ab der Jahrgangsstufe 7. Dieser Berufswahlprozess ist Element der umfassenderen eigenen Lebensplanung. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei auch, wie sie ihre persönlichen und soziokulturellen Lebenssituationen realistisch in diesen Prozess einbeziehen können.

Wirtschaft
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Elementare wirtschaftliche Grundbildung wird im Kontext der Akteure im Wirtschaftskreislauf – private Haushalte, Unternehmen, Staat, Banken und Ausland – und auch im gesamtwirtschaftlichen sowie gesamtgesellschaftlichen Rahmen erworben. In den Handlungsfeldern des Wirtschaftskreislaufs erschließen die Schülerinnen und Schüler lebensbedeutsame Ausschnitte der wirtschaftlichen und sozialen Wirklichkeit (z. B. über die Kategorie Arbeit oder aus der Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher). In einem handlungsorientierten Unterricht (z. B. in den verpflichtend durchzuführenden Projekten und Betriebserkundungen) erfassen sie wirtschaftliche und technische Zusammenhänge, indem sie exemplarisch das Zustandekommen von Entscheidungen und deren Konsequenzen erleben bzw. nachvollziehen und diese reflektieren.

Auf ihre künftige Rolle als Lohn- oder Gehaltsempfängerinnen und  -empfänger, als selbständige Gewerbetreibende, als erwerbstätige Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, als Empfängerinnen und Empfänger staatlicher Leistungen, als Betroffene von Wirtschaftspolitik und als Beteiligte an wirtschaftspolitischen Meinungs- und Entscheidungsprozessen werden die Schülerinnen und Schüler vorbereitet, indem sie mit den jeweiligen Rechten, Pflichten und Möglichkeiten der Einflussnahme bekannt gemacht werden. Insgesamt bekommen sie eine Vorstellung von der Verflochtenheit der verschiedenen Bereiche.

Technik
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Die Schülerinnen und Schüler lernen technische Prozesse und Verfahren kennen und gehen mit technischen Objekten um. Sie setzen sich mit Technikanwendung und Technikfolgen in der Arbeitswelt auseinander. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen auf diese Weise einen Einblick in Strukturen und Funktionen sowie Bedingungen und Folgen von Technik und beurteilen deren Chancen und Risiken. Sie werden auf die Anforderungen aktueller Technik im privaten und beruflichen Bereich vorbereitet. Außerdem nehmen sie die durch Technik herbeigeführten Veränderungen der Umwelt im privaten, beruflichen und öffentlichen Lebensbereich kritisch wahr und werden aufgefordert, verantwortungsbewusst mitgestaltend tätig zu werden.

Recht
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Die Schülerinnen und Schüler eignen sich Kenntnisse über einschlägige rechtliche Bestimmungen an (z. B. in den Bereichen Ausbildung, Erwerbsarbeit und Konsum). Dabei stehen jene Rechtsthemen im Vordergrund, die sie in naher Zukunft – als Einsteigerinnen und Einsteiger in die Berufs- und Arbeitswelt – als erstes betreffen werden.

2.4 Perspektiven
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Die Schülerinnen und Schüler werden auf ihre gegenwärtigen bzw. zukünftigen Rollen als Konsumentinnen und Konsumenten, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in einer zunehmend komplexeren wirtschaftlichen, beruflichen, rechtlichen, technisierten und durch Innovationen geprägten Welt vorbereitet. Durch die europäische und globale Vernetzung sowie durch Anpassungsprozesse im Rahmen der Sozialen Marktwirtschaft wird ihr Leben mitbestimmt.

Motorik und Wahrnehmung
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Kompetenzerwartungen und Inhalte zu den Kompetenzen im Fach Wirtschaft und Beruf werden so gestaltet, dass unterschiedliche Wahrnehmungsbereiche im Sinne eines mehrkanaligen Lernens berücksichtigt und damit auch handlungs- und projektorientierte Lernprozesse ermöglicht werden. Durch eine langsame, deutlich artikulierte Lehrersprache und klare, prägnante Formulierungen wird die auditive Aufnahme unterstützt und das Hörverstehen gesichert. Zur Entlastung des auditiven Kanals werden visuelle Hilfen (z. B. Bilder, Piktogramme) angeboten.

Bei der Gestaltung eines Leittextes sind Einschränkungen der Schülerinnen und Schüler in der visuellen Wahrnehmung und der Figur-Grund-Wahrnehmung zu beachten. Im Leittext wird auf eine visuell klar strukturierte Aufzählung der einzelnen Aufgaben und Arbeitsschritte geachtet. Bei Bedarf werden Hilfen zur visuellen Differenzierung (z. B. Hervorhebung der wichtigsten Informationen durch Fettdruck, Vergrößerungen, Markierungen) eingesetzt. Um Ablenkungen von den wesentlichen Informationen zu vermeiden, werden nur die wichtigsten Inhalte prägnant dargestellt.

Die vollständige Ausführung der Arbeitsschritte überprüfen die Schülerinnen und Schüler z. B. anhand von übersichtlich gestalteten Selbstkontrollbögen. Als Strukturierungshilfen für die schriftliche Dokumentation dienen Formatvorlagen am Computer, z. B. für Planungsunterlagen bei Projekten, Berichte, Bewerbungsunterlagen und für ein Berufswahlportfolio.

Im Fach Wirtschaft und Beruf sowie in den berufsorientierenden Wahlpflichtfächern Technik, Ernährung und Soziales, Wirtschaft und Kommunikation sind grob- und feinmotorische Fähigkeiten für den sachgerechten Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und Arbeitsgeräten notwendig. Bei der Berufswahl sollten Einschränkungen im motorischen Bereich sowie bei der Wahrnehmung räumlicher Beziehungen berücksichtigt werden.

Denken und Lernstrategien
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Im Fach Wirtschaft und Beruf analysieren und bewerten die Schülerinnen und Schüler wirtschaftliche, berufliche, technische und rechtliche Handlungssituationen und Entscheidungen. Dazu benötigen sie fundiertes fachliches Basiswissen und die Fähigkeit des ganzheitlichen Denkens in Systemen und Modellen, um Sachverhalte der Arbeits- und Wirtschaftswelt zu erfassen, zu strukturieren, zu systematisieren und in größere Zusammenhänge einzuordnen.

Beim projektorientierten Arbeiten bzw. bei der Projektarbeit werden Planungs-, Analyse-, Problemlöse- und Reflexionsfähigkeiten benötigt, dies sind hohe kognitive und sprachliche Anforderungen und bedürfen spezifischer individueller Betreuung. Anhand vielfältiger Aufgabenstellungen wird das Erstellen von Plänen sowie das zeitliche und inhaltliche Strukturieren der Handlungsschritte gemeinsam im Unterricht erarbeitet und auch fächerübergreifend geübt.

Bei der Informationsentnahme aus Texten (z. B. Leittexte zur Projektarbeit, Gesetzestexte, Sachtexte, Zeitungsartikel) und beim selbständigen Recherchieren von Daten wenden die Schülerinnen und Schüler Lesetechniken und Strategien zur Informationsentnahme selbständig an. Je nach Lesekompetenz werden die Texte und unterschiedlichen Quellen bezüglich Komplexität, Wortschatz, Sprachstruktur und Inhalt reduziert und angepasst.

Der Umgang mit Verständnisschwierigkeiten und auftretenden Problem wird thematisiert, indem geeignete Strategien und Hilfsmittel (z. B. erneutes Nachlesen im Text, Internetrecherche, Alternativen ausprobieren) besprochen und eingeübt werden. Wenn die Schülerinnen und Schüler Unklarheiten nicht selbst lösen können, verbalisieren sie diese und fragen bei ihren Mitschülern oder der Lehrkraft gezielt nach.

Die Schülerinnen und Schüler werden dazu angeregt, ihre Arbeitsprozesse, Handlungsschritte und Ergebnisse selbstkritisch einzuschätzen und zu reflektieren, indem sie häufig Gelegenheiten zur Selbst- und Fremdeinschätzung nützen. Vorstrukturierte Reflexions- und Beobachtungsbögen geben Hilfen bei der Ideenfindung und Schreibhilfen werden durch vorgegebene Satzanfänge, Einschätzskalen und Ankreuzaufgaben angeboten.

Bei Betriebserkundungen oder bei Befragungen und Interviews beschreiben und protokollieren die Schülerinnen und Schüler ihre Beobachtungen und Ergebnisse. Anschließend vergleichen, analysieren und reflektieren sie die gewonnenen Erkenntnisse. Beim Einüben dieser fachspezifischen Methoden wirkt die Lehrkraft unterstützend und stellt je nach individuellen Fähigkeiten Formulierungshilfen (z. B. Satzstarter, Modellsätze) und themenbezogene Wortsammlungen zur Verfügung.

Kommunikation und Sprache
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Tätigkeiten und Aufgabenstellungen im Fach Wirtschaft und Beruf werden auf die individuellen Möglichkeiten und sprachlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler abgestimmt. Dabei wird insbesondere auf die Komplexität der sprachlichen Darstellung geachtet und es werden Methoden zur sprachlichen Vorentlastung des Unterrichts eingesetzt.

Das sichere Verwenden von Fachbegriffen (z. B. Bezeichnungen für die verschiedenen Materialien, Werkzeuge, Arbeitsgeräte, Arbeitsschritte) ist die Grundvoraussetzung, dass die Schülerinnen und Schüler auch komplexere Handlungsschritte im Umgang mit Werkzeugen und Maschinen verbalisieren können. Durch die intensive Wortschatzarbeit werden die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützt, in fachrelevanten Situationen sachgerecht und adressatenbezogen zu kommunizieren und fachspezifische Inhalte zu präsentieren. Bei Unterrichtsthemen im Fach Wirtschaft und Beruf taucht häufig neuer Wortschatz auf. Beispielsweise lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Formen von Entlohnung (z. B. Zeitlohn, Leistungslohn), gesetzliche Abgaben (z. B. Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag), die Bereiche Urproduktion, Dienstleistung, Industrie und Handwerk sowie Arbeitsplatzmerkmale kennen.

Neue Fachbegriffe werden mithilfe eines multimodalen Markenmix nachhaltig im mentalen Lexikon abgespeichert. Zur Sicherung der Wortbedeutung äußern die Schülerinnen und Schüler Assoziationen zu dem Wort, bilden Eselsbrücken, finden Gegenteile, Oberbegriffe etc. Zur phonologischen Sicherung dienen die Bestimmung der Silbenanzahl, der Anfangs- und Endlaute und das Finden von Reimwörtern. Die Schülerinnen und Schüler benutzen selbständig Medien (z. B. Wörterbuch, Internet), um ihren Wortschatz zu erweitern und sammeln fachbezogenes Wortmaterial, z. B. in Form von Plakaten und Themenwörterbüchern. Beim Wortabruf und der Anwendung der Fachbegriffe nutzen sie angebotene Abruf- und eigene Merkhilfen. Gespräche, Referate, Rollenspiele und unterschiedliche schriftliche Formen wie Tages- und Wochenberichte, Bewerbungsschreiben, Portfolio oder Texte für die Schülerzeitung dienen als Übungsfeld zum Einsatz der Fachsprache.

Durch regelmäßiges Präsentieren ihrer Arbeitsergebnisse (z. B. bei Projekten, Betriebserkundungen), durch das Vorstellen von Berufen und Praktikumsbetrieben sowie das Trainieren von Bewerbungsgesprächen gewinnen die Schülerinnen und Schüler Sicherheit und Selbstbewusstsein in kommunikativen Situationen. Bei der Präsentation vor der Klasse setzen sie gezielt sprachliche Mittel (Mimik, Gestik, Intonation) ein und treten in Interaktion mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, indem sie auf deren Fragen eingehen. Für einen sicheren und anschaulichen Vortrag nutzen sie Merk- und Strukturierungshilfen (z. B. Stichwortkarten) und geeignete Medien, z. B. PC-Präsentationsprogramme, Bilder.

Unter dem Aspekt der Berufsorientierung und Berufswahl rückt der Förderbedarf im sprachlichen und kommunikativen Bereich verstärkt in das Blickfeld. Häufig benötigen die Schülerinnen und Schüler Unterstützung durch die Eltern und die Lehrkraft bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz. Im Unterricht werden Berufswahltests durchgeführt, Listen zu möglichen Praktikumsbetrieben erstellt, Formulierungshilfen für Telefongespräche erarbeitet und diese im Rollenspiel erprobt sowie mögliche Fragen des Praktikumsbetriebes bzw. Fragen an den Betrieb gesammelt.

Beim Kontakt der Schule mit den Praktikumsbetreuern im Betrieb wird die besondere Situation jeder Schülerin und jedes Schülers thematisiert und es werden geeignete Hinweise zum Umgang mit dem sprachlichen Förderbedarf gegeben. Durch regelmäßige Besuche während des Betriebspraktikums werden wechselseitige Erfahrungen auf Seiten des Betriebes, der Schülerin oder des Schülers und der Schule gesammelt und ausgetauscht.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten Hilfe, ihre Berufswünsche hinsichtlich ihrer sprachlichen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und werden auf Unterstützungsangebote vor und während der Ausbildungszeit aufmerksam gemacht. Dazu gehören die Kooperation mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit sowie mit Diensten und Einrichtungen zur beruflichen Eingliederung (z. B. Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte, Integrationsfachdienste, MSD Beruf und Arbeit). In der Jahrgangsstufe 9 schätzt die Lehrkraft im sonderpädagogische Gutachten nach § 27 VSO-F die Ausbildungsreife ein und verweist auf geeignete Berufsfelder, Ausbildungsberufe sowie berufsvorbereitende Maßnahmen und ausbildungsbegleitende Hilfen.

Emotionen und soziales Handeln
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Das Fach Wirtschaft und Beruf bietet vielfältige Möglichkeiten, soziale und personale Kompetenzen auszubauen und die Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen zu bewältigen. In allen Jahrgangsstufen findet soziales Lernen im projektorientierten Arbeiten statt. Manche Aufgaben können nur im Team erfolgreich bewältigt werden und die Notwendigkeit des gemeinsamen Tuns wird deutlich. In der Gruppe lernen die Schülerinnen und Schüler, miteinander zu arbeiten ohne auszugrenzen und das Arbeitsmaterial gemeinsam zu nutzen. Aufgrund ihres sprachlichen Förderbedarfs benötigen manche Schülerinnen und Schüler individuelle Unterstützung, um sich in ein Team einzuordnen, auf Fragen und Vorschläge anderer einzugehen, berechtigte Einwände zu artikulieren und sich mit Kritik konstruktiv auseinanderzusetzen. Klar strukturierte, reduzierte Aufgabenstellungen, vorab erarbeitete Diskussionsregeln, die bewusste Zusammensetzung des Teams nach Fähigkeiten und unter sozialen Aspekten und im Team festgelegte Aufgaben für jedes Gruppenmitglied machen soziale Lernaufgaben überschaubar.

Im Unterricht ergeben sich vielfältige freie Sprechanlässe sowie gelenkte Übungsmöglichkeiten für kommunikative Situationen, z. B. im Rollen- und Planspiel. Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren respektvoll miteinander, beachten erarbeitete Gesprächsregeln und wenden diese bei kooperativen Lernformen sowie in außerschulischen Situationen an. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu ermutigt, in allen Erfahrungsfeldern Fragen zu stellen und die aktive Zuhör- und Fragehaltung wird positiv verstärkt. Zur Vorbereitung von Interviews mit außerschulischen Expertinnen und Experten werden im Unterricht z. B. zunächst Fragen mithilfe von angebotenen Satzstrukturen erarbeitet und im gesicherten schulischen Rahmen erprobt.

Im Fach Wirtschaft und Beruf werden verantwortungsbewusstes Handeln sowie das verlässliche Einhalten von Regeln gefördert. Vor dem Durchführen von Betriebserkundungen, Betriebspraktika und Projekten thematisieren die Schülerinnen und Schüler Verhaltensregeln und Maßnahmen zum Arbeitsschutz und zur Arbeitssicherheit. Das schriftliche Festhalten der Regeln und die Visualisierung der Verbots-, Gefahren- und Hinweisschilder (z. B. in Form eines Plakates) dienen als Erinnerungshilfe. 

3 Aufbau des Fachlehrplans im Fach Wirtschaft und Beruf
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Die entwicklungsbezogenen Kompetenzen in den Bereichen Motorik und Wahrnehmung, Denken und Lernstrategien, Kommunikation und Sprache, Emotionen und soziales Handeln bilden die Grundlage für den individuellen Kompetenzerwerb im Fach Wirtschaft und Beruf.

Die Lernbereiche entsprechen im Fach Wirtschaft und Beruf den Gegenstandsbereichen Arbeit, Wirtschaft, Recht, Berufsorientierung und Technik des Kompetenzstrukturmodells und werden durch den Lernbereich Projekt ergänzt. Dieser Lernbereich Projekt ist den anderen Lernbereichen übergreifend zugeordnet und wird jeweils mit mindestens einem der anderen Lernbereiche kombiniert.

Beginnend in der Jahrgangsstufe 5 werden die Schülerinnen und Schüler behutsam über zunächst projektorientiertes Vorgehen an die selbständige, leittextorientierte Projektarbeit ab Jahrgangsstufe 7 herangeführt, damit sie in der Projektprüfung in der Jahrgangsstufe 9  souverän die vollständige Handlung anhand eines Leittextes bewältigen.

4 Zusammenarbeit mit anderen Fächern
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Die Ziele des Faches Wirtschaft und Beruf können am besten erreicht werden, wenn ausgewählte Kompetenzerwartungen und Inhalte in Kooperation mit anderen Fächern, vor allem den berufsorientierenden Wahlpflichtfächern Technik, Ernährung und Soziales,  Wirtschaft und Kommunikation, dem Fach Werken und Gestalten sowie den Wahlfächern Informatik und Buchführung erarbeitet werden. Vor allem das Fach Deutsch leistet wichtige Unterstützung für das Fach Wirtschaft und Beruf, indem es Grundlagen im Bereich der Kommunikation (Lesen, Sprechen, Schreiben, Präsentation) schafft und vielfältige Ansätze zur Kooperation bietet.

Besonders wirksam wird die Zusammenarbeit im Lernfeld Berufsorientierung in Form der fächergruppenspezifischen Projekte. Zusammenhänge und Wechselwirkungen, die z. B. zwischen ökonomischen, sozialen und technischen Bereichen des Lebens bestehen, werden von den Schülerinnen und Schülern beispielhaft aufgezeigt, nachvollzogen und reflektiert. Durch eigenverantwortliches Tätigwerden können sie wirtschaftliche und technische Erfahrungen sammeln und wirtschaftliches und technisches Handeln lernen. Sie erproben dabei auch, wie sie Aufgaben und neue Situationen bewältigen können.

Der Fachlehrplan Wirtschaft und Beruf enthält Kompetenzerwartungen und Inhalte, die sich für projektorientierte fächerübergreifende Arbeitsweisen besonders gut eignen. Bereits in den Jahrgangsstufen 5 und 6 bieten sich erste Leittexte als Arbeitsgrundlage für projektartiges Vorgehen an. In den Jahrgangsstufen 7 bis 9 enthält der Lehrplan Themenvorschläge, die in mindestens einem Projekt pro Jahrgangsstufe erarbeitet werden. In den Fachlehrplänen der berufsorientierenden Wahlpflichtfächer sind entsprechende Inhalte für diese Kooperation parallel dazu ausgewiesen. Schülerfirmen können die Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer fächerübergreifenden Projektarbeit in vorausgehenden Jahrgangsstufen gründen.

Das Fach Wirtschaft und Beruf trägt in seiner Gesamtstruktur zur Werteerziehung bei. Übergeordnete Werte wie Respekt und Toleranz gegenüber anderen sowie Rücksicht und Achtung vor Natur und Umwelt können in Kooperation mit Evangelischer Religionslehre und Katholischer Religionslehre sowie Ethik in einen lebensweltlichen Kontext gestellt, veranschaulicht, konkretisiert und reflektiert werden.

Mehrsprachige Schülerinnen und Schüler werden beim Erwerb der Fachsprache dahingehend unterstützt, dass sie sich in deutscher Sprache über fachliche Inhalte austauschen und verständigen können.

5.1 Berufliche Orientierung
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Das Fach Wirtschaft und Beruf trägt mit seinem Grundaufbau zu diesem übergreifenden Bildungs- und Erziehungsziel bei, da ein wesentlicher und kennzeichnender Gegenstandsbereich des Faches die Berufsorientierung ist. In allen Jahrgangsstufen findet projektorientiertes Arbeiten bzw. Projektarbeit auch unter dem Aspekt der Berufsorientierung statt.

Ebenso ist der Gegenstandsbereich Arbeit eng mit dem Bildungs- und Erziehungsziel Berufliche Orientierung verbunden. Von der Bildung des Begriffs Arbeit ab der Jahrgangsstufe 5 ausgehend werden relevante Arbeitsplatzmerkmale reflektiert, an Arbeitsorten in der Schule, zu Hause sowie im Betrieb erkundet und mit den persönlichen beruflichen Perspektiven verglichen, sodass am Ende der Schulzeit eine fundierte Berufswahl möglich ist.

In Jahrgangsstufe 8 der Regelklassen wird der Schwerpunkt der Beruflichen Orientierung mit den Makromethoden Betriebserkundung, Betriebspraktikum und Projekt gesetzt. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern findet in vielfältiger Weise statt.

5.2 Medienbildung/Digitale Bildung
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Die Schülerinnen und Schüler nutzen verschiedene Medien kritisch, verantwortungsbewusst und selbstbestimmt. Dabei werden sie befähigt, auch mit digitalen Systemen umzugehen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit aktuellen Informations- und Medienangeboten und beachten die rechtlichen Bestimmungen für die schulische sowie private Mediennutzung und -gestaltung (z. B. Datenschutz, Urheberrecht). Sie recherchieren zielgerichtet Informationen und verarbeiten diese u. a. bei der Gestaltung von Digital- und Printmedien.

5.3 Ökonomische Verbraucherbildung
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Die Gegenstandsbereiche Wirtschaft und Recht sind in allen Jahrgangsstufen geprägt von diesem übergreifenden Bildungs- und Erziehungsziel. Stets geht es darum, als verantwortungsbewusste Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Wirtschaftsbürgerinnen und Wirtschaftsbürger überlegt mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen. Somit ist das Fach Wirtschaft und Beruf Leitfach für die Ökonomische Verbraucherbildung.

5.4 Technische Bildung
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Der Gegenstandsbereich Technik bildet im Fach Wirtschaft und Beruf das übergreifende Bildungs- und Erziehungsziel der Technischen Bildung ab. Beginnend in der Jahrgangsstufe 5 werden die vielfältigen Facetten von Technik – später auch in Kooperation mit dem berufsorientierenden Wahlpflichtfach Technik – erarbeitet.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren die Faszination und die Möglichkeiten technischer Entwicklungen und setzen sich mit den Chancen und Gefahren des technischen Fortschritts auseinander. Dabei erkennen sie die Bedeutung eines schonenden Umgangs mit den begrenzten Ressourcen der Umwelt und der Gesundheit. Hieraus erwerben die Schülerinnen und Schüler die Bereitschaft und Fähigkeit, durch einen verantwortungsvollen und dem Wohl des Menschen dienenden Umgang mit der Technik einen Beitrag für die Gestaltung ihres persönlichen Umfeldes und für die Gesellschaft zu leisten.

5.5 Bildung für Nachhaltige Entwicklung (Umweltbildung, Globales Lernen)
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Die Gegenstandsbereiche Technik und Wirtschaft des Faches Wirtschaft und Beruf bieten Ansatzpunkte für dieses übergreifende Bildungs- und Erziehungsziel: Die Schülerinnen und Schüler reflektieren kritisch ökologische Auswirkungen von Technikeinsatz. Sie wägen zwischen reiner Technikgläubigkeit und sinnvoller bzw. notwendiger Techniknutzung unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ab – und dies nicht nur regional, sondern auch global. Ähnliche Ansätze finden sich im Gegenstandsbereich Wirtschaft, wenn bei der Betriebserkundung u. a. Fragen der ökologischen Verantwortung eines Betriebs formuliert werden.

5.6 Soziales Lernen
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In allen Jahrgangsstufen findet Soziales Lernen im projektorientierten Arbeiten bzw. in der Projektarbeit statt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten gemeinsam und erwerben essenzielle Sozialkompetenzen, die sie auch im späteren Berufsleben benötigen: Sie müssen Rücksicht nehmen, sich mit Kritik konstruktiv auseinandersetzen, sich in ein Team einordnen, aber auch berechtigte Einwände artikulieren und durchsetzen können. Sie entwickeln und zeigen Arbeitstugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit.

5.7 Werteerziehung
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Das übergreifende Bildungs- und Erziehungsziel Werteerziehung findet sich in der gesamten Struktur des Faches Wirtschaft und Beruf wieder. Stets geht es um verantwortungsbewusstes Handeln oder um den Aufbau von Grundhaltungen, die das Zusammenleben in unserer pluralistischen Gesellschaft ermöglichen. Respekt und Toleranz gegenüber anderen sowie Rücksicht und Achtung vor Natur und Umwelt sind dabei die übergeordneten Werte, die sich sowohl in den großen Weltreligionen als auch in philosophischen Denkansätzen wiederfinden.