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Berufliche Orientierung

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„Das Gymnasium vermittelt die vertiefte allgemeine Bildung, die für ein Hochschulstudium vorausgesetzt wird; es schafft auch zusätzliche Voraussetzungen für eine berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschule“ (Art. 9, Abs. 1 BayEUG). Im Rahmen des Gesamtkonzepts zur beruflichen Orientierung stellt das Modul in Jahrgangsstufe 9 ein wichtiges Element zur Erlangung der Berufsfindungskompetenz dar, d. h. die Schülerinnen und Schüler können eigenständig eine reflektierte Berufswahlentscheidung treffen.


In einer digitalisierten und globalisierten Welt ist angesichts von Informationsfülle und einer Vielfalt an Berufen sowie einer immer komplexer werdenden Berufswelt eine fundierte Berufswahlentscheidung wichtiger denn je. Auf Basis ihrer persönlichen Begabungen und Potenziale sowie ihrer Neigungen und Interessen setzen sich die Schülerinnen und Schüler im Modul zur beruflichen Orientierung mit verschiedenen Berufsbildern auseinander. Sie überlegen vor diesem Hintergrund, welche schulischen und beruflichen Ausbildungswege sie dabei zum Ziel führen. Im Bewusstsein ihrer Gleichwertigkeit werden akademische und berufliche Bildung gleichermaßen in den Blick genommen. Die Jugendlichen analysieren zudem wichtige Elemente und Erfolgsfaktoren einer Bewerbung und erstellen ein Bewerbungsschreiben einschließlich eines Lebenslaufs. Sie dokumentieren diese Unterlagen in einem Portfolio, das sie in den folgenden Jahrgangsstufen fortführen.


Berufliche Orientierung sollen die Heranwachsenden als kontinuierlichen Prozess verstehen und diesen aktiv und verantwortungsbewusst angehen. Dabei übernimmt die Lehrkraft im Modul verstärkt eine Begleiterrolle, in welcher sie Entwicklungsprozesse anregt und Alternativen aufzeigt. Bei der Methodik stehen daher interaktive und aktivierende Unterrichtsformen im Vordergrund. Die Einbeziehung externer Partner spielt eine wichtige Rolle, z. B. im Rahmen eines Praktikums. Die Begegnung mit der beruflichen Wirklichkeit soll dazu anregen, neue Wege zu erkennen und eigene Erwartungen vor dem Hintergrund der Realität der Berufswelt zu relativieren.