Lehrplan PLUS

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Spanisch

Das angegebene Fachprofil wird derzeit überarbeitet; die überarbeitete Fassung wird nach Abschluss der Anpassung des LehrplanPLUS an das neunjährige Gymnasium veröffentlicht.

1 Selbstverständnis des Faches Spanisch und sein Beitrag zur Bildung
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Als eine der Weltsprachen ist das Spanische Muttersprache vieler Menschen in zahlreichen Regionen der Welt, offizielle Sprache in 23 Ländern, Arbeitssprache in internationalen Organisationen und somit eine der meist gesprochenen Sprachen der Welt. In den USA steigt der Anteil Spanisch sprechender Einwohner stetig, an und in vielen europäischen Staaten erfreut sich Spanisch als Fremdsprache großer Beliebtheit.

Als viel besuchtes Urlaubsland dürfte Spanien einigen Schülerinnen und Schülern bereits vertraut sein. Im Spanischunterricht setzen sich die Jugendlichen wesentlich intensiver mit diesem bedeutenden Kulturraum auseinander, sodass sie diesbezüglich eigenständige und realistische Vorstellungen entwickeln. Sie lernen Spanien und Hispanoamerika in ihrer Komplexität kennen. An repräsentativen Beispielen erarbeiten sie sich Zugänge zu vielfältigen Naturräumen und zahlreichen kulturellen Traditionen, die den spanischen Sprachraum geprägt haben, und lernen, sich aufgrund ihrer Kenntnisse respektvoll mit ihnen auseinanderzusetzen.

Das Unterrichtsfach Spanisch bietet eine große Spannbreite interkultureller Begegnungen mit einem europäischen Land, das z. T. mit Deutschland eine gemeinsame Geschichte hat, und mit Kulturen, die historisch und geographisch kaum entfernter sein können. Besondere Bedeutung kommt der jahrhundertelangen arabischen Herrschaft über die Iberische Halbinsel zu. Die Jugendlichen setzen sich mit den Interessen verschiedener Bevölkerungsgruppen auseinander (z. B. convivencia de las tres culturas, spanische Mehrsprachigkeit). Sie erkennen die Vielfalt der Probleme und Chancen der Migration aufgrund zahlreicher historischer und aktueller Entwicklungen der spanischsprachigen Welt und ihrer Nachbarregionen in Europa, Afrika und Nordamerika.

Über Arbeits- und Studienaufenthalte bestehen seit vielen Jahrzehnten enge Beziehungen zwischen Deutschland und Spanien. Bei Schüleraustauschprogrammen und anderen, auch durch die neuen Medien ermöglichten Schulkontakten, erhalten Jugendliche die Gelegenheit, geographisch entfernte Kulturen kennenzulernen und ihre Sprachkenntnisse zu erproben und anzuwenden. Nicht zuletzt bieten die Begegnungen mit den spanischsprachigen Mitbürgern in Deutschland eine greifbare Möglichkeit zur authentischen Verwendung der Sprache sowie für direkte interkulturelle Erfahrungen.

Auf der Grundlage der in der Schule erlangten Kompetenzen können die Schülerinnen und Schüler an den DELE-Prüfungen teilnehmen, die an vielen Schulorten jährlich angeboten werden. Die Zertifikate werden im gesamten spanischen Sprachraum anerkannt, auch zum Nachweis der sprachlichen Kenntnisse bei der Einschreibung an vielen Universitäten im spanischsprachigen Raum.

2.1 Kompetenzstrukturmodell
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Kompetenzstrukturmodell "Spanisch"

Das Kompetenzstrukturmodell für Spanisch entspricht dem Modell für Moderne Fremdsprachen, das im Fachbereichsprofil erläutert wird.

2.2 Kompetenzbereiche
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Die Ausführungen zu den einzelnen Kompetenzbereichen finden sich im Fachbereichsprofil Moderne Fremdsprachen.

3 Aufbau des Fachlehrplans im Fach Spanisch
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Spanisch wird am Sprachlichen Gymnasium im Bereich des Wahlpflichtprogramms als 3. Fremdsprache sowie in allen Ausbildungsrichtungen als spätbeginnende Fremdsprache ab der 10. Jahrgangsstufe angeboten. Bei erfolgreichem Abschluss erreichen die Schülerinnen und Schüler in Spanisch als 3. Fremdsprache am Ende der Jahrgangsstufe 8 das Niveau A2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen, nach Jahrgangsstufe 9 das Niveau A2+, nach Jahrgangsstufe 10 das Niveau B1. Nach erfolgreicher Belegung in der Oberstufe werden im Einklang mit den Vorgaben der Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife der KMK die Niveaustufe B1+ (nach Q11) und B2 (nach Q12) ausgewiesen. Im Leseverstehen wird in Q11 das Niveau B2 und in Q12 das Niveau C1 erreicht.
In Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache wird entsprechend am Ende von Q12 das Niveau B1 (im Leseverstehen B1+) erreicht. Die spätbeginnende Fremdsprache ist geprägt durch eine steilere Progression und eine stärkere Betonung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit. Hier hat die erfolgreiche Bewältigung alltäglicher Kommunikationssituationen Vorrang, eine vertiefte Behandlung der Grammatik wie bei Spanisch als 3. Fremdsprache ist nicht intendiert.
In der Oberstufe haben die Schülerinnen und Schüler durch W- und P-Seminare im Fach Spanisch und durch zusätzliche Kurse im Profilbereich, wie z. B. Spanische Konversation, die Möglichkeit, ihre Spanischkenntnisse zu erweitern und zu vertiefen.

Der Jahrgangsstufenlehrplan ist in fünf Lernbereiche untergliedert. Die ersten vier entsprechen den im Kompetenzstrukturmodell dargestellten Kompetenzen. Die Kompetenzerwartungen zum Bereich „Orthographie“ wurden im Fachlehrplan Spanisch dem Bereich „Schreiben“ zugeordnet. Die „Themengebiete“ nehmen als fünfter Lernbereich eine Sonderstellung ein, da sie für die jeweilige Jahrgangsstufe die thematischen Inhalte festlegen, an denen die vorgenannten Kompetenzen erworben werden. Die Sprachreflexion findet sich jeweils in den Themengebieten integriert. Daraus ergibt sich der folgende, über alle Jahrgangsstufen identische Aufbau der Lehrpläne:

1 Kommunikative Kompetenzen

1.1 Kommunikative Fertigkeiten:

  • Hör- und Hörsehverstehen
  • Leseverstehen
  • Sprechen
  • Schreiben
  • Sprachmittlung

1.2 Verfügen über sprachliche Mittel:

  • Wortschatz
  • Grammatik
  • Aussprache und Intonation

2 Interkulturelle Kompetenzen

3 Text- und Medienkompetenzen

4 Methodische Kompetenzen

5 Themengebiete

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln anhand der für die einzelnen Jahrgangsstufen festgelegten Themengebiete nach und nach ein breit gefächertes Bild der facettenreichen spanischsprachigen Welt und bilden die Fähigkeit aus, sich in vielerlei Situationen gewandt zu verständigen. Hierbei greifen die einzelnen Lehrplanbereiche ineinander, sodass der Erwerb der sprachlichen Mittel und Kompetenzen immer einhergeht mit den kommunikativen Bedürfnissen im Zusammenhang mit bestimmten Themen und Lebenssituationen.
Ausgehend von den im Fremdsprachenunterricht üblichen grundlegenden kommunikativen Situationen werden im Spanischunterricht von Beginn an Charakteristika des Zielkulturraums, wie etwa der unterschiedliche Tagesrhythmus, erarbeitet. Dies geschieht im Zusammenhang mit repräsentativen Regionen des spanischen Sprachraums, die auch in ihrer geschichtlichen und wirtschaftlichen Entwicklung betrachtet werden. Die ausgewählten Regionen bilden den Ausgangspunkt für die Erarbeitung aktueller Themen, auf die in allen Jahrgangsstufen in altersgemäßer Form Bezug genommen wird.
Im Rahmen der Sprachreflexion gewinnen die Schülerinnen und Schüler zunehmend differenzierte Einblicke in die Besonderheiten der spanischen Sprache und deren Rolle als Weltsprache. Zunächst steht das europäische Spanisch aufgrund seiner geographischen Nähe im Vordergrund, doch werden in dem Maße, wie weitere spanischsprachige Regionen vorgestellt werden, schon bald die entsprechenden regionalen Normen vermittelt, sodass die Schülerinnen und Schüler schließlich mit dem in der spanischsprachigen Welt charakteristischen Modell polyzentrischer Normen vertraut werden.
Nach der Spracherwerbsphase fördert der themenorientierte Unterricht der Oberstufe exemplarisch ein vertieftes Literaturverständnis sowie die Weiterentwicklung der interkulturellen Kompetenz. Dabei spielt die Auseinandersetzung mit ausgewählten Werken der spanischsprachigen Literatur und Kunst sowie dem Filmschaffen eine zentrale Rolle.

4 Zusammenarbeit mit anderen Fächern
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Besondere Bedeutung beim Erlernen des Spanischen haben Kenntnisse in weiteren bereits erlernten Fremdsprachen. In der Regel können die Schülerinnen und Schüler auf Latein- oder Französischkenntnisse zurückgreifen, bei der spät beginnenden Variante u. U. sogar auf beide Sprachen, was insbesondere bei der Entwicklung des eigenen Wortschatzes in der neuen Fremdsprache, aber auch beim Verständnis von sprachlichen Strukturen sehr hilfreich sein kann. Auch das Englische bietet in diesen Bereichen eine gute Unterstützung. Dies ermöglicht eine zügige Progression, sodass schon in drei Schuljahren ein sehr solides Fundament von Spanischkenntnissen erreicht werden kann. Umgekehrt haben Schülerinnen und Schüler nach dieser Zeit eine hervorragende Grundlage zum Erlernen weiterer romanischer Sprachen, besonders des Italienischen und des Portugiesischen.

5 Beitrag des Faches Spanisch zu den übergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen
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Die modernen Fremdsprachen leisten in ihrer Gesamtheit einen wesentlichen Beitrag zu den fächer- und schulartübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen. Dieser wird im Fachbereichsprofil Moderne Fremdsprachen erläutert.