Lehrplan PLUS

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FAQ aus Sicht der Mittelschule

1 Warum braucht die Mittelschule einen neuen Lehrplan?
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Für die Mittelschule gilt noch der Lehrplan der Hauptschule von 2004. Er erfüllt nur teilweise den Anspruch der Kompetenzorientierung und berücksichtigt nicht vollständig das aktuelle Profil der Mittelschule sowie die länderübergreifenden Bildungsstandards.

2 Ändert sich die Stundentafel an der Mittelschule?
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Vorgesehen ist, das Erlernen des Tastschreibens am Computer bereits in den Jahrgangsstufen 5 und 6 verbindlich zu verankern.

Im Rahmen der gültigen Stundentafel wird ein Fachlehrplan Deutsch als Zweitsprache, der nicht an Jahrgangsstufen gebunden ist, als fester Bestandteil in den Mittelschullehrplan aufgenommen.

3 Lässt der neue Mittelschullehrplan ausreichenden pädagogischen Gestaltungsspielraum?
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Die im Mittelschullehrplan ausgewiesenen Kompetenzerwartungen und Inhalte beziehen sich auf etwa 26 (von insgesamt 38) Unterrichtswochen, in Abschlussklassen auf etwa 20. Verpflichtende Betriebspraktika und -erkundungen sowie ausreichend Zeit für einen nachhaltigen Kompetenzerwerb sind darin bereits berücksichtigt. Die verbleibende Zeit kann von der Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung gestaltet werden. Sie steht unter anderem zur Verfügung, um aktuelle Anlässe aufzugreifen und Themen zu vertiefen. Dieser pädagogische Freiraum kann auch genutzt werden für Klassenfahrten, zur Gestaltung des Schullebens und für Projekte zum sozialen Lernen.

Innerhalb der Lehrplanvorgaben hat die Lehrkraft auch weiterhin die Möglichkeit, konkrete Unterrichtsthemen selbst zu wählen und Schwerpunkte entsprechend den Bedürfnissen und Gegebenheiten vor Ort zu setzen.

4 Bleiben die differenzierten Bildungsgänge und differenzierten Abschlüsse der Mittelschule erhalten?
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Die Mittelschule bietet auch weiterhin zwei Bildungsgänge, die zu drei verschiedenen Abschlüssen führen: zum erfolgreichen Abschluss der Mittelschule, zum qualifizierenden Abschluss der Mittelschule und in Mittlere-Reife-Klassen zum mittleren Schulabschluss an der Mittelschule. Auch die Möglichkeit, in Verbindung mit der Berufsausbildung den qualifizierten beruflichen Bildungsabschluss („Quabi“) zu erwerben, bleibt erhalten.

Die Lehrpläne der Mittlere-Reife-Klassen sind parallel zu denen des Regelbereichs konzipiert, so dass eine Durchlässigkeit zwischen den Bildungsgängen in vollem Umfang gegeben ist. Sie weisen jedoch durchgängig ein erhöhtes, anderen mittleren Bildungsgängen entsprechendes Anforderungsniveau aus. Dies zeigt sich sowohl in den Kompetenzerwartungen als auch in der Komplexität der Inhalte.

5 Welche Konsequenzen haben die kompetenzorientierten Lehrpläne für den Unterricht in der Mittelschule?
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Mit den verbindlichen Projekten im Lernfeld Arbeit-Wirtschaft-Technik und der modularen Förderung werden in der Mittelschule auf Basis des Lehrplans von 2004 bereits zwei kompetenzorientierte Unterrichtsformen umgesetzt.

Darüber hinaus ist der gesamte Unterricht künftig noch stärker darauf ausgerichtet, dass Schülerinnen und Schüler über Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten hinaus Kompetenzen erwerben, um reflektiert und eigenverantwortlich zu handeln. Dies geschieht in der aktiven geistigen Auseinandersetzung mit bedeutsamen Themen und Fragestellungen und erfordert verschiedene, auch alltagsnahe Lernsituationen, die auch den fachlichen Austausch mit Mitschülern anregen. Dabei kommt einer kompetenzorientierten Aufgabenkultur, die Lernen, Üben, Anwenden und Reflektieren sinnvoll und kontinuierlich verknüpft, eine hohe Bedeutung zu.

6 Wurde bei der Lehrplanentwicklung auf die Harmonisierung der Übergänge zwischen der Mittelschule und den anderen Schularten geachtet?
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Die Lehrpläne der an LehrplanPLUS beteiligten Schularten (Grundschule, Mittelschule, Realschule, Gymnasium sowie Wirtschaftsschule und FOS/BOS) entstehen in enger Abstimmung. Damit ist zum ersten Mal die Möglichkeit gegeben, die Fächer an den Schnittstellen zu harmonisieren und den Schülerinnen und Schülern ein kontinuierliches Lernen zu ermöglichen. So werden der Übergang von der Grundschule in die Mittelschule, aber auch der in andere weiterführende Schulen harmonisiert und die Abstimmung zwischen den Schularten insbesondere im Rahmen der Gelenkklasse verbessert.

7 Können mit den neuen Lehrplänen die erforderlichen Kompetenzen für eine Berufsausbildung erworben werden?
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Die neuen Lehrpläne legen weiterhin großen Wert auf die Berufsorientierung und den Erwerb von Kompetenzen, die für eine erfolgreiche Berufsausbildung erforderlich sind.

Bereits mit Einführung der Mittelschule wurden aus den arbeitspraktischen Fächern die berufsorientierenden Wahlpflichtfächer entwickelt und die Lehrpläne entsprechend ergänzt. Im LehrplanPLUS wird die Entwicklung der berufsorientierenden Wahlpflichtfächer weitergeführt und mit den anderen Fächern des Lernfelds Berufsorientierung, insbesondere mit Wirtschaft und Beruf, abgestimmt.

8 Welchen Stellenwert hat das soziale Lernen in einem kompetenzorientierten Lehrplan?
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Die Mittelschule setzt weiterhin auf die drei Prinzipien Stark im Wissen / Stark für den Beruf / Stark als Person.

Kompetente Menschen haben nicht nur Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben, sondern setzen diese auch eigenverantwortlich und situationsangemessen ein. Sie reflektieren ihr Handeln vor dem Hintergrund von Normen, Regeln und Werten. Um Kompetenzen zu erwerben und anzuwenden, sind immer auch der Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen, Mitschülern wie Erwachsenen, erforderlich. In diesem Sinne beinhaltet kompetenzorientierter Unterricht in der Mittelschule stets auch den Aspekt des sozialen Lernens und dient damit auch der Persönlichkeitsentwicklung.

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