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Vergleichsauswahl 2

Evangelische Religionslehre M10

gültig ab Schuljahr 2022/23

ER10 Lernbereich 1: Die Frage nach Gott

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reflektieren, wie sich ihre Vorstellungen von Gott im Lauf ihres Lebens verändert haben, und bringen diese in Gesprächen mit anderen differenziert zum Ausdruck.
  • erläutern zentrale Aspekte des biblischen Gottesbildes im Alten und Neuen Testament und formulieren dazu persönliche Zugänge bzw. Anfragen.
  • beschreiben Werke aus Medien, Musik und Bildender Kunst zum Thema Gott, deuten sie und setzen sie in Beziehung zu eigenen Gedanken über Gott.
  • setzen sich differenziert mit ausgewählten Anfragen an den Gottesglauben aus Philosophie und Theologie auseinander, positionieren sich dazu und bringen ihre Einsichten in weltanschauliche Diskussionen ein.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Veränderungen eigener Gottesvorstellungen von der Kindheit zur Jugend
  • zentrale Aspekte des biblischen Gottesbildes: Gott begleitet und Gott befreit, Gott kommt in Jesus den Menschen nahe, Geist Gottes als Lebenskraft, Gott ist unbegreiflich; zusätzliche Aspekte (z. B. weibliche Seite Gottes, Gott richtet)
  • Werke zum Thema Gott aus Medien, Musik und Bildender Kunst (z. B. in Videoclips, Werbung, aktuellen Songs, Karikaturen)
  • Anfragen an den Gottesglauben aus Philosophie und Theologie anhand von Themen (z. B. Theodizee) oder Personen (z. B. Ludwig Feuerbach, Sigmund Freud, Dorothee Sölle)

ER10 Lernbereich 2: Christsein in der Gesellschaft

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen und identifizieren Anlässe und Themen, die es notwendig machen, als Kirche Position zu beziehen. Sie begründen dies auf der Grundlage biblischer Texte bzw. kirchlicher Stellungnahmen.
  • beurteilen an ausgewählten Beispielen, inwieweit das politische Reden und Handeln von Christinnen und Christen im 20. und 21. Jahrhundert durch den christlichen Glauben motiviert und geprägt wurde und welche Schlussfolgerungen sich daraus für ein Engagement heute ergeben können.
  • erläutern an einem Beispiel, wie christliches Reden und Handeln heute konkretisiert wird.
  • reflektieren die Frage, was es bedeutet, selbst gesellschaftliche Verantwortung im eigenen Lebensumfeld zu übernehmen und entwickeln für sich Handlungsmöglichkeiten.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen (z. B. Einwanderung, nachhaltiges Wirtschaften, Menschenrechte)
  • biblische Texte (z. B. Salz der Erde, Licht der Welt (Mt 5,13-16)), prophetische Worte (z. B. aus dem Buch Amos); Denkschriften der Evangelischen Kirche in Deutschland
  • Lebensbilder von Christinnen und Christen des 20. und 21. Jahrhunderts, die sich aus ihrem christlichen Glauben heraus politisch und gesellschaftlich engagiert haben bzw. engagieren (z. B. Martin Luther King, Desmond Tutu, Katharina Staritz)
  • christliches Engagement vor Ort (z. B. Flüchtlingsarbeit, Eine-Welt-Arbeit, Umweltschutz); Projekte und Aktionen der evangelischen Jugendarbeit

ER10 Lernbereich 3: Buddhismus – eine fernöstliche Religion

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • identifizieren im Alltag und in ihrem Lebensbereich Symbole und Elemente fernöstlicher Religionen.
  • geben in Grundzügen Auskunft über den Entstehungszusammenhang zwischen Hinduismus und Buddhismus sowie über wichtige Glaubenselemente des Buddhismus.
  • begründen und hinterfragen, warum sich Menschen in Deutschland von buddhistischen Ausdrucksformen angezogen fühlen und stellen Bezüge her zwischen deren Lebenssituation und buddhistischer Religiosität.
  • setzen buddhistische und christliche Antworten auf Lebensfragen an einem Beispiel in Beziehung zueinander.
  • zeigen in der Begegnung mit dem Buddhismus angemessenes und respektvolles Verhalten.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • religiöse und kulturelle Symbole, Elemente und Erscheinungsformen fernöstlicher Religionen wie des Buddhismus (z. B. Buddhastatuen, Yoga, Meditationsangebote, Kampftechniken)
  • Entstehungszusammenhang zwischen Hinduismus und Buddhismus
  • Glaubenselemente des Buddhismus (z. B. Vier edle Wahrheiten, Karma, Jenseitsvorstellungen, Glaubenspraxis), Religionsstifter Siddharta Gautama Buddha in seiner Bedeutung für die Grundlehren der Religion
  • Gründe für die Faszination Buddhismus (z. B. Suche nach Sinn und Religion, Bedürfnis nach Entschleunigung und Meditation angesichts hoher beruflicher Anforderungen, multireligiöse Gesellschaft)
  • Antworten des Buddhismus und des Christentums auf Lebensfragen und Herausforderungen moderner Lebenswelten (z. B. Tod und Leben, Leid, Erlösung, gelebter Glaube, Handeln in der Gesellschaft)

ER10 Lernbereich 4: Weitergehen – was Hoffnung gibt

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reflektieren ihre Situation im Übergang zwischen Schulabschluss und der Zeit danach und artikulieren ihre Erwartungen, Sehnsüchte und Ängste in Bezug auf die Zukunft.
  • entdecken in biblischen Texten sowie traditionellen und zeitgenössischen Liedern Impulse des christlichen Glaubens für Lebensfragen Jugendlicher.
  • differenzieren Angebote christlicher Spiritualität und überprüfen, inwieweit sie bedeutsam für persönliche Lebenssituation sein können.
  • bündeln und bewerten im Blick auf den neuen Lebensabschnitt ihr im Religionsunterricht erworbenes Wissen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten und drücken dies in vielfältigen Formen aus.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • persönliche Zukunftsvorstellungen, Lebensträume, Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen im Hinblick auf aktuelle und zukünftige Umbruchsituationen
  • Psalmen (z. B. Ps 23, Ps 91), Gebete (z. B. Lobgesang der Hanna (1. Samuel 2,1 ff.)), traditionelle und zeitgenössische Lieder (z. B. „Vertraut den neuen Wegen“ (EG 395), „Gemeinsam den Aufbruch wagen“ (Alive-Liederbuch 121))
  • spirituelle Angebote (z. B. Meditationsübungen, Jugendgottesdienste, „Raum der Stille“ in der Schule, Gebetsecken in Kirchen, Bibel-App)
  • Gedanken, Fähigkeiten und Fertigkeiten aus dem Religionsunterricht bzw. der eigenen religiösen Bildung