Lehrplan PLUS

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Grundlegende Kompetenzen zum Ende der Vorklasse

Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen (W)

  • Die Schülerinnen und Schüler treffen in der Jahrgangsstufe 10 überwiegend operative Entscheidungen. Sie beachten das ökonomische Prinzip und verwenden sowohl absolute als auch relative Entscheidungsgrößen.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben im Modellunternehmen das Zusammenwirken aller betrieblichen Funktionsbereiche bei der Kombination der Produktionsfaktoren zur Erstellung der betrieblichen Leistung. Dabei denken sie vernetzt. Sie überprüfen die Zielerreichung mittels Kennzahlen und entscheiden bei Zielkonflikten auch unter ethisch-sozialen Aspekten.
  • Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Beschaffungsmarkt, treffen begründete Entscheidungen in Bezug auf die Materialbereitstellung und führen Bestellungen unter Berücksichtigung quantitativer und qualitativer Kriterien durch.
  • Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich unter Berücksichtigung der vorhandenen Produktionsfaktoren sowie der Absatzplanung für einen definierten Transformationsprozess, um neue Güter für den Markt herzustellen.
  • Die Schülerinnen und Schüler verwenden die Netzplantechnik als geeignetes Mittel, um z. B. im Produktionsablauf mögliche Engpässe aufzuzeigen und damit darzustellen, bei welchen Arbeiten verstärkt auf die Einhaltung der Zeiten geachtet werden muss, um einen reibungslosen Produktionsprozess zu organisieren.
  • Die Schülerinnen und Schüler ermitteln den Personalbedarf und führen mithilfe von Auswahlinstrumenten begründete Besetzungsentscheidungen herbei. Sie planen den Personaleinsatz so, dass die Leistungserstellung effizient erfolgt, aber auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter ausreichend berücksichtigt wird.
  • Die Schülerinnen und Schüler erfassen mithilfe der Geschäftsbuchführung die monetären Auswirkungen betriebswirtschaftlichen Handelns und schaffen damit die Voraussetzung, um das Gesamtergebnis zu ermitteln sowie die Mittelverwendung und Mittelherkunft in der Bilanz abzubilden. Dabei berücksichtigen sie die rechtlichen Rahmenbedingungen.
  • Die Schülerinnen und Schüler ermitteln den Angebotspreis als Grundlage für marktwirtschaftliche Entscheidungen im Absatzbereich und berechnen das Betriebsergebnis.
  • Die Schülerinnen und Schüler treffen im Rahmen eines Unternehmensplanspiels unternehmerische Entscheidungen in den betrieblichen Funktionsbereichen und festigen so die in dieser Jahrgangsstufe erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen.

Biologie (S, GH)

  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben grundlegende Anforderungen an Lebewesen ausgehend von ihren Alltagserfahrungen. Sie erläutern den Zusammenhang zwischen dem Bau lebender Organismen und der Organisation zellulärer Strukturen.
  • Sie beschreiben die Komplexität und Differenziertheit eines Lebewesens und ordnen es mithilfe ihrer Kenntnisse zur Systematik in stammesgeschichtliche Verwandtschaftsbeziehungen ein.
  • Sie erklären anhand von Modellvorstellungen, wie Merkmale auf der Basis gespeicherter Erbinformation in einem Organismus realisiert werden und beschreiben Gesetzmäßigkeiten der Vererbung anhand ausgewählter Merkmalsausprägungen.
  • Mithilfe der vergleichenden Anatomie von Fossilfunden ordnen sie ausgewählte Vorfahren der Menschen in den Primatenstammbaum ein und leiten Fähigkeiten und Eigenschaften dieser Lebewesen ab.
  • Die Schülerinnen und Schüler erläutern grundlegende Prinzipien des Stoff- und Energiestoffwechsels am Beispiel des menschlichen Verdauungs- und Resorptionssystems. Daraus und aus ihren Kenntnissen über den natürlichen Biorhythmus leiten sie Maßnahmen und Konzepte für eine ausgewogene Ernährung und die Erhaltung ihrer Gesundheit ab.
  • Die Schülerinnen und Schüler wenden unter fachlicher Anleitung die Prinzipien der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung an. Dabei gehen sie sowohl praktischen als auch theoretischen Fragestellungen (teilweise vorgegeben oder selbst entwickelt) nach, setzen bereitgestellte Materialien selbstgesteuert ein und bearbeiten vorgegebene Aufgaben.

Biologie (ABU)

  • Die Schülerinnen und Schüler werten zur Beantwortung biologischer Fragestellungen vorgegebene naturwissenschaftliche Quellen aus und führen Experimente durch, die sie gemäß dem Weg der Erkenntnisgewinnung in den Naturwissenschaften dokumentieren und auswerten.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Zelle in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen als Grundbaustein des Lebendigen und leiten aus dem mikroskopischen Feinbau der Zelle deren Funktionsfähigkeit ab.
  • Die Schülerinnen und Schüler ordnen, ausgehend von der Zelle und ihren vielfältigen Differenzierungen, Organismen entsprechend ihrem Bau und ihren Anpassungen an die Umwelt in das System der Lebewesen ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben, ausgehend von der Kenntnis der Biologie zahlreicher Mikroorganismen, die Bedeutung einiger Vertreter als Krankheitserreger. Sie beschreiben Übertragungswege von Infektionskrankheiten und leiten daraus Verhaltensweisen zum Schutz der Gesundheit ab.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben den Bau wichtiger Organsysteme des Menschen und deren Funktionen. Dabei zeigen sie Zusammenhänge zwischen Lebensweise und Gesundheit auf. Sie vergleichen den Bau und die Funktion wichtiger Biomoleküle anhand einfacher Modellvorstellungen.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Sexualität des Menschen auf der Grundlage entwicklungsbiologischer und physiologischer Einblicke und nehmen eine Haltung ein, die auch alternative Lebensentwürfe akzeptiert. Sie bewerten in Kenntnis der Methoden der Empfängnisverhütung das eigene Sexualverhalten vor dem Hintergrund sexuell übertragbarer Krankheiten kritisch.

Chemie

  • Die Schülerinnen und Schüler ordnen Stoffe aufgrund wichtiger Kenneigenschaften (z. B. Schmelztemperatur, Dichte) und nutzen Unterschiede in den Stoffeigenschaften zur Trennung von Stoffgemischen.
  • Sie unterscheiden bei den Stoffen zwischen Elementen und Verbindungen. Dabei teilen sie Elemente anhand des Periodensystems in Metalle, Halbmetalle, Nichtmetalle sowie Edelgase ein und klassifizieren Verbindungen als molekulare Stoffe oder Salze.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben den Aufbau der Stoffe aus Teilchen (Atomen, Molekülen, Ionen) und Teilchenverbänden. Sie erklären anhand der Bindungsverhältnisse (Metallbindung, Atombindung, Ionenbindung) typische Eigenschaften von Metallen, molekularen Stoffen und Salzen.
  • Sie wenden Regeln zur systematischen Benennung von Stoffen an und leiten aus dem Stoffnamen die chemische Formelschreibweise her. Sie formulieren Reaktionsgleichungen, um die Stoffänderungen bei chemischen Reaktionen zu beschreiben, und stellen mit Energiediagrammen die Energieänderungen bei chemischen Reaktionen dar.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen Modelle, um den Stoffaufbau, die Stoffeigenschaften und die Bindungsverhältnisse auf der Teilchenebene zu erklären. Sie erkennen dabei neben Besonderheiten auch Grenzen der verwendeten Modelle.
  • Die Schülerinnen und Schüler vollziehen den naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg nach. Sie führen dabei angeleitete naturwissenschaftliche Experimente sicherheitsgerecht durch, wenden grundlegende naturwissenschaftliche Arbeitstechniken an und gehen sachgerecht mit Gefahrstoffen um, was die Entsorgung von Schadstoffen einschließt.
  • Sie beantworten chemische Fragestellungen, indem sie Informationen aus einfachen Quellen (u. a. Texte, Tabellen) entnehmen, und verwenden kontextbezogen die Alltagssprache sowie Begriffe der chemischen Fachsprache.
  • Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den Einsatz von Chemikalien im Alltag und in der Technik und geben jeweils an, welche Argumente (Pro und Kontra) sie bei der Entscheidungsfindung berücksichtigen.

Deutsch

  • Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Hörtexten und Gesprächen wesentliche Informationen, indem sie aktiv zuhören. Sie reflektieren kommunikatives Verhalten und beurteilen gemeinsam die Wirkung. Die Lernenden gestalten selbständig eigene Redebeiträge (z. B. für Vorträge, Debatten, Diskussionen) inhaltlich und sprachlich überlegt, wobei sie einen angemessenen Wortschatz, geeignete Medien sowie nonverbale Mittel einsetzen. Sie bewältigen Gespräche im privaten, schulischen bzw. beruflichen Rahmen situationsangemessen und adressatengerecht.
  • Die Schülerinnen und Schüler wenden routiniert geeignete Lesetechniken bzw. ‑strategien an und setzen dabei vielfältige Strukturierungshilfen (z. B. Mindmap, Cluster) ein. Sie erschließen, analysieren und bewerten literarische sowie pragmatische Texte mithilfe ihrer erworbenen Kenntnisse bezüglich Inhalt, Aufbau und Entstehungszeit, v. a. aus der literarischen Tradition des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren dabei eigene und fremde Welt- sowie Wertvorstellungen.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen bewusst und kritisch das Medienangebot, um mediale Botschaften zu entschlüsseln. Sie wählen mithilfe geeigneter Suchstrategien gezielt Inhalte aus dem vielfältigen Medienangebot aus, erkennen Gefahren des eigenen Mediengebrauches und erstellen eigene Medienbeiträge.
  • Die Schülerinnen und Schüler wenden beim Planen und Verfassen von eigenen Texten die Grundformen schriftlicher Darstellung (Erzählen, Informieren, Argumentieren) sicher sowie sach- und adressatenbezogen an. Sie planen ihren Schreibprozess, indem sie selbständig geeignete Schreibstrategien zum Strukturieren, Formulieren und Überarbeiten ihrer Texte verwenden und auf die Geschlossenheit ihrer Darstellung achten.
  • Die Schülerinnen und Schüler informieren sich und andere differenziert und mithilfe geeigneter Materialien über Inhalt, Aufbau, Gestaltung und Intention anspruchsvoller pragmatischer sowie literarischer Texte und begründen in diesem Zusammenhang ihre Textdeutung. Sie zitieren richtig.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Sprachwandel und ‑entwicklungen. Sie reflektieren die Wirkung sprachlicher Mittel, um ihr Textverständnis zu vertiefen, und wenden die Kriterien angemessener Kommunikation sowie Standard- und Fachsprache situations- und adressatenorientiert an, um so zu einer gelungenen Kommunikation beizutragen sowie ihr eigenes schriftliches und mündliches Sprachhandeln weiterzuentwickeln. Ihre eigenen Texte verfassen sie formal richtig.

Englisch

  • Die Schülerinnen und Schüler verstehen einfachere authentische Hör- und Hörsehtexte zu Themen ihrer Erfahrungswelt sowie der Erfahrungswelt der Peergroup in den Zielkulturen, z. B. Familie, Freunde, Schulleben, Freizeit, Ernährung, Filme und Musik, Bräuche, Stereotype. Sie entnehmen diesen sowohl Hauptaussagen als auch Detailinformationen, um sie in thematische Zusammenhänge einzuordnen.
  • Die Schülerinnen und Schüler lesen einfachere authentische Texte, um die wesentlichen Inhalte zu erfassen sowie spezifische Informationen zu selektieren. Dabei bereiten sie die gewonnenen Informationen zur Bewältigung von Fragestellungen und Problemsituationen auf.
  • Die Schülerinnen und Schüler erfassen und beschreiben auf Bildern und in einfacheren Karikaturen dargestellte Situationen und ordnen deren Hauptaussage schriftlich bzw. mündlich in einen übergeordneten Kontext ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten selbständig in schriftlicher und mündlicher Form unterschiedliche Positionen zu den genannten Themengebieten, um diese vergleichend gegenüberzustellen und ggf. voneinander abzugrenzen.
  • Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich, unter Berücksichtigung grundlegender Kommunikations- und Interaktionsregeln, angemessen an Gesprächen zu Themen aus ihrer Erfahrungswelt und tragen mit begründeten Inhalten zum Gesprächsfortschritt bei.
  • Die Schülerinnen und Schüler geben relevante Inhalte einfacherer authentischer (Hör- und Hörseh-)Texte in der jeweils anderen Sprache wieder.
  • Die Schülerinnen und Schüler wenden grammatikalische Strukturen ausreichend sicher an, um einfachere authentische Texte und Gesprächsinhalte zu verstehen und angemessen auf diese zu reagieren sowie um eigene Sprech- und Schreibabsichten zunehmend intentionsgerecht zu verwirklichen.
  • Die Schülerinnen und Schüler greifen in vielfältigen direkten oder medial vermittelten Begegnungssituationen mit Menschen aus den fremdsprachlichen Zielkulturen auf grundlegendes soziokulturelles Orientierungswissen zurück. Sie sind neugierig auf Fremdes und zeigen sich vor dem Hintergrund ihrer eigenen Identität im interkulturellen Kontext aufgeschlossen und tolerant.
  • Die Schülerinnen und Schüler erlernen und wiederholen selbständig Wortschatz, u. a. indem sie sich zunehmend eigenständig unbekannte Lexik aus dem Kontext bzw. anhand von Wortbildungsmustern einfacherer authentischer Texte erschließen. Dabei erweitern sie ihren vorhandenen Wortschatz und setzen gezielt und zunehmend reflektiert auch einsprachige (Online-)Wörterbücher zur Klärung unbekannter Wörter und Ausdrücke ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler organisieren zunehmend eigenständig ihren Lernprozess und übernehmen so Verantwortung für ihren individuellen Lernfortschritt. Dabei wenden sie ein immer breiteres Spektrum an Lern- und Arbeitstechniken an.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen verantwortungsbewusst verschiedene Medien zur selbständigen Informationsgewinnung und -verarbeitung. Die Ergebnisse zu Themen aus ihrer Erfahrungswelt tragen sie unter Verwendung angemessener Präsentationstechniken sach- und adressatengerecht vor.

Ethik

  • Die Schülerinnen und Schüler machen sich altersgerechte Vorstellungen von philosophischen Moraltheorien und übertragen diese Ideen und Ansätze auf die eigene Lebenswelt.
  • Sie zeigen Bereitschaft, mündige und verantwortungsbewusste Gewissensentscheidungen zu treffen, indem sie bei moralischen Entscheidungen ihr Gewissen in reflektierter Weise berücksichtigen.
  • Die Schülerinnen und Schüler verstehen und verwenden grundlegende ethische Fachbegriffe kontextgerecht, insbesondere auch aus dem Bereich der Wirtschafts- oder Medienethik.
  • Im Bewusstsein der Möglichkeiten und Grenzen ihrer Einflussnahme sind die Schülerinnen und Schüler bereit, Verantwortung für sich, andere und die (Um-)Welt zu übernehmen.
  • Die Schülerinnen und Schüler vollziehen an exemplarischen Konfliktfeldern die Tragweite gesellschaftlicher und politischer Verantwortung nach.
  • Sie bilden sich anhand ethischer Kriterien ein eigenes Urteil, z. B. zu aktuellen medien- oder wirtschaftsethischen Fragestellungen, und entwerfen reflektierte Lösungsansätze.

Evangelische Religionslehre

  • Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich ein vertieftes Verständnis eines biblischen Textes und beziehen dabei verschiedene Methoden der Bibelauslegung, unterschiedliche Deutungen und Sichtweisen auf die Bibel ein.
  • Sie reflektieren anhand von Beispielen christlicher Tradition in einer anderen Gesellschaft den Zusammenhang von Glaube und Handeln; sie stellen Bezüge her zum Verhältnis von Überzeugungen und Handeln im eigenen Leben.
  • Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Agieren im Internet und leiten aus Grundgedanken des evangelischen Freiheitsverständnisses Konsequenzen für eigenes Handeln im Internet ab.
  • Sie beschreiben biblische Sichtweisen von Zeit und Ewigkeit, stellen Bezüge her zwischen der Begrenztheit des Lebens und der Frage nach dem Sinn des Lebens und entwickeln eigene Antwortversuche. (Alternative zur dritten Grundlegenden Kompetenz)

Geschichte/Sozialkunde

Da der Lehrplan modular aufgebaut ist, erwerben die Schülerinnen und Schüler die Grundlegenden Kompetenzen in Abhängigkeit der ausgewählten Module.
  • Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihre Teilhabe- und Gestaltungsmöglichkeiten in Staat und Gesellschaft.
  • Die Schülerinnen und Schüler identifizieren die Wertordnung des Grundgesetzes als Grundlage des menschlichen Zusammenlebens in der Bundesrepublik.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihre Kenntnisse über Entwicklungen in der Weimarer Republik, um zu hinterfragen, ob diese zu ihrem Scheitern führen mussten.
  • Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Kennzeichen einer wehrhaften Demokratie, um die Kriterien für die Stabilität von Demokratien zu beurteilen.
  • Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Entwicklungen und Verhaltensweisen, die zu den Verbrechen des Nationalsozialismus führten. Sie begreifen deren Dimension und die Singularität der Shoa.
  • Die Schülerinnen und Schüler erfassen anhand ihrer Kenntnisse der nationalsozialistischen Diktatur die Verletzbarkeit von Freiheit, Menschenrechten und Demokratie, um sich für ihre Verteidigung einzusetzen.

Gesundheitswissenschaften (GH)

Da der Lehrplan modular aufgebaut ist, erwerben die Schülerinnen und Schüler die Grundlegenden Kompetenzen in Abhängigkeit der ausgewählten Module.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Gegenstandsbereiche und Einzeldisziplinen der Gesundheitswissenschaften und reflektieren die eigene Berufsorientierung. Sie unterscheiden die Termini Gesundheit und Krankheit, reflektieren Einflussfaktoren auf die eigene Gesundheit und formulieren persönliche Stresssituationen.
  • Vor dem geschichtlichen Hintergrund des Sozialversicherungssystems beschreiben die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben sowie den Aufbau des deutschen Gesundheitswesens und erkennen dadurch die individuelle und gesellschaftliche Verantwortung. Sie analysieren mithilfe der Gesundheitsberichterstattung gesundheitsbezogene Zustände und reflektieren dabei ihr eigenes Gesundheitsverhalten. Unter Berücksichtigung eigener Erfahrungen unterscheiden sie anhand von Beispielen die Aufgabenbereiche des Gesundheitswesens.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben den Bau und die Funktion wichtiger Organsysteme des Menschen. Dabei zeigen sie Zusammenhänge zwischen Lebensweise und Gesundheit auf.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben den Fortschritt der Medizin und die Geschichte der Pflege von den Ursprüngen bis zur Gegenwart und diskutieren aktuelle Entwicklungen in der Medizin im Hinblick auf ethische Vertretbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz. Vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen beschreiben sie die Bedeutung traditionellen Heilwissens und reflektieren den eigenen Umgang mit Medikamenten.

Katholische Religionslehre

  • Die Schülerinnen und Schüler erkennen ihren Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung als wesentlichen Bestandteil ihrer Identitätsentwicklung, um sich mit verschiedenen Rollenerwartungen und Leitbildern kritisch auseinanderzusetzen. Sie analysieren unterschiedliche Identitätsmodelle, um Kriterien zu entwickeln, mit denen sie die Frage nach der eigenen Identität reflektieren. Dabei greifen sie auf biblische Paradigmen zurück und erkennen deren Folgen für menschliches Handeln.
  • Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die grundlegende Bedeutung des Gewissens für verantwortliches Entscheiden und Handeln und begründen die Gewissensbildung als Lebensaufgabe. Sie erfassen die neutestamentliche Ethik als Auftrag an Christen.
  • Die Schülerinnen und Schüler analysieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb von Konfessionen und zwischen Religionen und nehmen auf dieser Grundlage am interkonfessionellen und interreligiösen Dialog teil. Sie realisieren in der Begegnung mit Vertretern anderer Konfessionen und Religionen Offenheit und Dialogbereitschaft für ein respektvolles und friedliches Miteinander.
  • Die Schülerinnen und Schüler begreifen Zeichen und Symbole als wichtigen Teil ihres Lebens und als Schlüssel zu einem tieferen Verständnis des Daseins. Sie erkennen, dass religiöse Sprache auf Metaphern, Bilder und Symbole angewiesen ist und deuten Sakramente als Ausdruck der heilsstiftenden Zuwendung Gottes zum Menschen in verschiedenen Lebenssituationen.

Internationale Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre (IW)

  • Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Internationalisierungsmotive und legen für ein internationales Unternehmen einen geeigneten Internationalisierungsgrad fest.
  • Die Schülerinnen und Schüler ermitteln den Angebotspreis als Grundlage für marktwirtschaftliche Entscheidungen im Absatzbereich und berechnen das Betriebsergebnis.
  • Die Schülerinnen und Schüler erfassen mithilfe der Geschäftsbuchführung die monetären Auswirkungen betriebswirtschaftlichen Handelns und schaffen damit die Voraussetzung, um das Gesamtergebnis zu ermitteln sowie die Mittelverwendung und Mittelherkunft in der Bilanz abzubilden. Dabei berücksichtigen sie die rechtlichen Rahmenbedingungen.
  • Die Schülerinnen und Schüler analysieren Märkte mit vollkommener Konkurrenz. Hierzu verwenden sie volkswirtschaftliche Modelle, mit denen sie die komplexe volkwirtschaftliche Realität erfassen und bedienen sich einer volkswirtschaftlichen Fachsprache.
  • Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Erreichung wirtschaftspolitischer Ziele auf nationaler und europäischer Ebene. Sie bestimmen Zielbeziehungen und setzen bei Zielkonflikten begründete Prioritäten. Sie beurteilen das Inlandsprodukt als Wohlstandsindikator und werden sich dabei der Bedeutung der immateriellen Bedingungen ihres eigenen Lebensglücks bewusst.
  • Die Schülerinnen und Schüler treffen im Rahmen eines Unternehmensplanspiels oder einer Fallstudie unternehmerische Entscheidungen in den betrieblichen Funktionsbereichen und festigen so die in dieser Jahrgangsstufe erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen. Dabei beachten sie stets die internationale Ausrichtung des Unternehmens.

Mathematik

  • Die Schülerinnen und Schüler rechnen mit Zahlen aus gegebenen Zahlenmengen und Termen unter Anwendung der Grundrechenarten, der Wurzelrechnung und der Potenzrechnung.
  • Sie bestimmen die Lösungsmengen von linearen und quadratischen Gleichungen und Ungleichungen.
  • Sie stellen die lineare bzw. quadratische Abhängigkeit zweier Größen tabellarisch, grafisch und mithilfe geeigneter Funktionsgleichungen dar. Sie bestimmen besondere Eigenschaften der grafischen Darstellungen.
  • Sie bestimmen die Lösungsmengen linearer Gleichungssysteme.
  • Sie unterscheiden verschiedene Dreiecksformen und berechnen fehlende Längen bzw. Winkelgrößen unter Anwendung trigonometrischer Beziehungen und mathematischer Lehrsätze, z. B. Satz des Pythagoras, Strahlensatz.
  • Sie berechnen den Umfang und Flächeninhalt von zweidimensionalen Figuren sowie den Oberflächeninhalt und Rauminhalt von dreidimensionalen Körpern. Damit lösen sie auch anwendungsorientierte Aufgaben, wie z. B. die Materialbedarfsermittlung bei Renovierungsarbeiten.
  • Sie stellen Ergebnisse von einfachen Zufallsexperimenten systematisch dar und ermitteln dabei absolute und relative Häufigkeiten sowie Wahrscheinlichkeiten, um beispielsweise Gewinnchancen bei Glückspielen richtig einzuschätzen.
  • Sie beschreiben Wachstumsvorgänge mithilfe geeigneter Funktionen und lösen einfache Exponentialgleichungen, die u. a. bei alltagsnahen Problemstellungen aus Natur, Technik und Wirtschaft auftreten.

Naturwissenschaften (W, G, IW)

Da der Lehrplan modular aufgebaut ist, erwerben die Schülerinnen und Schüler die Grundlegenden Kompetenzen in Abhängigkeit der ausgewählten Module.
  • Die Schülerinnen und Schüler erläutern technisch-naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen und Grundkonzepte, verwenden die jeweiligen Fachbegriffe sachgerecht und wandeln Einheiten des internationalen Einheitensystems sicher um, um Größenordnungen, Einheiten und gültige Ziffern von Berechnungsergebnissen zu überprüfen (Lernbereich 1).
  • Die Schülerinnen und Schüler begründen, basierend auf Alltagserfahrungen, technisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge auf Basis von Kräftesystemen und Kräftewirkungen systematisch und unter Berücksichtigung von gegebenen Werten bzw. Koeffizienten (Lernbereich 2).
  • Die Schülerinnen und Schüler analysieren Eigenschaften verschiedener fester Körper und von Stoffen unter Verwendung naturwissenschaftlicher Ordnungssysteme sowie Modelle (Lernbereich 3, 5 und 6).
  • Die Schülerinnen und Schüler verdeutlichen potenzielle Gefahren, die sich bei der Beschäftigung mit technisch-naturwissenschaftlichen Systemen, Geräten sowie Aufgaben- und Problemstellungen ergeben können, erläutern dabei die Notwendigkeit und die Umsetzung von Schutzmaßnahmen und beachten dabei gesetzliche Regelungen (Lernbereich 4 und 5).
  • Die Schülerinnen und Schüler vergleichen verschiedene technische Möglichkeiten der Datenübertragung und bewerten die Probleme der Datensicherheit und des Datenschutzes (Lernbereich 7).

Pädagogik/Psychologie (S)

  • Die Schülerinnen und Schüler wenden Lernstrategien bewusst an und gestalten ihre eigenen Lernprozesse selbstreguliert und effizient. Sie nutzen Lern- und Arbeitsphasen effektiv, vermeiden gesundheitsschädigendes Verhalten und verbessern somit ihre Leistungsfähigkeit. Sie reflektieren ihre Erfolge und Misserfolge vor dem Hintergrund von Ursachenzuschreibungen und nehmen gezielt Einfluss auf ihren zukünftigen Lernerfolg.
  • Sie setzen sich mit verfügbaren Ressourcen auseinander und reflektieren ressourcenfördernde Grundhaltungen in der erzieherischen Praxis. In herausfordernden Lebenssituationen greifen sie auf geeignete Möglichkeiten zur Optimierung von Ressourcen zurück, um individuelle Ziele zu erreichen und schulische Anforderungen und Alltagsprobleme besser zu bewältigen.
  • Kommunikationsstörungen im Alltag nehmen sie bewusst wahr und erklären deren Entstehung mithilfe einer Theorie. Sie wenden in Kommunikationssituationen Techniken gelungener Kommunikation an, um Konfliktgespräche erfolgreich zu führen und mit Kommunikationsstörungen konstruktiv umzugehen. Sie haben eine empathische Grundhaltung und orientieren sich im Umgang mit Konflikten an den Schritten der gewaltfreien Kommunikation.
  • Sie verdeutlichen Komponenten von Emotionen und das Zusammenwirken von Emotion, Kognition und Verhalten. Sie wenden am Beispiel von Prüfungsangst Maßnahmen zur Angstreduktion an. Sie erklären das Entstehen von Emotionen mithilfe einer Theorie und erläutern anhand eines Modells, wie Emotionen (Wut oder Aggression) reguliert werden können. Sie verfügen über Strategien und Techniken, um mit negativen Emotionen angemessen umzugehen und diese zu bewältigen.

Physik (T, ABU)

Da der Lehrplan modular aufgebaut ist, erwerben die Schülerinnen und Schüler die Grundlegenden Kompetenzen in Abhängigkeit der ausgewählten Module.
  • Die Schülerinnen und Schüler verwenden physikalische Größen, wie z. B. Geschwindigkeit, Kraft, Energie, Arbeit und Leistung, in fachsprachlich korrekten Formulierungen, die sie bewusst von alltagssprachlichen Formulierungen trennen. Mit Größengleichungen führen sie unter Berücksichtigung von Einheiten und sinnvollen Genauigkeitsangaben Abschätzungen und einfache Berechnungen in alltagsrelevanten Kontexten durch.
  • Sie beschreiben Vorgänge in Alltag, Technik und Natur mithilfe von Kraftwirkungen und Energieumwandlungen. Dabei nutzen sie Kräftepläne und das Energiekonzept.
  • Sie verwenden ein anschauliches Modell des elektrischen Stromkreises sicher. Sie analysieren Stromstärken und Spannungen in Widerstandsschaltungen und nutzen ihre Erkenntnisse zur Klärung technischer Fragestellungen, wie den gefahrlosen Einsatz von Mehrfachsteckdosen im Haushalt für mehrere Verbraucher. Sie bewerten auf der Grundlage quantitativer Betrachtungen aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen, wie z. B. die nachhaltige Energieversorgung.
  • Sie verbinden die modellhafte Vorstellung vom Aufbau der Materie aus Teilchen mit dem Energiekonzept, um unterschiedliche Phänomene der Wärmelehre und Geräte, wie z. B. das Thermometer, zu erklären. Sie unterscheiden hierbei bewusst zwischen Modell und Realität.
  • Sie wenden ein einfaches Modell zur Lichtausbreitung an, um optische Himmelserscheinungen und Phänomene sowie die Funktionsweise einfacher optischer Geräte, wie z. B. den Lichtleiter oder Brillen bzw. die Fehlsichtigkeit des menschlichen Auges, zu erklären.
  • Sie nutzen unter Anleitung fachtypische Arbeitsweisen, insbesondere experimentelle Methoden, um vorgegebene physikalische Fragestellungen zu beantworten. Sie führen unter Anleitung Experimente in den Bereichen Mechanik, Wärmelehre, Elektrizitätslehre und Optik durch. Insbesondere verwenden sie die dafür notwendigen Messgeräte sicher und beachten die notwendigen Unfallverhütungsmaßnahmen.
  • Sie dokumentieren Versuchsergebnisse in fachlich korrekten Protokollen und präsentieren diese adressatengerecht. Sie formulieren zu einfach strukturierten Problemstellungen kurze Bewertungen auf der Grundlage bereits erworbener Fachkenntnisse sowie unter Anleitung gewonnener Informationen, die sie z. B. durch das Auswerten vorgegebener Quellen gewinnen.
  • Sie erschließen sich die Sinnhaftigkeit unbekannter, einfacher Formeln und wenden diese fachlich korrekt und dem Kontext entsprechend an.

Technologie (T, ABU)

Da der Lehrplan modular aufgebaut ist, erwerben die Schülerinnen und Schüler die Grundlegenden Kompetenzen in Abhängigkeit der ausgewählten Module.
  • Die Schülerinnen und Schüler erläutern technisch-naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen und Grundkonzepte, verwenden die jeweiligen Fachbegriffe sachgerecht und wandeln Einheiten des internationalen Einheitensystems sicher um, um Größenordnungen, Einheiten und gültige Ziffern von Berechnungsergebnissen zu überprüfen (Lernbereich 1).
  • Die Schülerinnen und Schüler begründen, basierend auf Alltagserfahrungen, technisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge auf Basis von Kräftesystemen und Kräftewirkungen systematisch und unter Berücksichtigung von gegebenen Werten bzw. Koeffizienten (Lernbereich 2).
  • Die Schülerinnen und Schüler analysieren Eigenschaften verschiedener fester Körper und von Stoffen unter Verwendung naturwissenschaftlicher Ordnungssysteme sowie Modelle (Lernbereich 3, 5 und 6).
  • Die Schülerinnen und Schüler verdeutlichen potenzielle Gefahren, die sich bei der Beschäftigung mit technisch-naturwissenschaftlichen Systemen, Geräten sowie Aufgaben- und Problemstellungen ergeben können, erläutern dabei die Notwendigkeit und die Umsetzung von Schutzmaßnahmen und beachten dabei gesetzliche Regelungen (Lernbereich 4 und 5).
  • Die Schülerinnen und Schüler vergleichen verschiedene technische Möglichkeiten der Datenübertragung und bewerten die Probleme der Datensicherheit und des Datenschutzes (Lernbereich 7).