Lehrplan PLUS

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Grundlegende Kompetenzen zum Ende der Jahrgangsstufe 9

Betriebswirtschaftslehre/ Rechnungswesen

  • Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen im Zusammenhang mit der Rolle des Einzelunternehmers die Notwendigkeit der Trennung zwischen dem betrieblichen und dem privaten Vermögen. Sie stellen zudem wesentliche Elemente der Unternehmensführung (z. B. Führungsstile) dar.
  • Sie beurteilen Investitionsentscheidungen in Fertigungsunternehmen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien, indem sie praxisnahe Entscheidungssituationen analysieren. Sie erfassen den Kauf von Anlagegegenständen und deren planmäßige Abschreibung aufgrund von Wertminderungen buchhalterisch.
  • Im Rahmen eines Investitionsvorhabens in einem Unternehmen wägen sie verschiedene Formen der Finanzierung gegeneinander ab und geben eine qualifizierte Empfehlung. Sie berechnen anfallende Kosten bei der Kreditaufnahme, vergleichen Angebote verschiedener Banken und führen hierfür notwendige Berechnungen und Buchungen durch.
  • Sie entscheiden sich unter Berücksichtigung wichtiger Anlagekriterien (z. B. Sicherheit) für eine geeignete Form der Kapitalanlage. Dabei führen sie Berechnungen und Buchungen im Zusammenhang mit Vermögens- und Finanzanlagen durch.
  • Die Schülerinnen und Schüler überprüfen und bewerten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um bei Bedarf Wertberichtigungen (direkte bzw. indirekte Abschreibungen) vorzunehmen.

Wpfg. I

  • In der Auseinandersetzung mit chemischen Fragestellungen wenden die Schülerinnen und Schüler zunehmend selbständig fachliche Arbeitsweisen an, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Dabei finden sie eigene Fragestellungen und Vermutungen, überprüfen diese und ziehen eigene Schlussfolgerungen bezüglich der Stoffeigenschaften sowie der chemischen Bindung und der Reaktivität von Stoffen.
  • Sie untersuchen Stoffeigenschaften, fassen ihre Beobachtungen in Worte und erläutern den Zusammenhang zwischen der beobachteten Eigenschaft des Stoffes und dessen Struktur, wobei sie die Informationen mit einer zunehmend exakter verwendeten Fachsprache präsentieren. Dabei reflektieren sie auch Ungenauigkeiten in der Alltagssprache, um Fach- und Alltagssprache kontextbezogen zu verwenden.
  • Sie benutzen geeignete Modelle, um den Unterschied zwischen Molekül- und Verhältnisformeln zu erklären.
  • Sie teilen organische Verbindungen aufgrund ihrer funktionellen Gruppen und der damit verbundenen Stoffeigenschaften in verschiedene Klassen ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Donator-Akzeptor-Konzept, um die Bildung von Salzen und Elektronenübergänge zwischen Metall- und Nichtmetallatomen zu beschreiben. Sie verwenden geeignete Darstellungsformen, um energetische Betrachtungen bei der Ausbildung von Ionengittern und beim Schmelzen und Lösen von Salzen zu veranschaulichen.
  • Sie beschreiben Redox-Reaktionen aus den Bereichen Korrosion, Elektrolyse und Energiespeicherung, die im Alltag Bedeutung haben (Batterie, Akku, Brennstoffzelle).
  • Sie leiten aus experimentellen Befunden das Säure/Base-Konzept nach Brönsted ab und beschreiben anorganische und organische Säuren mithilfe des Donator-Akzeptor-Konzepts.

Wpfg. II/III

  • Die Schülerinnen und Schüler wenden den Weg zur naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung unter Anleitung an, indem sie Fragen formulieren und zu deren Beantwortung ein hypothesengeleitetes Vorgehen nutzen.
  • Sie führen naturwissenschaftliche Untersuchungen nach Anleitung durch, charakterisieren die beobachtbaren Stoff- und Energieänderungen und deuten diese unter Anleitung auf der Teilchenebene. Dabei betrachten sie Modelle kritisch, erfassen neben dem Modellcharakter auch deren Grenzen und entwickeln Modellvorstellungen weiter.
  • Sie beschreiben Stoffe mithilfe chemischer Formeln und Stoffänderungen quantitativ mithilfe von Formelgleichungen.
  • Sie untersuchen typische Eigenschaften von Stoffen und klassifizieren einfache Stoffe und Stoffgemische anhand ihrer Eigenschaften.
  • Sie nutzen das Periodensystem sowie verschiedene Atommodelle, um Informationen zu chemischen Elementen zu ermitteln.
  • Sie ordnen Kombinationen von Metallen und Nichtmetallen unterschiedlichen Teilchenverbänden (Metallgitter, Moleküle, Ionengitter) zu.
  • Sie beschreiben und klassifizieren chemische Reaktionen bezüglich des Stoff- und Energieumsatzes und erläutern den Einfluss von Katalysatoren. Bei Verbrennungsreaktionen bewerten sie insbesondere die Verwendung verschiedener Energieträger bezüglich ihrer Nachhaltigkeit und der Umweltbelastung.
  • Sie beschreiben die Struktur von Stoffen und erklären unter Nutzung einer geeigneten Modellvorstellung den Zusammenhang zwischen der Struktur und den Eigenschaften des Stoffes.
  • Sie teilen organische Verbindungen aufgrund ihrer funktionellen Gruppen und der damit verbundenen Stoffeigenschaften in verschiedene Klassen ein.

Deutsch

  • Die Schülerinnen und Schüler setzen bewusst kommunikative Strategien und passende rhetorische Mittel ein, um Diskussionen und Debatten überzeugend zu führen, unterschiedliche Gesprächssituationen (z. B. Bewerbungsgespräch) zu bewältigen und eigene Sichtweisen (auch zu komplexeren Themen) differenziert zu begründen.
  • Sie entnehmen umfangreicheren Texten (z. B. auch Hörtexten, Dokumentarfilmen, gefilmten Gesprächsrunden und Interviews) Informationen und fertigen Mitschriften an, um wesentliche Inhalte zu sichern. Diese bereiten sie strukturiert auf und tragen sie gegliedert und schlüssig vor.
  • Die Schülerinnen und Schüler lesen effizient, indem sie die ihnen bekannten Lesetechniken und -strategien flexibel und gezielt einsetzen. Sie erschließen selbständig auch anspruchsvollere pragmatische (u. a. Kommentar) und literarische Texte (u. a. Novelle, Drama, Jugendroman in Auszügen und Inhaltszusammenfassungen oder als Ganzschriften) und wenden dabei ihr Wissen bezüglich der unterschiedlichen Funktionen und Wirkungen von sprachlichen Mitteln und Satzstrukturen an.
  • Sie erfassen Aussageabsicht, Informationsgehalt und Epochenbezug eines Textes der literarischen Tradition (v. a. aus dem 19. und 20. Jahrhundert) sowie die dargestellten Wertvorstellungen, um diese mit den eigenen zu vergleichen und so ihr individuelles Weltbild und – auch im Austausch mit anderen – ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
  • Sie beurteilen Inhalt und Gestaltung literarischer, informierender und meinungsbildender Texte und digitaler Medienformate (z. B. Videoclips) in Bezug auf ihre Wirkung. Neuentwicklungen in der Medienlandschaft bewerten sie, um das eigene Bewusstsein zu schärfen, z. B. bezüglich Manipulation, aber auch, um ihr Interesse zu vertiefen und an Innovationen mitzuwirken.
  • Die Schülerinnen und Schüler bringen unter Verwendung von standardisierten Schreiben (z. B. Bewerbungsschreiben, Lebenslauf) ihre Anliegen normgerecht und adressatenbezogen vor und treten, dem Schreibanlass entsprechend und bezogen auf den jeweiligen Empfänger, auch argumentativ dafür ein. Sie setzen dabei gezielt die Layoutmöglichkeiten von Textverarbeitungsprogrammen sowie digitale Formen der Kommunikation ein, um den schriftsprachlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen Informationsquellen (z. B. Fachzeitschriften, Suchmaschinen) und geeignete Stoffsammlungs- und Ordnungsverfahren systematisch, um argumentativ, fragengeleitet und kreativ (z. B. Verfassen von Parallel- oder Gegentexten) zu vielfältigen Themen und Texten zu schreiben. Sie erkennen individuelle Fehlerschwerpunkte selbständig und wenden Strategien zur Vermeidung von Rechtschreib- und Grammatikfehlern routiniert an, auch mithilfe von Computerprogrammen oder Nachschlagewerken.
  • Die Schülerinnen und Schüler verwenden verschiedene Sprachebenen reflektiert und setzen sprachliche Mittel, Fachbegriffe, Fremdwörter und entsprechende grammatikalische Strukturen sicher ein, um sich bei Schreib- und Redeanlässen situationsangemessen, adressatenbezogen und stilistisch korrekt und ansprechend auszudrücken.

Englisch

  • Die Schülerinnen und Schüler verstehen in annähernd natürlichem Tempo artikulierte Sprachäußerungen und Gespräche von Sprechern verbreiteter Varietäten der Weltsprache Englisch (u. a. australisches Englisch), wenn die Äußerungen zum Teil unbekanntes bzw. erschließbares Sprachmaterial enthalten. Sie erfassen die Inhalte längerer, auch anspruchsvollerer Hör- und Hörsehtexte (z. B. Interviews) zu vielfältigen allgemeinen Themengebieten.
  • Sie verstehen und erschließen Inhalt und Aufbau anspruchsvollerer Texte (z. B. Sach­texte, Zeitungsartikel, Bewerbungsschreiben), erfassen die Inhalte altersgemäßer Lektüren und erhalten Einblicke in die englischsprachige Literatur.
  • Sie bewältigen private sowie berufliche Kommunikationssituationen (z. B. Bewerbungsgespräche) und wenden dabei verschiedene Gesprächsstrategien an, um in angemessener Weise auf ihre Gesprächspartner einzugehen und zum Fortgang eines Gesprächs beizutragen. Sie halten weitgehend frei ausgearbeitete Präsentationen zu vielfältigen allgemeinen Themengebieten (z. B. dem Leben im digitalen Zeitalter) und bringen Gefühle und die eigene Meinung hinreichend differenziert zum Ausdruck.
  • Sie verfassen standardisierte sachliche Schreiben (u. a. Bewerbungsschreiben) und achten dabei auf situations- und adressatengerechte Formulierungen. Sie beschreiben detailliert Meinungen, Gefühle und Reaktionen (z. B. in Erfahrungsberichten zu bekannten Themen) und achten beim Verfassen von Texten auf logischen Aufbau und sprachliche Korrektheit.
  • Sie agieren auch in längeren und komplexeren Kommunikationssituationen (z. B. Diskussionen) als Sprachmittler, indem sie die Inhalte sinngemäß ins Deutsche bzw. Englische übertragen und dabei Hauptaussagen zusammenfassen. Sie entnehmen die wesentlichen Inhalte von zunehmend komplexen Texten zu vielfältigen allgemeinen Themengebieten (z. B. Broschüren zur Berufsorientierung, Infografiken zu klimatischen Besonderheiten) und geben diese hinreichend detailliert oder zusammenfassend auf Deutsch wieder.
  • Sie kommentieren und beschreiben hinreichend detailliert bildliche Darstellungen, wie z. B. Fotos, Grafiken, Cartoons oder Werbematerial. Persönliche und sachliche Schreiben aus dem beruflichen Bereich (z. B. Bewerbungsschreiben) analysieren sie bzgl. Sprache, Form und Aufbau und verfassen eigene Texte entsprechend.
  • Sie reflektieren kritisch eigene Wertvorstellungen und Verhaltensweisen, indem sie grundlegende Kenntnisse über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten (u. a. Berufs- und Arbeitswelt) ausgewählter Commonwealth-Länder nutzen und sich mit verschiedenen kulturellen Sichtweisen auseinandersetzen. Sie lassen sich unvoreingenommen auf interkulturelle Erfahrungen ein und verhalten sich kulturell sensibel.
  • Sie wählen eigenständig für die jeweilige Lernsituation passende Arbeitstechniken und Hilfsmittel, z. B. Online-Wörterbücher. Um Texte zu verstehen und selbst zu erstellen, nutzen sie unterschiedliche Strategien, u. a. das Erschließen und Umschreiben von Wörtern. Sie wenden weitgehend selbständig Strategien der Informationsbeschaffung (z. B. die Nutzung von Online-Suchdiensten) an und setzen sich auch kritisch mit der Mediennutzung auseinander. Für Vorträge setzen sie bewusst verschiedene Präsentationstechniken und Medien ein. Mit Fehlern gehen sie konstruktiv um, indem sie typische Fehler weitgehend selbständig analysieren und strukturieren und Feedback von außen annehmen.
  • Die in der Jahrgangsstufe 9 erworbenen kommunikativen Fertigkeiten und sprachlichen Mittel entsprechen der Stufe B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen.

Ernährung und Gesundheit

  • Die Schülerinnen und Schüler bewerten Lebensmittel nach ernährungsphysiologischen Aspekten und berücksichtigen deren Inhaltsstoffe, um den Gesundheitswert zu beurteilen.
  • Sie berücksichtigen beim Einkauf von Lebensmitteln Qualitätskriterien bezüglich der Produktion (z. B. Gütesiegel, Angaben über Herkunft, Label für Tierschutz) und beachten dabei zusätzlich soziale, ökologische und globale Faktoren (z. B. Fair Trade, Bio-Produkte).
  • Sie beziehen bei der Erstellung von vollwertigen Speiseplänen die Nährstoffdichte verschiedener Lebensmittelgruppen mit ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihre Kenntnisse über die spezifischen Eigenschaften der Werkstoffe Glas und Keramik, um diese bei der Speisenzubereitung und Präsentation unter funktionalen und ästhetischen Gesichtspunkten sachgerecht einzusetzen.
  • Sie beachten bei der Auswahl von Verpackungen für Lebensmittel praktische Anforderungen (z. B. Haltbarkeit, Transport) sowie ökonomische (z. B. Kosten) und ökologische (z. B. Ressourcenschutz) Kriterien.
  • Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen bei der Planung der Vorratshaltung sinnvolle Kriterien (z. B. Lagerfähigkeit, Lagermöglichkeiten, Essgewohnheiten) und wählen gezielt geeignete Lebensmittel für eine kurz- und längerfristige Bevorratung aus.
  • Sie bewerten chemische und physikalische Methoden der Konservierung nach ihren spezifischen Anwendungsmöglichkeiten. Sie wenden die Technik des Tiefgefrierens regelkonform und sachgerecht an, um die gesundheitlichen Vorteile dieser Methode zu nutzen.
  • Sie vergleichen Produkte der Lebensmittelindustrie (z. B. Convenience-Produkte) mit frisch zubereiteten Gerichten im Hinblick auf Gesundheitswert, Geschmack und ökonomischen Nutzen (Preis, Zeitaufwand), um auf dieser Basis ein persönliches Konzept für ihre Ernährung zu erstellen.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen technische Geräte und spezielle Garverfahren, um den Prozess der Nahrungszubereitung rationell zu gestalten. Dabei vergleichen sie in der Gruppe die Qualität der Arbeitsergebnisse nach Zeit- und Kraftaufwand sowie Verdaulichkeit und Nährwert.
  • Sie wählen anlassbezogen und stilvoll mehrgängige Menüfolgen und Getränke selbständig aus, planen die Arbeitsabläufe und bereiten die Speisen eigenständig sachgerecht zu.
  • Sie präsentieren ihr zubereitetes Menü abwechslungsreich und kreativ entsprechend den Grundregeln des Anrichtens sowie dem jeweiligen Ambiente und steigern damit den Genusswert der Speisen.
  • Die Schülerinnen und Schüler wenden die Grundregeln des Servierens routiniert bei diversen Anlässen (z. B. bei Schulveranstaltungen) an.

Ethik

  • Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Bedeutung verschiedener Formen zwischenmenschlicher Beziehungen, z. B. im Zusammenhang mit Liebe, Sexualität und Partnerschaft.
  • Sie setzen sich mit den Bedingungen gelingender Partnerschaft auseinander und verstehen dabei die besondere Bedeutung von Verantwortung, Vertrauen und Respekt.
  • Die Schülerinnen und Schüler erfassen Sexualität als Grundbedürfnis des Menschen und gehen verantwortungsbewusst mit der eigenen Sexualität um.
  • Auf der Basis ihrer Stärken und Schwächen planen die Schülerinnen und Schüler ihre berufliche Zukunft.
  • Die Schülerinnen und Schüler ordnen Arbeit und Leistung in ihren Entwurf eines guten Lebens ein.
  • Sie begreifen die Bedeutung der Friedenswahrung für das Leben des Einzelnen, setzen sich in ihrem Lebensumfeld für ein friedliches Zusammenleben ein und wenden geeignete und gewaltfreie Mittel zur Lösung von Konflikten an.
  • Die Schülerinnen und Schüler verstehen die Bedeutung grundlegender religiöser und philosophischer Werte für das Zusammenleben der Menschen und zeigen Verständnis für kulturübergreifende ethische Prinzipien.
  • Sie tolerieren abweichende Anschauungen, z. B. religiöse und areligiöse Überzeugungen, und tragen damit zu einem friedlichen Zusammenleben in einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft bei.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

Evangelische Religionslehre

  • Die Schülerinnen und Schüler erläutern christliche Impulse zum Thema Arbeit, Leistung und Freizeit; sie reflektieren Chancen und Gefahren des (eigenen) Mediengebrauchs und diskutieren aus christlicher Perspektive Möglichkeiten eines differenzierten und ausgewogenen Umgangs damit.
  • Sie erläutern Grundzüge jüdischen Glaubens und Lebens und identifizieren in ihrem Umfeld Spuren und Formen jüdischer Kultur und Religion. Sie nehmen einen begründeten Standpunkt gegen Antisemitismus ein und tauschen sich über die gegenwärtige Bedeutung eines jüdisch-christlichen Dialogs aus.
  • Die Schülerinnen und Schüler diskutieren an konkreten Beispielen, was die christliche Vorstellung des Lebens als Gabe Gottes für die Wertschätzung und Gestaltung des eigenen Lebens in dieser Welt sowie für den Umgang und das Zusammenleben mit anderen bedeutet; sie reflektieren zentrale Aussagen der christlichen Hoffnung auf die Auferstehung als mögliche Perspektive für ihr eigenes Leben.
  • Sie diskutieren die Vielfalt der christlichen Glaubenspraxis anhand von Beispielen, wie gelebter Glaube Gestalt gewinnt, und stellen Bezüge her zu ihrem eigenen Leben.
  • Sie beschreiben Partnerschaft und Sexualität aus biblischer Sicht als Geschenk Gottes. Sie diskutieren Werte für eine gelingende Partnerschaft und verfügen über Kriterien für einen achtsamen Umgang mit Sexualität.

Französisch

  • Die Schülerinnen und Schüler verstehen relativ einfache Gespräche, Hör- und Hörsehtexte zu über das erweiterte persönliche Umfeld hinausgehende Themen (z. B. öffentliche Durchsagen, Radiointerviews) in zunehmend natürlichem Sprechtempo.
  • Sie verstehen den Gesamtzusammenhang von zunehmend längeren, klar strukturierten Texten (z. B. Texte aus Jugendzeitschriften, Korrespondenz) und entnehmen diesen gezielt Informationen.
  • Zu Themen aus ihrem Interessens- und Erfahrungsbereich (z. B. Wochenendgestaltung) äußern sie sich in einfacher Form beschreibend oder erzählend, wobei sie verständlich sprechen. Sie schreiben zunehmend längere Texte (z. B. E-Mails, Tagebucheinträge) weitgehend korrekt, wobei sie ihre Gefühle und Meinungen zum Ausdruck bringen und ihre persönlichen Erfahrungen miteinbeziehen.
  • Die Schülerinnen und Schüler geben mündlich bzw. schriftlich etwas längere, klar strukturierte Texte (z. B. Werbung, Gebrauchsanweisungen) mit teilweise unbekanntem und erschließbarem Sprachmaterial sinngemäß, zusammenfassend und adressatengerecht in der Muttersprache wieder. Sie übersetzen französische Textvorgaben mit bekanntem oder leicht erschließbarem Sprachmaterial ins Deutsche.
  • Aufgrund grundlegender Kenntnisse über die Lebenswelt und -weise Gleichaltriger in Frankreich (z. B. Schüleraustausch) zeigen sie Verständnis und ordnen eigene Beobachtungen richtig ein. Sie verhalten sich kulturell angemessen und höflich.
  • Die Schülerinnen und Schüler wenden individuell geeignete Lerntechniken und -strategien zur Wortschatzerweiterung sowie verschiedene Methoden der Informationsbeschaffung (z. B. Online - Enzyklopädien) an. Sie erkennen weitgehend selbständig typische Fehler und vermeiden diese.
  • Die in der Jahrgangsstufe 9 erworbenen kommunikativen Fertigkeiten und sprachlichen Mittel entsprechen in etwa der Stufe A2+ des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen.

Geographie

  • Die Schülerinnen und Schüler recherchieren und analysieren zunehmend selbständig Zusammenhänge innerhalb natur- und humangeographischer Prozesse (z. B. Landschaftsentstehung, Klimawandel, Migration). Dabei erläutern sie auf unterschiedlichen Maßstabsebenen (Deutschland, Europa, Welt) deren Auswirkungen auf die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen des Menschen (z. B. Verstädterung, Grenzziehungen, Umgang mit Naturrisiken, Formen und Wandel der Raumnutzung).
  • Zur Beantwortung geographischer Fragestellungen nutzen und vertiefen sie ihr räumliches Orientierungswissen.
  • Hierbei unterscheiden sie verschiedene Formen von Grenzziehungen.
  • Die Schülerinnen und Schüler entwickeln selbständig komplexe raumbezogene Fragestellungen und wenden zu deren Beantwortung geographische Arbeitstechniken zielgerichtet an. Hierfür nutzen sie fachrelevante Medien sicher und bewerten deren Aussagekraft.
  • Sie kommunizieren die gewonnenen geographischen Informationen fachgemäß sowie adressatenbezogen unter Verwendung der Fachsprache und vertreten ihre begründete Meinung bei Diskussionen.
  • Sie beurteilen und bewerten konkrete Maßnahmen der Raumgestaltung im Hinblick auf ihren Beitrag zur Sicherung oder Gefährdung einer nachhaltigen Entwicklung. Darüber hinaus reflektieren sie ihr eigenes raumbezogenes Verhalten und dessen Folgen.
  • Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten eine konkrete geographische Fragestellung im Nahraum unter Verwendung geographischer Arbeitsweisen.

Geschichte

  • Die Schülerinnen und Schüler erkennen bei der Beschäftigung mit dem Zeitalter des Imperialismus, der Weimarer Republik sowie der beiden Weltkriege anhand konkreter Beispiele, wie Obrigkeitsdenken, übersteigerter Nationalismus und menschenverachtende Weltanschauungen die Welt und das Leben der Menschen veränderten und existenziell bedrohten – bis hin zum nationalsozialistischen Völkermord. Sie nutzen ihre Erkenntnisse, um das Fortwirken historischer Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart zu begreifen.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen anspruchsvolle Darstellungen und Quellen zum Verständnis geschichtlicher Zusammenhänge. Sie wenden ihre methodischen Fähigkeiten an, um ihre Erkenntnisse zur Perspektivität von Quellen möglichst eigenständig zu formulieren und ggf. den manipulativen Charakter von Darstellungen zu diskutieren, wie z. B. von Propagandamedien aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und des Nationalsozialismus.
  • Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die historische Bedeutung zentraler Ereignisse vom Ende des 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts (z. B. Erster Weltkrieg), wobei sie deren kurz- und langfristige Ursachen und Folgen anhand von anschaulichen Beispielen darstellen (Sachurteil).
    Sie gewinnen zu geschichtlichen Sachverhalten einen eigenen Standpunkt, wobei sie eigene Wertvorstellungen als auch andere mögliche Maßstäbe in Gegenwart und Vergangenheit angemessen berücksichtigen. So begreifen sie z. B. angesichts der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus die besondere historische Verantwortung der Deutschen im Einsatz für Menschenrechte und gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus (Werturteil).
  • Die Schülerinnen und Schüler werten anspruchsvolle Quellen (z. B. Karikaturen, politische Reden) sowie Schaubilder und Geschichtskarten aus, indem sie wesentliche Kriterien weitgehend eigenständig anwenden und quellenkritische Überlegungen anstellen. Die Qualität digitaler und gedruckter Medien mit historischen oder historisierenden Inhalten bewerten sie anhand selbst gewählter Kriterien.
  • Die Schülerinnen und Schüler gliedern mithilfe folgender Grundlegender Daten historische Zeiträume, um sich in Zeit und Raum zu orientieren, und erkennen an konkreten Beispielen die Bedeutung von Daten für die Erinnerungskultur: 1914–1918 Erster Weltkrieg; 1917 Kriegseintritt der USA und Russische Revolution; 1918 Novemberrevolution; 1923 Krisenjahr; 1929 Weltwirtschaftskrise; 30. Januar 1933 Hitler Reichskanzler; 9. November 1938 Novemberpogrome; 1939–1945 Zweiter Weltkrieg; 20. Juli 1944 Attentat auf Hitler; 8./9. Mai 1945 bedingungslose Kapitulation Deutschlands.
  • Die Schülerinnen und Schüler verwenden und erläutern bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge folgende Grundlegende Begriffe: Imperialismus, Kommunismus, Vertrag von Versailles, Weimarer Verfassung, Nationalsozialismus, Antisemitismus, „Volksgemeinschaft“, „Ermächtigungsgesetz“, „Gleichschaltung“, „Nürnberger Gesetze“, Holocaust bzw. Shoa, Konzentrations- und Vernichtungslager, Münchner Abkommen.

Informationstechnologie

Aufgrund des modularen Aufbaus des IT-Lehrplans sind die Grundlegenden Kompetenzen des Aufbauunterrichts übergreifend unter Jahrgangsstufe 10 zu finden.

Katholische Religionslehre

  • Die Schülerinnen und Schüler begreifen und charakterisieren das Gewissen als hilfreiche Instanz der Entscheidungsfindung in ethischen Konflikten und erläutern seine wesentlichen Eigenschaften und Funktionen. Sie reflektieren und beschreiben den Zusammenhang mit der Schuldfrage, beurteilen verschiedene Formen des Umgangs mit Schuld sowie Sünde und erörtern Wege, ein versöhntes Leben zu führen.
  • Im Wissen um die biblisch-christliche Deutung von Mensch und Welt als Schöpfung Gottes formulieren die Schülerinnen und Schüler die damit verbundenen Konsequenzen und setzen diese Glaubensaussagen in Bezug zu naturwissenschaftlichen Theorien der Weltentstehung.
  • Sie setzen sich mit Sterben und Tod als Grenzsituation auseinander und tauschen sich darüber aus. Sie diskutieren Deutungsansätze des Todes Jesu, erläutern neutestamentliche Zeugnisse der christlichen Auferstehungshoffnung und Jenseitsvorstellungen anderer Religionen. Sie reflektieren Endzeiterwartungen und beschreiben, wie Menschen aus dieser Erwartung heraus ihrem Leben einen Sinn gaben bzw. geben.
  • Die Schüler erörtern an Beispielen der Kirchengeschichte, inwieweit die Kirche ihrem Sendungsauftrag gerecht geworden ist, begründen ihr Urteil unter Einbeziehung des historischen Kontextes und der Botschaft Jesu Christi und beurteilen, welche Relevanz die Auseinandersetzung mit der Geschichte für die Gegenwart des Christentums hat.
  • Sie setzen sich ausgehend von der eigenen Grunderfahrung des Suchens nach Orientierung und Sinn mit den verschiedenen Angeboten neuerer religiöser und weltanschaulicher Bewegungen auseinander und bewerten diese. Ausgehend vom christlichen Menschenbild beurteilen sie religiöse und pseudo-religiöse Strömungen.

Kunst

  • Die Schülerinnen und Schüler nehmen ihre Lebenswelt und Bilder als gestaltete Phänomene mit ihren spezifischen Merkmalen wahr. Sie erkennen die Bedeutung ihrer subjektiven Wahrnehmung als Grundlage für die Bildbetrachtung.
  • Die Schülerinnen und Schüler nehmen innere Bilder und Imaginationen als persönliche Bereicherung für kreative, ästhetische Lösungen an und setzen sie bewusst gestalterisch ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler setzen sich systematisch und vergleichend mit Werken der Bildenden und Angewandten Kunst auseinander, analysieren formale Elemente, Funktion und Absicht und übertragen diese Kenntnisse auf andere ästhetische Phänomene.
  • Die Schülerinnen und Schüler deuten selbständig die Bildaussage unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte. Dazu nutzen sie verschiedene fachspezifische Methoden, um sich den Sinn- und Wirkungszusammenhängen der Bilder anzunähern. Neben ihrem Fachwissen lassen sie ihr subjektives Empfinden einfließen, um Absicht und Aussage zu erschließen.
  • Die Schülerinnen und Schüler bewerten eigene und fremde Bilder im Hinblick auf inhaltliche und formale Aspekte und äußern sich dabei wertschätzend, konstruktiv, sachgerecht und selbständig auch zu selbst gewählten relevanten Kriterien. Sie begründen ausführlich ihre Meinung unter Verwendung der Fachsprache.
  • Die Schülerinnen und Schüler gehen planvoll und strukturiert mit den bekannten Gestaltungsmitteln um, setzen diese gezielt und bewusst ein. Sie nutzen zwei- und dreidimensionale Techniken, visuelle Medien und Szenisches Spiel und greifen auf ein breites Spektrum an persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten zurück. Sie entwickeln ein Konzept für eine komplexe Gestaltungsaufgabe. Diesen Prozess von der Idee bis zum fertigen Werk (z. B. Halbjahresmappe, Ausstellung, Projektpräsentation) planen, strukturieren, organisieren und dokumentieren sie.
  • Anhand von eigenem und fremdem Bildmaterial begreifen die Schülerinnen und Schüler das Bild als Mittel der Kommunikation, welches sie verantwortungsbewusst und zunehmend selbständig verwenden. Sie setzen individuelle Bildideen sachgerecht und adressatenbezogen um.

Wpfg. I

  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Eigenschaften irrationaler Zahlen und schätzen Werte von Quadratwurzeln ab. Sie vereinfachen Wurzelterme und lösen quadratische Gleichungen.
  • Die Schülerinnen und Schüler bilden Punkte sowie ebene Figuren durch zentrische Streckung ab und beschreiben ihre Eigenschaften. Sie verwenden den Streckungsfaktor, um Aussagen zu Lage und Größe von Bildfiguren zu treffen und beschreiben ähnliche Figuren.
  • Mithilfe der Strahlensätze berechnen sie fehlende Streckenlängen und lösen damit anwendungsbezogene Problemstellungen. Ferner nutzen sie die zentrische Streckung von Vektoren, um Punktkoordinaten und somit auch Gleichungen von Bildgeraden und -parabeln zu ermitteln.
  • Die Schülerinnen und Schüler identifizieren bei Figuren und Körpern rechtwinklige Dreiecke und berechnen fehlende Streckenlängen mithilfe des Satzes des Pythagoras. Sie berechnen Winkelmaße und nutzen hierbei die Seitenverhältnisse (Sinus, Kosinus und Tangens) im rechtwinkligen Dreieck.
  • Die Schülerinnen und Schüler führen Berechnungen am Kreis und an Kreisteilen bei innermathematischen und praxisorientierten Aufgabenstellungen durch.
  • Die Schülerinnen und Schüler berechnen den Oberflächeninhalt und das Volumen von Körpern und lösen dabei auch Aufgaben mit funktionalen Abhängigkeiten und Extremwertproblemen.
  • Die Schülerinnen und Schüler lösen Systeme linearer Gleichungen mit zwei Variablen. Sie bearbeiten Anwendungsaufgaben, indem sie lineare Gleichungssysteme eigenständig aufstellen und deren Lösungsmenge bestimmen und das Ergebnis kontextbezogen interpretieren.
  • Die Schülerinnen und Schüler treffen Aussagen über Form und Lage der Graphen quadratischer Funktionen im Koordinatensystem. Sie bestimmen Funktionsgleichungen, Definitions- und Wertemengen quadratischer Funktionen und zeichnen Parabeln, um Sachaufgaben, Extremwertprobleme und Aufgaben mit funktionalen Abhängigkeiten zu lösen.
  • Die Schülerinnen und Schüler bestimmen die Lösungsmenge quadratischer Gleichungen und quadratischer Gleichungssysteme und berechnen mit deren Hilfe u. a. Nullstellen von quadratischen Funktionen und Koordinaten von Schnittpunkten.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben das empirische Gesetz der großen Zahlen, bilden den Ergebnisraum bei Zufallsexperimenten und berechnen die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen bei Laplaceexperimenten.

Wpfg. II/III

  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Eigenschaften irrationaler Zahlen und schätzen Werte von Quadratwurzeln ab. Sie vereinfachen Wurzelterme und lösen quadratische Gleichungen.
  • Die Schülerinnen und Schüler bilden Punkte und ebene Figuren durch zentrische Streckung ab und beschreiben ihre Eigenschaften. Sie verwenden den Streckungsfaktor, um Aussagen zu Lage und Größe von Bildfiguren zu treffen. Mithilfe der Strahlensätze berechnen sie fehlende Streckenlängen und lösen damit anwendungsbezogene Problemstellungen.
  • Die Schülerinnen und Schüler identifizieren bei Figuren und Körpern rechtwinklige Dreiecke und berechnen fehlende Streckenlängen mithilfe des Satzes des Pythagoras. Sie berechnen Winkelmaße und nutzen hierbei die Seitenverhältnisse (Sinus, Kosinus und Tangens) im rechtwinkligen Dreieck.
  • Die Schülerinnen und Schüler führen einfache Berechnungen am Kreis und an Kreisteilen durch.
  • Die Schülerinnen und Schüler zeichnen den Graphen linearer Funktionen, ermitteln Funktionsgleichungen aus Bestimmungsstücken und beschreiben die Bedeutung der Steigung und des y-Achsenabschnitts. Sie lösen Aufgaben mit funktionalen Abhängigkeiten.
  • Die Schülerinnen und Schüler lösen Systeme linearer Gleichungen mit zwei Variablen. Sie bearbeiten Anwendungsaufgaben, indem sie lineare Gleichungssysteme eigenständig aufstellen und deren Lösungsmenge bestimmen und das Ergebnis kontextbezogen interpretieren.
  • Die Schülerinnen und Schüler führen Zufallsexperimente durch und beschreiben das empirische Gesetz der großen Zahlen. Sie berechnen die Wahrscheinlichkeit von Zufallsexperimenten und schätzen Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Ereignisse ab.

Musik

  • Durch die Verwendung unterschiedlicher Stilistiken, das Experimentieren mit variablen Besetzungen und den Einsatz neuer Medien setzen die Schülerinnen und Schüler ihre musikalischen Ideen in Form von Eigenkompositionen und Interpretationen vielfältig und wirkungsvoll um.
  • Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden wesentliche musikalische Gattungen bzw. Erscheinungsformen grundlegender Musikströmungen ab dem 20. Jahrhundert inklusive des Jazz, hören diese Stilvielfalt bewusst und musizieren einfache Werke aus diesem Bereich, um damit ihren musikgeschichtlichen Überblick bis in die Gegenwart zu erweitern.
  • Sie kommunizieren, reflektieren und bewerten aktuelle Strömungen und Begleiterscheinungen des Musikmarktes sowie eigene berufliche Möglichkeiten in der kreativen Musikwirtschaft oder im sozialen Bereich (z. B. Elementare Musikpädagogik, Musikgeragogik). Sie entwickeln dabei Offenheit und Wertschätzung für die Vielfalt von Stilrichtungen.
  • Um Musikszenen als prägenden Teil ihres gesellschaftlich-kulturellen Umfelds in ihrer Komplexität zu erfassen, unterscheiden sie deren Gegensätze sowie Übergänge und verfassen auf der Basis einer Musiktheateraufführung eigene kurze Kritiken.
  • Auf der Grundlage ihrer kontinuierlichen Konzert- und Theatererfahrungen unterscheiden die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Stilistiken, kulturelle Traditionen und musikalische Szenen, um sich individuell und gezielt in der Vielfalt ihrer Lebenswelt zu orientieren. Sie erwerben so Orientierungswissen, das ihnen für ihre Teilnahme am kulturellen Leben passende Zugangsmöglichkeiten aufzeigt.
  • Die Schülerinnen und Schüler ordnen die Leistung professioneller Tänzer im Vergleich zu Laienensembles ein und unterscheiden erweiterte Ausdrucksmöglichkeiten im Bühnentanz.
  • Ergänzend zu den bisher erworbenen Kenntnissen in der Instrumentenkunde beschreiben die Schülerinnen und Schüler gängige Tasteninstrumente und Elektrophone.
  • Sie zeichnen mit diverser Musiksoftware eigenes Musizieren fachgerecht auf.
  • Beim Musizieren mit einem selbst gewählten Hauptfachinstrument setzen sie präzise Notationen und Vortragsbezeichnungen um und präsentieren Stücke mit differenziertem, individuellem Ausdruck öffentlich. (MuRS)
  • Sie unterscheiden hörend Intervalle wie auch Akkorde und notieren gehörte Rhythmen, um ihr Gehör auch im Hinblick auf Ensembleleitung zu schulen und bewusster auf saubere Intonation und rhythmische Korrektheit zu achten. (MuRS)
  • Die Schülerinnen und Schüler verfolgen Partituren und dirigieren selbst auch auftaktige Lieder, um ihre Grundlage für die Anleitung von musizierenden Ensembles zu festigen. (MuRS)
  • Anhand einfacher Liedvorlagen entwickeln und notieren sie einfache Liedbegleitungen und Arrangements unter Berücksichtigung von transponierenden Instrumenten sowie deren Tonumfang. (MuRS)
  • Ausgewählte Gattungen und Erscheinungsformen Klassischer Musik (Bereiche: Programmmusik und Musiktheater) und ausgewählte Stilrichtungen Populärer Musik (mit Schwerpunkt auf Formen des Jazz) unterscheiden sie mithilfe geeigneter Kriterien und identifizieren musikgeschichtliche Entwicklungen auch hinsichtlich klanglicher Ideale und Notationsformen, um ihr Verständnis auch für formale Kriterien zur differenzierten Auseinandersetzung mit Musik zu festigen. (MuRS)

Wpfg. I

  • Die Schülerinnen und Schüler wählen dem Anlass entsprechend Messgeräte richtig aus, handhaben diese fachgerecht und beurteilen die Gültigkeit von erhobenen Messergebnissen oder recherchierten Daten.
  • Unter stetig reduzierter Anleitung planen sie Experimente zur Untersuchung der Abhän­gigkeit von Größen aus dem Bereich Mechanik von Flüssigkeiten und Gasen, Wärmelehre und Elektrizitätslehre. Sie führen die Experimente weitgehend selbständig durch, werten ihre Ergebnisse unter Berücksichtigung der Messgenauigkeit algebraisch oder grafisch mit Ausgleichskurven aus und setzen die Ergebnisse mit den Eingangshypothesen in Bezug. Zu den Versuchen nennen sie Fehlerquellen und Möglichkeiten der Fehlerminimierung.
  • Die Schülerinnen und Schüler formulieren Größengleichungen, beispielsweise zum Druck, und modellieren unter Anleitung physikalische Zusammenhänge, etwa das Erwärmungs- und das Widerstandsgesetz. Sie führen Umformungen der anspruchsvolleren Gleichungen durch und berechnen die jeweils gesuchte Größe unter Berücksichtigung von Einheiten und sinnvoller Genauigkeitsangaben.
  • Sie nutzen die Modellvorstellung zum Aufbau der Materie, um Druck, Schweredruck in Flüssigkeiten, Luftdruck und Auftrieb sowie Temperatur und Verhalten von Körpern bei Temperaturänderung zu erklären. Darüber hinaus vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellungen zum Kern-Hülle-Modell und nutzen dieses, um beispielsweise Kennlinien von elektrischen Leitern und Vorgänge in Halbleitern zu erklären.
  • In verschiedenen Quellen recherchieren sie selbständig Informationen und nutzen diese zur Beantwortung weiterführender physikalischer Fragestellungen und zu eigenen Stellungnahmen. Sie formulieren eigene kurze Texte und präsentieren diese adressatengerecht in Vorträgen.
  • Die Schülerinnen und Schüler grenzen Alltagssprache von Fachsprache ab und erkennen die Notwendigkeit dieser. Dabei verwenden sie sicher fachspezifische Symbole und Darstellungsformen zur Beschreibung von physikalischen Sachverhalten.
  • Sie nehmen unter Verwendung erworbener Fachkenntnisse bei mündlichem und schriftlichem Meinungsaustausch einen begründeten Standpunkt ein und zeigen an einfachen Beispielen die Chancen und Grenzen physikalischer Sichtweisen in inner- und außerfachlichen Kontexten sowie die Auswirkungen physikalischer Erkenntnisse in historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen auf.

Wpfg. II/III

  • Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen Grundgrößen und abgeleiteten Größen, gehen sicher mit deren Einheiten um und verwenden sie fachsprachlich korrekt. Unter Anleitung wählen sie dem Anlass entsprechend Messgeräte aus und handhaben diese unter Berücksichtigung von deren Genauigkeit fachgerecht. Sie beurteilen die Gültigkeit von erhobenen Messergebnissen oder recherchierten Daten.
  • Unter Anleitung planen sie vermehrt quantitative Experimente zu Fragestellungen der Mechanik, der Wärmelehre und der Elektrizitätslehre. Diese führen sie zunehmend selbständig durch und werten sie unter Berücksichtigung der Messgenauigkeit numerisch oder grafisch mit Ausgleichskurven aus. Unter Anleitung setzen sie die Ergebnisse mit den Eingangshypothesen in Bezug. Zu den Versuchen nennen sie Fehlerquellen und Möglichkeiten der Fehlerminimierung.
  • Die Schülerinnen und Schüler formulieren Größengleichungen, beispielsweise zu Arbeit, Leistung und Druck, und modellieren unter Anleitung physikalische Zusammenhänge. Vorgänge aus ihrem Erlebnisbereich und aus Natur und Technik beschreiben sie mit Energieumwandlungen unter Beachtung des Prinzips der Energieerhaltung. Sie führen Umformungen der Gleichungen durch und berechnen die jeweils gesuchte Größe unter Berücksichtigung von Einheiten und sinnvollen Genauigkeitsangaben.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Modellvorstellung zum Aufbau der Materie, um Druck, Schweredruck in Flüssigkeiten und Luftdruck sowie Temperatur und Verhalten von Körpern bei Temperaturänderung zu erklären. Darüber hinaus vertiefen sie ihre Vorstellungen zum Kern-Hülle-Modell und nutzen dieses, um beispielsweise den elektrischen Widerstand von Leitern zu veranschaulichen.
  • Sie recherchieren selbständig in verschiedenen Quellen Informationen, beispielsweise zum Energietransport durch Wärmeleitung, -strahlung und Konvektion und nutzen diese zur Beantwortung weiterführender physikalischer Fragestellungen und zu eigenen Stellungnahmen. Sie formulieren eigene kurze Texte und präsentieren diese adressatengerecht in Vorträgen.
  • Die Schülerinnen und Schüler grenzen Alltagssprache von Fachsprache ab und erkennen die Notwendigkeit dieser. Dabei verwenden sie sicher fachspezifische Symbole und Darstellungsformen zur Beschreibung von physikalischen Sachverhalten.
  • Sie nehmen unter Verwendung erworbener Fachkenntnisse bei mündlichem und schriftlichem Meinungsaustausch einen begründeten Standpunkt ein und zeigen an einfachen Beispielen die Chancen und Grenzen physikalischer Sichtweisen und Erkenntnisse in inner- und außerfachlichen Kontexten auf.

Sozialwesen

  • Die Schülerinnen und Schüler verknüpfen Erfahrungswissen mit sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen aus fachspezifischen Quellen zu gesellschaftlichen Themen (Partnerschaft, Ehe, Familie, Arbeit, Alter), um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in Politik und Gesellschaft kritisch beurteilen zu können.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihr Wissen über die Möglichkeiten der Einflussnahme auf Stress- und Konfliktsituationen in Familie und Arbeitswelt, um Strategien (u. a. Konfliktlösestrategien) dafür zu entwickeln, wie man Problemsituationen im Alltag vermeiden bzw. kompetent lösen kann.
  • Die Schülerinnen und Schüler werten weitgehend selbständig Statistiken und vielschichtige Schaubilder aus, die gesellschaftliche Entwicklungen und Tendenzen beschreiben (z. B. veränderte Lebensformen, Altersarmut), um gesellschaftspolitische Zusammenhänge altersangemessen, aber fundiert beurteilen zu können.
  • Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Bedeutung der in Gesetzestexten (z. B. Sozialgesetzbuch, Bayerische Verfassung) formulierten Normen, Werte und Regeln für sich selbst und die Gesellschaft (z. B. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz), indem sie konkrete Fallbeispiele analysieren und die dokumentierten Ergebnisse in Beziehung zu den rechtlichen Vorgaben setzen.
  • Die Schülerinnen und Schüler erstellen weitgehend selbständig einfache empirische Befragungen zu arbeitspolitischen (z. B. Strukturen am Arbeitsplatz) und gesellschaftlichen Themen (z. B. Sozialisationsaufgaben im Alter), führen die Befragung eigenverantwortlich durch und werten die Ergebnisse aus.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen die im Rahmen des Pflichtpraktikums erworbenen Erfahrungen, um Wert und Bedeutung der Arbeit für sich selbst und die Gesellschaft zu erfassen. Dabei gelingt es ihnen zunehmend selbständig, die eigenen Stärken und Schwächen einzuschätzen. Sie nutzen diese Erkenntnis, um sich zielgerichtet mit der eigenen Berufsorientierung auseinanderzusetzen.
  • Aufgrund ihrer Erfahrungen im Praktikum und sozialer Betätigung im schulischen und ggf. auch außerschulischen Bereich begreifen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Berufe aus dem Bereich des Sozialen und des Gesundheitswesens (Altenpfleger/-in, Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Ergotherapeut/-in, Logopäde/Logopädin) in der Phase der beruflichen Orientierung als mögliche Arbeitsfelder für sich selbst.
  • Die Schülerinnen und Schüler verfügen über ein altersadäquates sozialwissenschaftliches Methodenrepertoire, wenn sie mehrschichtige Fallbeispiele, statistisches Material, Fachtexte, Karikaturen und Filmsequenzen nutzen, um zielgerichtet und selbständig Informationen zu aktuellen Themenstellungen (Partnerschaft, Ehe und Familie; Arbeitswelt; Menschen im Alter) zu erschließen, Ergebnisse auszuwerten, zu dokumentieren und ggf. zu visualisieren und zu präsentieren.
  • Die Schülerinnen und Schüler wenden die Grundlegenden Begriffe Altenarbeit, Arbeit, Betriebsklima, Demenz, Ehe, Ehrenamt, Emanzipation, Empathie, Führungsstile, Flexibilität, Gleichberechtigung, Globalisierung, Inter- bzw. Intrarollenkonflikt, Mediator, Mobilität, Pflegebedürftigkeit, Quartäre Sozialisation, Soziogramm, Status/Statussymbol, Teamfähigkeit, Tertiäre Sozialisation, Wertewandel und die rechtlichen Bestimmungen des Grundgesetzes (Art. 6 und 12 GG), des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), des Sozialgesetzbuches (SGB II und IX) und des Lebenspartnerschaftsgesetzes (LPartG § 1) bei der Beschreibung und Darstellung fachspezifischer Sachverhalte und sozialwissenschaftlicher Prozesse zielgerichtet und sicher an.

Sport

  • Die Schülerinnen und Schüler wenden Grundkenntnisse der Trainingslehre (z. B. mittel- und langfristige Trainingsplanung) sowie Entspannungsmethoden (z. B. Progressive Muskelrelaxation) bewusst und zunehmend selbständig in der sportlichen Praxis an.
  • Sie schätzen eigene Fähigkeiten realistisch ein und übernehmen Verantwortung, z. B. bei der Hilfestellung.
  • Die Schülerinnen und Schüler beurteilen außerschulische Sportangebote, bewerten deren Nutzen und Eignung für eine lebenslange Ausübung und informieren sich zielgerichtet über Berufsmöglichkeiten im Bereich des Sports.
  • Trainingsmethoden wenden die Schülerinnen und Schüler selbständig an und verbessern so ihre Ausdauerleistung.
  • Die Schülerinnen und Schüler verbessern systematisch ihre koordinativen und konditionellen Fähigkeiten im Wasser, präsentieren gestalterische Möglichkeiten des Schwimmens und wenden Rettungsmaßnahmen zunehmend selbständig an.
  • Im Fußball und Handball setzen die Schülerinnen und Schüler spielspezifische Techniken und Taktikmuster (z. B. Flankenbälle, Positionswechsel bzw. Fallwurf, Tempogegenstoß) variabel in komplexeren Spiel- und Übungsformen ein.
  • Sie präsentieren vorgegebene oder selbst gestaltete Geräte-/Übungsverbindungen, auch nach Musik und mit Partner/in und/oder in der Gruppe, und kombinieren und präsentieren Elemente der Akrobatik und des Bodenturnens in Gruppen.
  • Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten zielorientiert und systematisch einen Gesellschaftstanz und präsentieren ihn. Schülerinnen kombinieren zudem tänzerische Grundformen mit einem oder mehreren Handgeräten zu einer Choreografie.

Textiles Gestalten

  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihr Wissen über textile Materialien hinsichtlich der Verarbeitung und der Ausrüstung und beziehen dieses Wissen bei der Auswahl ihrer Kleidung gezielt mit ein (z. B. Funktionalität, Tragekomfort, Pflegeaufwand).
  • Sie führen die erlernten Arbeitstechniken selbständig und routiniert durch. Sie fertigen Textilobjekte aus den Bereichen Kleidung, Wohntextilien und Kunst sachgerecht an und erweitern bei Bedarf ihr technisches und künstlerisches Wissen durch Fachliteratur und digitale Medien.
  • Die Schülerinnen und Schüler recherchieren mittels unterschiedlicher Informationsquellen (z. B. Internet, Unternehmen) handwerkliche, technische und künstlerische Berufe in der Textilbranche, um eine Grundlage für die eigene Berufsorientierung zu erhalten. Dabei berücksichtigen sie auch neue innovative Textiltechnologien.
  • Die Schülerinnen und Schüler analysieren die unterschiedliche Wirkung von Kleidung, erkennen das Zusammenspiel von Material, Farbe, Schnitt und Form, und wählen gezielt ihrem Typ entsprechend geeignete Kleidung aus, um in bestimmten Lebenssituationen (z. B. Bewerbungsgespräch) adäquat gekleidet zu sein.

Werken

  • Die Schülerinnen und Schüler leiten von zeitgemäßen Verwendungsbeispielen aus verschiedenen Einsatzbereichen (z. B. Bauwesen, Fahrzeugtechnik) die Bedeutung von Werkstoffen in der Gegenwart ab.
  • Sie analysieren moderne Gebrauchsgegenstände hinsichtlich gestalterischer und ökologischer Aspekte (z. B. ästhetische Langlebigkeit, Nachhaltigkeit) und legen ihre Überlegungen der Gestaltung eigener Werkstücke zugrunde.
  • Die Schülerinnen und Schüler entscheiden auf der Grundlage ihrer vertieften Werkstoffkenntnisse (Zusammensetzung, Eigenschaften, Bearbeitungsmöglichkeiten, Einsatzbereiche) selbständig, welches Material für bestimmte Anforderungen zweckoptimiert eingesetzt werden kann.
  • Sie entwickeln für ihr Werkvorhaben individuelle Gestaltungsideen unter Berücksichtigung grundlegender Aspekte der Gestaltungslehre (z. B. Form-Funktions-Zusammenhang, Proportionen) sowie ihrer erweiterten Kenntnisse (z. B. Verbindungstechniken) im technisch-funktionalen Bereich.
  • Sie planen ihr Werkvorhaben selbständig mithilfe detaillierter Zeichnungen, anhand derer z. B. Funktionszusammenhänge bzw. konstruktive Details geklärt werden.
  • Die Schülerinnen und Schüler planen und realisieren auf der Grundlage ihrer erworbenen handwerklichen Fertigkeiten komplexe Werkvorhaben (Einsatz unterschiedlicher Werkverfahren, Werkzeuge, Maschinen und Werkhilfsmittel).
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihre Kenntnisse über handwerkliche und industrielle Bearbeitungstechniken von Werkstoffen, um Produkte aus Industrie und Handwerk sowie eigene Arbeiten unter besonderer Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Aspekte zu bewerten.
  • Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Werkstücke innerhalb der Schule und nutzen dafür veranschaulichende Mittel (z. B. zeichnerische Darstellung von Entwürfen).

Wpfg. I/III

  • Die Schülerinnen und Schüler stellen die Bedeutung der Arbeit als Lebensgrundlage heraus. Sie analysieren den Arbeitsmarkt unter besonderer Berücksichtigung des Phänomens der Arbeitslosigkeit. Das Angebot der Bundesagentur für Arbeit nutzen sie, um sich innerhalb der Vielzahl von Berufen und Ausbildungsmöglichkeiten zu orientieren.
  • Zielgerichtet bereiten sich die Schülerinnen und Schüler auf die Berufswahl und die verschiedenen Stationen eines Bewerbungsverfahrens vor. Neben Rechten und Pflichten aus dem Berufsausbildungsvertrag charakterisieren sie grundlegende rechtliche Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzes.
  • Die Schülerinnen und Schüler erläutern die Notwendigkeit des wirtschaftlichen Handelns und begründen typische Einflussfaktoren (z. B. Werbung) auf das Angebot und die Nachfrage von Gütern, um damit die Bildung des Marktpreises nachzuvollziehen.
  • Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren im Besonderen die Soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung, indem sie deren Voraussetzungen, Ziele und Instrumente herausstellen. In diesem Zusammenhang beurteilen sie die Grenzen der Belastbarkeit des Solidarprinzips (z. B. Rentenproblematik).
  • Die Schülerinnen und Schüler treffen in ihrer Rolle als Verbraucher verantwortungsbewusste Entscheidungen, indem sie verschiedene Informationsquellen (z. B. Gütesiegel, Verbraucherberatung) nutzen und dabei ökonomische, ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen. Neben aktuellen Zahlungsformen charakterisieren sie ausgewählte Geldanlage- und Finanzierungsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang setzen sie sich kritisch mit Chancen und Gefahren bei der Nutzung elektronischer Medien auseinander.
  • Die Schülerinnen und Schüler begründen die Ordnungs- und Schutzfunktion des Rechts und analysieren die Bedeutung gesetzlicher Regelungen für sich (z. B. Geschäftsfähigkeit) und die Gesellschaft (z. B. Jugendschutz). Sie bestimmen die Grundvoraussetzungen für das Zustandekommen eines Kaufvertrags sowie Handlungsmöglichkeiten bei Pflichtverletzungen.
  • Im Bereich des Strafrechts begründen die Schülerinnen und Schüler das Strafmonopol des Staates im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit dem Zweck und den Voraussetzungen für staatliche Strafen. Sie unterscheiden Rechtsfolgen differenziert nach Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Darüber hinaus erläutern sie die Besonderheiten des Jugendstrafrechtes vor allem im Hinblick auf den Erziehungsgedanken.

Wpfg. II

  • Die Schülerinnen und Schüler analysieren im Hinblick auf ihre Berufswahl die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Eigene Stärken und Schwächen schätzen sie berufsbezogen realistisch ein und bauen erforderliche Schlüsselqualifikationen weiter aus. Sie stellen die Bedeutung von formal, sprachlich und inhaltlich ansprechenden Bewerbungsunterlagen heraus und bereiten sich auf ein Bewerbungsverfahren vor. Des Weiteren klären sie Rechte und Pflichten aus dem Berufsausbildungsvertrag sowie dem Jugendarbeitsschutzgesetz.
  • Sie beurteilen Möglichkeiten im Rahmen der betrieblichen Mitbestimmung und der beruflichen Interessensvertretung.
  • Die Schülerinnen und Schüler wenden ihre volkswirtschaftlichen Kenntnisse am Geld- und Kapitalmarkt an, indem sie das Verhalten von Haushalten, Unternehmen und Banken anhand des Marktmodells erklären. Nach dem Vergleich verschiedener Finanzierungs- und Geldanlagemöglichkeiten treffen sie reflektierte und vorausschauende Entscheidungen für ihre jeweilige persönliche Lebenssituation.
  • Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren im Besonderen die Soziale Marktwirtschaft, indem sie deren Voraussetzungen, Ziele und Instrumente herausstellen. In diesem Zusammenhang beurteilen sie die Grenzen der Belastbarkeit des Solidarprinzips (z. B. Rentenproblematik). Darüber hinaus begründen sie die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe zum Schutz des Wettbewerbs (z. B. Verbot von Preisabsprachen).
  • Die Schülerinnen und Schüler stellen mithilfe von Rechtsvorschriften für Partnerschaft und Familie sowohl deren Schutzbedürftigkeit, als auch die damit verbundenen Rechte und Pflichten heraus. Sie diskutieren rechtliche Fragestellungen zu verschiedenen Partnerschaftsmodellen und werden dadurch auf die Übernahme von Verantwortung in Partnerschaft, Familie und Gesellschaft vorbereitet. Darüber hinaus beurteilen sie alltägliche Fälle aus dem Bereich des Erbrechts.
  • Die Schülerinnen und Schüler begründen das Strafmonopol des Staates im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit dem Zweck und den Voraussetzungen des staatlichen Strafens. Sie unterscheiden Rechtsfolgen differenziert nach Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Darüber hinaus bewerten sie die Besonderheiten des Jugendstrafrechts vor allem im Hinblick auf den Erziehungsgedanken.