Lehrplan PLUS

Direkt zur Hauptnavigation springen, zur Servicenavigation springen, zur Seitennavigation springen, zu den Serviceboxen springen, zum Inhalt springen

Chemie Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzorientierung im Fach Chemie

Erläuterung zum Textabsatz: „Kompetenzorientierung im Fach Chemie“

  • Vorteile von Doppelstunden im Chemieunterricht

    Vorteile von Doppelstunden im Chemieunterricht

    (vgl. BaySchO, Anlage Modus-Maßnahmen, 1. Teil, Maßnahme Nr. 3)



    Ein Ziel des LehrplanPLUS ist es, den Kompetenzerwerb bei den Schülerinnen und Schülern in den Mittelpunkt des Unterrichts zu stellen. Wie muss so ein Unterricht aussehen? Er besteht aus einem Wechsel zwischen Phasen, in denen die Lehrkraft den Unterricht aktiv durch Informationsbereitstellung in unterschiedlichster Form steuert (Instruktionsphasen) und Phasen, in denen die Schülerinnen und Schüler zu aktiven Lernern werden (Konstruktionsphasen).

    Im Chemieunterricht sind dies Phasen, in denen Schülerinnen und Schüler beispielsweise Experimente durchführen, ihre Beobachtungen notieren und diese deuten, Wort-, Modell- und Formelgleichungen erarbeiten, Zusammenhänge in Concept-Maps bringen, Bilder und Zeichnungen entwerfen, Struktur- und Prozessdiagramme anfertigen, anspruchsvolle Multiple-Choice-Fragen beantworten und vieles mehr.

    Diese Arbeitsergebnisse von Schülern sind individuell, vielfältig, dürfen fehlerhaft sein und müssen im Anschluss im Unterricht besprochen und gegenübergestellt werden. Die Lehrkraft erhält somit eine Diagnose des Lernstandes.

    Dass für diese Formen des Unterrichts ausreichend Zeit zur Verfügung stehen sollte versteht sich von selbst. Eine Unterbrechung der Tätigkeiten aus Zeitmangel und die Weiterführung dieser in der Folgestunde erscheinen häufig nicht sinnvoll.

    Während des Stundenwechsels alle Materialien schnell zusammenpacken zu müssen, einzulagern, um dann in den nächsten Stunden daran weiterarbeiten zu können, kostet alle Beteiligten unnötig Energie und behindert letztendlich den Lernfortschritt. Dagegen ist es viel ressourcenschonender, während der Pausen ausreichend Zeit zu haben, seine Materialien wieder in die Vorbereitung zu befördern bzw. aus dieser zu holen.

    Zudem kommen die Schülerinnen und Schüler bei einer doppelstündigen Organisation pünktlich zum Unterricht. Ein Raumwechsel zwischen den Stunden entfällt für Lehrkräfte ebenso wie für Schülerinnen und Schüler. Die effektive Unterrichtszeit wird somit erhöht. Zeitersparend kommt hinzu, dass keine neue Hinführung bzw. Wiederholung zum Thema notwendig ist. In der Summe kompensiert sich auch ein Unterrichtsausfall über die folgenden Wochen.

    Auch Lehrkräfte müssen nicht von einem Unterrichtsraum in den nächsten hetzen und können diesen nach der Pause entspannter aufsuchen.

Ergänzende Informationen sind nicht Bestandteil des Lehrplans.