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Katholische Religionslehre 3/4 Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Grundschule: Nach Gott fragen – Gottesvorstellungen und biblische Glaubenszeugnisse

Erläuterung zum Lernbereich: „Nach Gott fragen – Gottesvorstellungen und biblische Glaubenszeugnisse“

  • Erläuterung_GS_3-4_LB3

    Religionspädagogisches Zentrum in Bayern
    Jahrgangsstufe 3/4 Theologische Grundlegung zum Lernbereich 3
    Nach Gott fragen – Gottesvorstellungen und biblische Glaubenszeugnisse
    Die Erläuterungen zum Lernbereich in der 3./4. Jahrgangsstufe bauen auf den Ausführungen zur 1./2. Jahrgangsstufe auf.
    Der Lernbereich ist eine Wiederaufnahme des Fadens aus der 1./2. Jgst. Ansatzweise werden die Schülerinnen und Schüler hier auch mit der Theodizeefrage konfrontiert: Hilft Gott im-mer? Die Antwort kann sein: Gott begleitet uns und schenkt Kraft, auch Schweres zu tragen, so wie er auch Abraham auf seinem Weg begleitet hat. Diese Gewissheit ist aber auch dem Glaubenden nicht in die Wiege gelegt. Er muss sie sich erschreien, d. h. beharrlich von Gott erbitten – siehe Ps 140,2-14. Indem einzelne Elemente dieses Psalms aufgegriffen werden, formulieren die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen „Schreie“ an Gott, möglichst nicht nur in einem selbstbezogenen Kontext, sondern auch im Kontext der Krisenherde dieser Welt, z. B. der Kinder, die unter Krankheit, Hunger und Kriegen leiden. Während der Lernbereich in der 1./2. Jgst. ganz unter dem Vorzeichen des Vertrauens steht, kommt in der 3./4. Jgst. der Aspekt der Verheißung hinzu, die für den Glaubenden auch eine Verheißung über den Tod hinaus ist. Abraham wird in die Fremde gerufen. Sein Vertrauen auf Gott bezieht sich nicht nur auf sein gegenwärtiges, irdisches Dasein, sondern auf seine Zukunft, d. h. auf Hoffnung hin (Gen 13,14-18; 15,1-7).
    An die Abrahamserzählung schließt die Jakobserzählung an. Jakob soll sich nicht fürchten, nach Ägypten zu ziehen. Auch wenn die Familien in die Heimatlosigkeit geführt werden, wer-den sie am Ende doch zu einem zahlreichen Volk. Was hier erzählerisch entfaltet wird, ist im Gottesnamen bereits fokussiert. Der Name Jahwe ist ein Name auf Zukunft, deswegen sollte er auch schon in der Grundschule in seiner korrekten Übersetzung verwendet werden: „Ich bin der ich (für euch) da sein werde“ (Ex 3,14). Insofern besagt dieser Name: Gott ist unsere Zukunft; Gott gibt es wie die Zukunft; ohne Zukunft wären wir schon tot; wer Zukunft hat, lebt. Aus dieser Bedeutung des Gottesnamens lässt sich dann auch eine Antwort finden auf die Frage: Gibt es Gott wirklich? Aus dem Zusammenspiel der eigenen Erfahrungen, der alt-testamentlichen Erzählungen und des Gottesnamens Jahwe hinterfragen die Schülerinnen und Schüler ihre bisherigen Gottesvorstellungen und entwickeln weiterführende Antworten.
    Aus: Reil, Elisabeth: Theologischer Leitfaden zum Fachlehrplan Katholische Religionslehre Grundschule. In: Katholisches Schulkommissariat in Bayern (Hg.): Handreichung zum LehrplanPLUS, Katholische Religionslehre in der Grundschule, München 2015, S. 33-55.
    www.rpz-bayern.de/handreichung_zum_lehrplan_plus.html

Ergänzende Informationen sind nicht Bestandteil des Lehrplans.