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Katholische Religionslehre 6 Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Gymnasium: Jesus Christus – Hoffnung in Leid und Tod

Erläuterung zum Lernbereich: „Jesus Christus – Hoffnung in Leid und Tod“

  • Erläuterung_6.3_Hoffnung durch Jesus

    a)    Konzeption
    Die Jahrgangsstufe 6 steht unter dem Leitmotiv „Fragen des Lebens nachspüren“. Die Frage nach dem Leid ist ein Thema, das alle Schülerinnen und Schüler in ihrer Lebenswelt in irgendeiner Form schon erlebt haben. Im Lernbereich KR 6.1 wird die Problematik zum ersten Mal im Rahmen des gymnasialen katholischen Religionsunterrichts angesprochen. Im vorliegenden Lernbereich KR 6.3 „Jesus Christus – Hoffnung in Leid und Tod“ setzt sich die Thematik fort mit der Betrachtung der Zuwendung Jesu zu den Menschen, die Leid erfahren. In dieser Hinsicht ist der Lernbereich KR 6.3 Anknüpfungspunkt und „Mitte“ für alle Themen der Jahrgangsstufe.
    Aufbauend auf der Grundlegung - der Geburt des Retters Jesus Christus - in Jahrgangsstufe 5 werden jetzt in Jahrgangsstufe 6 die Botschaft Jesu Christi angesichts von Leid und Tod und sein heilbringender Umgang mit menschlicher Schuld in den Fokus gerückt. Was ist das so Besondere an dieser Botschaft Jesu?
    Die Schülerinnen und Schüler setzen sich zunächst mit persönlichen Leiderfahrungen auseinander (erste Kompetenzerwartung). Angesichts der verschiedenen Leiderfahrungen schließt sich hier möglicherweise eine erste Beschäftigung mit der „Theodizee“-Frage an: Wie kann ein allmächtiger und gütiger Gott solches Leid zulassen? Dieser Lernbereich bietet auch den Anknüpfungspunkt für eine altersgemäße Krisenseelsorge, etwa angesichts eines Todesfalles innerhalb der Schulgemeinschaft.
    Die zweite Kompetenzerwartung erschließt durch die Lektüre biblischer Texte die Botschaft Jesu Christi, besonders seine Option für die Ausgestoßenen, Schwachen und Leidenden als Sieg der Hoffnung über Leid und Tod. Ausgehend davon schließt sich das Geschehen um Passion, Tod und Auferstehung Jesu an und wird in den Liturgien, Riten und Symbolen des Osterfestkreises, eventuell unterstützt durch meditative oder kreative Elemente, nachvollzogen (dritte Kompetenzerwartung).
    Im Lichte der Auferstehungshoffnung werden Menschen zu Taten der Liebe inspiriert und befähigt. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen und befragen schließlich (vierte Kompetenzerwartung) beispielhafte Lebensentwürfe berühmter und weniger berühmter Menschen, die Vorbildfunktion für die persönliche Lebensgestaltung haben können.
    Im Sinne einer horizontalen Vernetzung schreibt der Lernbereich KR 6.3 den Lernbereich KR 6.1 weiter, in dessen erster Kompetenzerwartung konkrete Erfahrungen von Glück, aber auch von Leid angesprochen werden, und den Lernbereich KR 6.2, in dem von menschlichem Scheitern die Rede ist. Gleichzeitig bereitet dieser Lernbereich auch Aspekte des Lernbereiches KR 6.5 vor; dort nämlich wird die von Jesus vorgelebte Zuwendung zu Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, noch einmal ganz konkret aufgegriffen.

    b)    Kooperationsmöglichkeiten
    Die Lernbereiche KR 6.3 und ER 6.3 lassen sich aufgrund der in beiden Lernbereichen vorhandenen Osterthematik gut verknüpfen.

Ergänzende Informationen sind nicht Bestandteil des Lehrplans.