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Katholische Religionslehre 10 Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Gymnasium: Tod und Auferstehung – Die christliche Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod

Erläuterung zum Lernbereich: „Tod und Auferstehung – Die christliche Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod“

  • Erläuterung_10.2_christliche Hoffnung

    a)    Konzeption
    Der Lernbereich KR 10.2 behandelt eine Thematik, die man zum Kernbereich einer jeden Religion rechnen darf, und bündelt damit alle sechs Gegenstandsbereiche; insbesondere richtet er aber seinen Fokus auf Mensch und Welt, Religion und Weltanschauungen sowie auf Jesus Christus. Dies wird bereits in der Grundlegenden Kompetenz deutlich, die den Umgang des Menschen mit seiner Sterblichkeit in den Blick nimmt. Diese wohl nur dem Menschen bewusste Tatsache, dass er sterben muss, ist eine der größten Herausforderungen an das menschliche Denken, die der christliche Glaube mit der biblischen Auferstehungsbotschaft beantwortet; die Konsequenzen, die sich aus dieser Botschaft ergeben, sind im Vergleich zu anderen Antworten zu bedenken.
    Ausgangspunkt dieses Lernbereichs ist die Vielzahl der Umgangsformen mit der Sterblichkeit, die heute in der Gesellschaft zu beobachten sind. Diese Vorstellungen, die sich zum Teil massiv gewandelt haben, wahrzunehmen und die hinter diesen Umgangsformen steckenden Vorstellungen vom Tod bewusst zu machen, ist das Anliegen der ersten Kompetenzerwartung.
    Zentrum dieses Lernbereichs ist die biblische Auferstehungsbotschaft und die darin enthaltenen Vorstellungen von Tod und Weiterleben nach dem Tod (vgl. zweite Kompetenzerwartung). Dabei steht es der Lehrkraft frei, welche Bibelstelle sie als Grundlage der Auferstehungsbotschaft wählt; die Osterbotschaft aller Evangelien sowie einschlägige Stellen aus den Briefen des Apostels Paulus sind hier denkbar. Wichtig erscheint es, die oft unreflektiert und in Kunst, Film oder Literatur gelegentlich missverständlich dargestellten Begriffe Himmel, Hölle und Fegefeuer theologisch angemessen zu klären, um auf der einen Seite Vorstellungen, die eher einem Kinderglauben zugehören und letztlich nicht tragfähig sind, und auf der anderen Seite Drohbotschaften, die manche Darstellungen evozieren, zu verhindern.
    Auf dieser Grundlage können nun Vergleiche zu anderen religiösen und nichtreligiösen Vorstellungen, was den Menschen nach dem Tod erwartet, gezogen werden (vgl. dritte Kompetenzerwartung). Dies schärft die religiöse Auskunfts- und Dialogfähigkeit und zeigt, dass nicht alle Religionen doch irgendwie dasselbe glauben und dass es nicht gleichgültig ist, ob man im Leben mit einem Gott rechnet oder nicht.
    Mit der praktischen Relevanz, die die christliche Auferstehungshoffnung für den Umgang mit dem Tod haben kann (vgl. vierte Kompetenzerwartung), sollen die Folgen der scheinbar beliebigen Entscheidung – Hoffnung, Auslöschung, Reinkarnation - für das alltägliche Leben heute vor Augen geführt werden. Alle Arten von Begleitung und Trost, die die Katholische Kirche im Laufe ihrer Geschichte entwickelt hat, kommen hier zur Sprache.

    b)    Kooperationsmöglichkeiten
    Kooperationsmöglichkeiten ergeben sich bei diesem christlichen Kernthema mit dem Lernbereich ER 10.4; hier könnten auch durchaus konfessionelle Akzentsetzungen fruchtbringend erörtert werden. Auch zum Lernbereich Eth 10.2 bestehen Querverbindungen, da dort die erste Kompetenzerwartung im Erfassen des Zusammenhangs von Religion und existenziellen Fragen besteht.

Ergänzende Informationen sind nicht Bestandteil des Lehrplans.